1 von 3
Als Triathlet erfolgreich, als Rennradler ambitioniert: Lars Konek aus Peißenberg, hier vor dem Logo der Leipziger Messe im Rahmen der „Neunseenclassics“.
2 von 3
Auf dem Podest: Para-Triathlet Lars Konek bei der DM im Sprint in Hamburg.
3 von 3
Lars Konek, auf mehreren Distanzen erfolgreicher Para-Triathlet.

Triathlon

Triathlet Lars Konek und sein Faible fürs Rad

  • schließen

Para-Triathlet Lars Konek (45) hat seine stattliche Medaillensammlung ordentlich erweitert. Demnächst ist der Peißenberg jedoch als reiner Rennradler in Aktion – bei einem Etappenrennen.

Peißenberg – Die Saison ist noch längst nicht vorbei, doch Lars Konek plant schon fleißig fürs kommende Jahr. Der Para-Triathlet aus Peißenberg hat sich schon einige Wettkämpfe herausgesucht, die er unbedingt absolvieren möchte. Dazu gehört die ETU-Multisport-EM am Walchsee in Österreich. Dort will Konek auf der Mitteldistanz in seiner Klasse (PTS5) unbedingt aufs Podest. „Der erste Platz würde mir noch fehlen“, sagt der Athlet vom „Team Erdinger Alkoholfrei“. Silber (2017/in Dänemark) und Bronze (2016/in Österreich) hat er schon gewonnen. Darüber hinaus „überlege ich, ob ich mir noch mal eine Langdistanz antue“, sagt der 45-Jährige mit einem Schmunzeln. Dreimal war er bei der „Challenge“ in Roth am Start, nun möchte er erstmals bei der „Ironman“-Serie antreten; geplant ist ein Start in Hamburg.

Im hohen Norden präsentierte sich Konek in diesem Jahr schon zweimal in starker Form. Bei der deutschen Meisterschaft der Para-Triathleten im Sprint (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) in Hamburg belegte der Peißenberger den zweiten Platz. Mit der Zeit von 1:12:44 Stunden musste er sich nur Lars Hansen (1:04:48/TSV Schleswig) geschlagen geben. „Er ist ein alter Bekannter aus zahlreichen Wettkämpfen“, so Konek. Mit seiner Vorstellung war er zufrieden.

Lars Konek: Zwei DM-Titel in diesem Jahr

In Wilhelmshaven wurden die deutschen Para-Meister auf der Mitteldistanz ermittelt. Dort war Konek, der seit einem Arbeitsunfall eine Fußhebeschwäche hat, der einzige Para-Triathlet. „Das hat mich ein bisschen geärgert. Ich wäre gern gegen andere angetreten“, so der gebürtige Thüringer. Die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen schaffte er in 5:58:22 Stunden. „Ich war von der Zeit her ein bisschen langsamer als im Vorjahr. Aber es herrschte auch viel Wind auf der Strecke“, wird er auf der DTU-Homepage zitiert.

Lars Konek: Am Chiemsee top auf der olympischen Distanz 

Seinen zweiten DM-Titel 2019 holte der 45-Jährige, der bei einer Gebäudemanagement-Firma in Weilheim arbeitet, beim „Chiemsee-Triathlon“. Auf der olympischen Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen/40 Kilometer Radfahren/10 Kilometer Laufen) war er mit der Zeit von 2:52:04 Stunden nicht nur in seiner Klasse ganz vorn, sondern der beste aller PTS-Triathleten (mit Bewegungseinschränkungen). Für ihn war das Ergebnis nicht verwunderlich, „ich war mit den Strecken schon gut vertraut“. Zugleich freute sich Konek über das Ergebnis: „Ich zähle die Titel schon“. Für seinen Sport betreibt der Peißenberg ja auch einen beträchtlichen Aufwand – sowohl zeitlich als auch finanziell. Dankbar ist er, dass der Arbeitgeber ihm entgegen kommt und manchmal für längere Fahrten ein Firmenfahrzeug zur Verfügung stellt.

