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Stolz auf Platz zwei: Clara Klug und Martin Härtl (links) nach dem Wettbewerb über die Biathlon-Langdistanz. 
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Hurra, wir dürfen zu den Paralympics: Clara Klug und Martin Härtl (hier ein Foto wenige Tage vor dem Start der Wettbewerbe in Canmore) haben die Norm für die Paralympics erfüllt.

Behindertensport

Klug/Härtl lösen Ticket für die Paralympics

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Clara Klug und Guide Martin Härtl haben die Norm für die Paralympics erfüllt. Das Duo lief auf Platz zwei - und Klug sieht noch Reserven bei sich.

Weilheim - Behindertensportlerin Clara Klug (München) und Begleitläufer Martin Härtl (Weilheim) haben die Norm für die Paralympischen Spiele in Pyeongchang (Südkorea) erfüllt: Im ersten Biathlon-Rennen des Weltcup-Winters lösten Klug und Härtl das Ticket. Den Langdistanz-Wettbewerb über 12,5 Kilometer (inklusive vier Schießeinlagen) im kanadischen Canmore beendete das Duo auf dem zweiten Platz. Der Biathlon ist die Spezialdisziplin von Klug. Dort hatte sie im vergangenen Winter drei WM-Medaillen gewonnen.

Rundum zufrieden war die Münchenerin mit ihrem ersten Biathlon-Auftritt in Canmore noch nicht.  „Ich habe noch nicht das Gefühl, alles geben zu können. Beim Schießen hat mir anfangs die Konzentration gefehlt, hinten raus wurde es mit dem Laufen immer schwieriger“, wird sie in einer Mitteilung des Nordic Para-Skiteam Deutschland zitiert. „Ich weiß, woran ich in den nächsten Monaten noch arbeiten möchte.“

Nach der ersten von insgesamt fünf Runden lagen Klug und Härtl auf dem vierten Rang. In der Folge kämpfte sich das Duo sukzessive nach vorn. Klug leistete sich im ersten und zweiten Schießen jeweils einen Fehler, danach blieb die 23-Jährige zweimal fehlerfrei. Die Münchenerin startet in der Klasse der Sehbehinderten. Die Athleten schießen dabei jeweils liegend mit einem Lasergewehr auf zehn Meter entfernte elektronische Scheiben. Die Abweichung zum Ziel wird ihnen über Kopfhörer mittels Tönen dargestellt. Die Trefferfläche beträgt 21 Millimeter. Klug und Härtl hatten am Ende eine Laufzeit von 40:20,3 Minuten zu Buche stehen. Wie auf der Langdistanz üblich, wird pro Fehlschuss je eine Minute dazugerechnet. Das Duo kam so auf eine Gesamtzeit von 42:20,3 Minuten. Der Sieg ging an die Russin Mikhalina Lysova (Begleitläufer: Alexey Ivanov) mit 38:34,7 Minuten (1 Fehlschuss). Dritte wurde die Russin Marina Galytsina (Begleitläufer: Maksim Pirogov) in 42:34,1 Minuten (4 Fehlschüsse). Die russischen Athleten sind in diesem Winter zumindest im Weltcup wieder startberechtigt, sie starten allerdings unter der Bezeichnung "NPA" (Neutral Para-Athlete). Die zweite Deutsche im Wettbewerb, Vivian Hösch (Freiburg), landete mit Guide Florian Schillinger auf dem fünften Platz (44:31,8 Minuten/2 Fehlschüsse). „Ich war drei Tage lang krank und konnte nicht auf Ski stehen. Dass es bis zum vierten Schießen so gut laufen würde, hat mich überrascht“, sagte Hösch.

Beim Weltcup in Canmore werden am Wochenende noch ein Biathlon-Sprint (6 Kilometer) und die Biathlon-Verfolgung (10 Kilometer) ausgetragen. Bei ihren davor absolvierten zwei Langlauf-Auftritten in Canmore im Sprint und über die Mitteldistanz hatte Klug jeweils den fünften Platz belegt. Auf einen Start auf der Langdistanz hatte sie verzichtet. Um sich für die Paralympics zu qualifizieren, ist im Weltcup mindestens ein dritter Platz nötig.

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