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Starkes Finish: Michael Speinle (TSV Penzberg), Sieger des 3,7-Kilometer-Laufs.
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Stolz auf ihre Platzierungen: die Läufer des TSV Peißenberg mit Josef Streicher (hi, 2.v.r.).
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Da waren noch alle beisammen: ein Foto vom Start der Langstrecke. Genau 50 Frauen und Männer absolvierten die 11,1 Kilometer, die in drei Runden gelaufen wurden. 
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Andreas Maier (TSV Penzberg), der Drittplatzierte über die 3,7 Kilometer.
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Der Start des 3,7-Kilometer-rennens.
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Josef Streicher, hier beim Zieleinlauf über die 3,7 Kilometer, die er als Zweiter beendete.

Leichtathletik: 28. Osterseenlauf

Schneller Speinle, starker Streicher

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144 Starter, Sonne und ein Streckenrekord: Der Osterseenlauf verlief zur Zufriedenheit des TSV Iffeldorf. Josef Streicher lief zweimal aufs Podest.

Iffeldorf – So ganz glaubwürdig waren die Leistungen offenbar nicht, die Michael Speinle (TSV Penzberg) und Josef Streicher (TSV Peißenberg) da gerade gezeigt hatten. „Habt ihr eine Abkürzung genommen?“, wurden die beiden Athleten gefragt. Speinle und Streicher saßen im Gras und wechselten ein paar Worte. Von der restlichen Konkurrenz über die 3,7 Kilometer war nichts zu sehen. Erst mit deutlich mehr als einer Minute Abstand kam Andreas Maier (TSV Penzberg) als Dritter ins Ziel.

Es war erstaunlich, was die Top-Läufer beim Iffeldorfer Osterseenlauf für Zeiten liefen. Respekt gebührte am Ende jedoch allen, die die keineswegs flache Strecke laufend absolvierten. Und so wurden besonders diejenigen vom Publikum mit Applaus bedacht, die diverse Minuten länger brauchten.

Die Veranstalter von der Turnabteilung des TSV Iffeldorf waren mit dem Verlauf zufrieden. Das Wetter war „perfekt, fast schon zu heiß“, so Daniel Meier. 144 Teilnehmer bedeuteten eine gute Beteiligung. Passend zum Wetter bekamen die Schüler bei der Siegerehrung zur Urkunde und Medaille einen Wasserball überreicht. Auch ein Streckenrekord wurde erzielt: Franziska Dempwolf (16) aus Geretsried verbesserte über die 3,7 Kilometer die Bestmarke bei den Jugendlichen auf 15:00 Minuten. Die Zeit „passt schon“, so Dempwolf, die zum ersten Mal in Iffeldorf startete und zugleich schnellste Frau war.

Um den Gesamtsieg auf den 3,7 Kilometern duellierten sich Speinle und Streicher. Auf der letzten Bergabpassage hin zum Ziel setzte sich der Penzberger dann vom Peißenberger ab. Mit 13:06 Minuten lief Speinle – im vergangenen Jahr Zweiter – als Erster über die Ziellinie. „So schnell war ich hier noch nie“, sagte der 23-Jährige. „Aber ich musste auch so schnell laufen“, meinte er mit Blick auf Streicher, der ihm stets im Nacken saß. Mit der Zeit war er „schon zufrieden“, zumal er Hitze nicht unbedingt mag und er unter der Woche für einen anstehenden Hürdenlauf trainiert hatte. Streicher war mit seinem zweiten Platz und der Zeit von 13:15 Minuten auch zufrieden. „Das ist super. Die 3,7 Kilometer sind hier meine Lieblingsstrecke“, sprach er – und hängte sich die Startnummer für den noch folgenden 11,1-Kilometer-Lauf um. Diesen „mache ich zum Training“, sagte er.

Auf der Langstrecke erwies sich Streicher dann als der klar Beste. Nach der ersten Runde lag er noch mit dem späteren Zweiten, Florian Christ, und dem späteren Dritten, Phillip Petri (LC Paderborn), gleichauf. Nach der zweiten von drei Runden hatte er sich schon abgesetzt – und lief jubelnd und mit erhobenen Armen ins Ziel. „Ich habe gehofft, unter 44 Minuten bleiben zu können“, sagte der Peißenberger. Das schaffte er mit 43:27 Minuten locker. „Viel länger hätte es aber auch nicht gehen dürfen“, sagte Streicher.

Als Gesamtzweite und schnellste Frau lief Lokalmatadorin Mikki Heiß (43:31) ins Ziel. „Für das, was ich trainiere, ist die Zeit okay“, sagte die ehemalige deutschen Spitzenmarathonläuferin. Vor zwei Jahren war sie auch nur knapp 40 Sekunden schneller gewesen. Heiß lief „zum ersten Mal mit Damenschuhen“, wie sie lachend erzählte. Für ihre Größe (44) habe sie bisher keine passenden Modelle gefunden und auf Männerschuhe ausweichen müssen.

Besonderen Durchhaltewillen bewies auf der 3,7-Kilometer-Strecke der älteste Teilnehmer, Klemens Reinartz. Der Lenggrieser (Jahrgang 1944) – in Iffeldorf zum fünften Mal dabei – stürzte, als er einem Radler ausweichen wollte. Trotz Schrammen am Knie und am Arm lief er ins Ziel. Reinartz diente auf dem letzten Stück als moralische Stütze für eine Debütantin, die sich ins Ziel kämpfte. Der Lenggrieser verlor dabei ein wenig Zeit, was er locker hinnahm: „Ob ich 30 Sekunden schneller bin oder nicht, ist doch völlig egal.“

Wie in den Vorjahren waren die Athleten des TSV Peißenberg mit großem Aufgebot gekommen. Über 3,7 Kilometer belegten in der Jugendwertung Julius Mock (16:39) und Michael Härtle (17:23) die ersten beiden Plätze. Härtle stürzte über eine Wurzel und verlor so den Anschluss an den Vereinskollegen. Dritter wurde Luis Popp (21:19) vom SV Wielenbach. In den Schülerläufen über 1,0 Kilometer freute sich Christoph Kulla (Jg. 2003) über Rang eins, Martin (Jg. 2005) und Simon Streicher (Jg. 2007) wurden jeweils Zweite. Florian Härtle startete erstmals auf der 11,1-Kilometer-Distanz und war in 55:15 Minuten bester Jugendlicher. Zum ersten Mal überhaupt einen Wettkampf absolvierte Betty Rodriguez Sandoval, Austauschschülerin aus Mexiko. Sie ging über die 3,7 Kilometer die ersten Meter zu schnell an, schaffte es aber ins Ziel.

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