Lars Konek: Spaß an reinen Rennrad-Rennen gefunden 

Konek ist während des Jahres nicht mehr ausschließlich in Sachen „Triathlon“ unterwegs. Der Radrennsport ist eine weitere Leidenschaft. Mittlerweile hat er auch eine Paracycling-Lizenz. Das Radfahren macht ihm Spaß, „so bekomme ich auch Tempohärte für Triathlon-Wettkämpfe“. Auf dem Veloziped startet er fürs „Radroo-Team“, das vom ehemaligen „Telekom“-Profi Dirk Müller (2006 deutscher Meister im Straßenrennen) initiiert wurde. Die Mitglieder des Teams, 40 Frauen und Männer, können „Corratec“-Räder nutzen.

In Sachen „Renntaktik“ hat Konek bei den Rennen im „German Cycling Cup“, einer deutschlandweiten Serie für Hobbyradler, noch Lehrgeld zahlen müssen. Im Vergleich zu Triathlons – dort ist Windschattenfahren zumeist verboten – wird anders agiert. „Ich darf mich vorn im Wind nicht verheizen“, so Koneks Fazit. Bei den „Neunseenclassics“ in Leipzig wollte er aus einer hinteren Gruppe nach vorn kommen. Zahlreiche andere Fahrer hängten sich bei ihm dran – und zogen im Zielbereich dann vorbei. Die 60 Kilometer fuhr er in 1:39:34 Stunden und belegte in seiner Altersklasse den 45. Platz unter 183 Teilnehmern. Seine beste Platzierung (Rang 21) erreichte er beim Rennen auf dem Schleizer Dreieck. Dort absolvierte Konek 76 Kilometer mit 1300 Höhenmetern in 2:23:23 Stunden.

Lars Konek: Start beim „Riderman“ geplant 

Ende September wird Konek den „Rothaus Riderman“ im Hochschwarzwald bestreiten. Dabei handelt es sich um ein Drei-Etappen-Wettbewerb mit Einzelzeitfahren (16 Kilometer) und zwei Straßenrennen (120 und 100 Kilometer). Schlusspunkt wird dann der „Sparkassen Münsterland-Giro“ im Oktober bilden. Womöglich will Konek seine Radsport-Unternehmungen ausweiten. Eine Medaille bei den Para-Radlern wäre auch eine feine Sache.

Auch das ist interessant: 

Irmi Brosowski siegt beim Kult-Triathlon - Der Allgäu-Triathlon in Immenstadt ist wahrer „Kult“. Bei dem ältesten deutschen Triathlon haben mehrere Athleten des Post SV Weilheim überzeugt, allen voran Irmi Brosowski.

Über Arizona zur Ironman-WM auf Hawaii - Für Lukas Krämer beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Ironman-WM. Demnächst geht es dafür nach Arizona. Zuletzt gewann er einen Halbmarathon, war aber gar nicht zufrieden.

Ein Lauf, der zum Laufen animieren soll - Anziehungspunkt für mehrere hundert Läufer wird Polling am Sonntag, 29. September: Dann findet dort die 14. Auflage des „Hapfelmeier-Laufs“ statt. Die Distanzen sind die altbekannten, für die Athleten ändert sich dennoch einiges.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Absage des Aulaufs trifft TSV Weilheim auch finanziell
Normalerweise halten die Organisatoren um diese Zeit immer eine Pressekonferenz mit Infos zum Aulauf ab. Diesmal gab‘s nur eine Pressemitteilung - mit traurigem Inhalt.
Absage des Aulaufs trifft TSV Weilheim auch finanziell
Eberfing und Seeshaupt sind Meister - aber was ist der Titel wert? 
Die Eberfinger Männer und die Seeshaupter Frauen haben jeweils den Titel in ihrer Spielklasse geholt. Die Sektkorken knallen allerdings nicht, stattdessen herrscht …
Eberfing und Seeshaupt sind Meister - aber was ist der Titel wert? 
Merkur CUP fällt dieses Jahr aus
Die Ansteckungsgefahr ist einfach zu groß: Deshalb fällt der Merkur CUP in diesem Jahr aus. Das hat Uwe Vaders, Gesamtleiter des U11-Fußball-Turnieres, bekannt gegeben.
Merkur CUP fällt dieses Jahr aus
Ganghoferlauf mit Sonne und Schneefall: Zwei Klassensiege beim Jubiläum
Eine Rekord-Beteiligung wurde beim 50. Ganghoferlauf verzeichnet. Mit dabei waren auch Skilangläufer aus dem Landkreis. Zwei Frauen landeten in ihren Klassen ganz vorn.
Ganghoferlauf mit Sonne und Schneefall: Zwei Klassensiege beim Jubiläum