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Ein Geschwisterpaar obenauf: Selina und Daniel Steber vom TSV Peiting holten bei der Jugend-DM im Zielwettbewerb jeweils die Goldmedaille.

Stockschießen

Dreimal Hochspannung: Peitinger Stockschützen erfolgreich auf ganzer Linie

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  • Katrin Kleinschmidt
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Die Stockschützen des TSV Peiting reihen Erfolg an Erfolg. Das Männer-Team ist ins Halbfinale der Champions League eingezogen. Und die Geschwister Selina und Daniel Steber präsentierten sich bei der Jugend-DM als nervenstark.

Peiting – Christian Lindner, Abteilungsleiter der Peitinger Eisstockschützen, kann zuversichtlich in die Zukunft blicken. Der Nachwuchs im Verein hat in der Sommer-Saison gezeigt, „dass er, wie auch die Damen und Herren, auf höchstem Niveau agiert und dem Druck gewachsen ist“, so Lindner. Einen Beweis dafür lieferten die TSV-Youngster bei der deutschen Jugend-Meisterschaft im Zielwettbewerb in Kühbach (Landkreis Aichach-Friedberg). Die Geschwister Selina und Daniel Steber holten in ihren Klassen jeweils nach einer Aufholjagd die Goldmedaille.

Selina Steber bot bei der U-16 in der Vorrunde „eine solide Leistung“, so Lindner. Mit 253 Punkten (137/116) erreichte sie als Zweite das Finale. Dort zeigte Steber konstante Leistungen (121/125) und überflügelte die nach der Vorrunde mit 27 Punkten führende Regina Maier (SV Kay), der am Ende Bronze blieb. Auf Silbermedaillengewinnerin Magdalena Eichinger (ESC Geisenhausen) hatte Steber 14 Punkte Vorsprung.

TSV Peiting: Daniel Steber im Finale glänzend  

Ähnlich wie bei seiner Schwester lief die Meisterschaft für Daniel Steber. Er hatte in der U-19-Klasse nach den ersten beiden Durchgängen 276 Punkte zu Buche stehen, was ihm den dritten Platz bescherte. Im Finale der besten sechs war dann Steber eine Klasse für sich: Mit 162 Punkten schob er sich zunächst auf den Silberrang. Im letzten Durchgang glänzte er mit 174 Punkten, dem zweitbesten Resultat der gesamten U-19-Konkurrenz. Mit insgesamt 615 Punkten holte sich der Peitinger damit Gold vor Fabian Greil (SV Windberg/602) und Sebastian Fenzl (EC Hauzenberg/560).

Die dritte TSV-Stockschützin in Kühbach, Franziska Lindner, startete in der U-19-Klasse. Mit 207 Punkten verpasste sie das Finale der besten vier um 20 Zähler und wurde Sechste.

TSV Peiting: Wahrer Krimi in der Champions League 

Wahrlich nichts für schwache Nerven war das parallel zur Jugend-DM laufende Heimspiel der Peitinger Männer in der Champions League gegen den EV Rottendorf (Österreich). Mit 13 Punkten in den letzten drei Kehren des fünften Spiels schafften die Peitinger noch ein Remis, das ihnen den Einzug ins „Final Four“-Turnier bescherte. Aufgrund des besseren Spielpunkte-Verhältnisses behauptete Peiting gegenüber Luttach (Italien) den zweiten Platz in der Gruppe B.

Mit je einem Break in Kehre drei und fünf holten sich die Peitinger vor 150 Zuschauern das erste Spiel mit 14:6. Doch danach leisteten sie sich Fehler – mit einem 2:2 ging es in die Pause. „Das dritte Spiel begann hochklassig“, berichtete Christian Lindner. Allerdings zogen die Peitinger mit 7:16 den Kürzeren. Im fünften Spiel trennten sich beide Teams mit 11:11, wobei Peiting zurücklag. „Durch eine fehlerlose sechste Kehre erkämpften wir uns noch das Unentschieden mit einer sehr schweren Mass im letzten Versuch durch Alexander Vöst“, berichtete Lindner. Rottendorf führte insgesamt mit 5:3 und hatten den Gruppensieg sicher, die Peitinger mussten im Fernduell mit Luttach noch bangen.

TSV Peiting: Matthias Unglert und das Problem mit dem Stock 

Das fünfte Spiel startete mit vier Kehren ohne Break. Es stand 8:6 für Rottendorf. Peiting musste ein Break schaffen. Durch ein gutes Anspiel von Michael Lindner (er verzichtete für die Partie auf die Teilnahme an der Jugend-DM) kam der Fehler auf Rottendorfer Seite. Peiting konnte den Nachschuss halten. Matthias Unglert hatte mit seinem letzten Versuch die Chance, eine Drei perfekt zu machen. „Leider ging sein Stiel beim Plattenwechsel kaputt“, so Christian Lindner. „Er musste den Versuch mit einem ganz neuen Stiel absolvieren.“ Das gelang – und Peiting stellte auf 9:8. In Kehre sechs wabbelten die Peitinger hinter den EVR-Stock. Der Versuch, den Stock abzuspielen, misslang. Der TSV hatte mit 16:8 gewonnen und so auf 5:5 gestellt.

Im „Final Four“-Turnier am 21. September in Lampoding (Landkreis Traunstein) trifft der TSV Peiting um 12 Uhr im Halbfinale auf den FC Ottenzell. Das andere Semifinale bestreiten der EV Rottendorf und SU St. Willibald.

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