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Jubeln mit „Welle“ und „Raupe“: die Ringer der ersten Penzberger Mannschaft nach dem 18:17-Erfolg über den SC Anger II.
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Engagierte Leistung: Tobias Bauer (rotes Trikot) zeigte in seinem Freistil-Kampf gegen Lorenz Hagelauer viel Einsatz. Der Penzberger verlor am Ende nur knapp mit 0:1 nach Punkten.

Ringen

Hochspannung beim AC Penzberg: Martin Welk im rechten Moment hellwach

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Die Ringer des AC Penzberg haben im ersten Heimkampf der Bayernliga den ersten Saisonsieg geholt. Die entscheidenden Punkte fuhr ein Athlet ein, der in der Woche davor nach einer deutlichen Führung verloren hatte.

Penzberg – Die Athleten der 75-Kilo-Klasse sind bei Weitem nicht die schwersten auf der Matte, aber auf ihnen liegt oft eine ganz schwere Last. Die beiden Kämpfe (Freistil, griechisch-römisch) in dieser Klasse beenden laut Reglement den zehn Duelle umfassenden Mannschaftskampf. Und oftmals ist es so, dass ausgerechnet dort die Entscheidung fällt. Als Martin Welk im Heimkampf gegen den SC Anger II zum letzten Duell des Abends antrat, war die Situation angesichts eines 14:17-Rückstandes besonders knifflig. Doch der Penzberger löste das Problem auf brillante Art.

Welk, im griechisch-römischen Stil für den AC im Einsatz, nutzte eine Unachtsamkeit seines Gegners, Franz Kern, bei dessen Angriffsversuch geschickt aus. Nach nur 30 Sekunden hatte Welk den Gäste-Ringer geschultert. Vier Punkte wanderten damit aufs Konto der Gastgeber – der 18:17-Sieg war perfekt. In der Woche davor, bei der 14:22-Niederlage gegen den TSV Westendorf II, war Welk noch einer der Pechvögel der „Bayrisch Felser“ gewesen. Da hatte er nach einer 6:0-Führung noch eine Punktniederlage kassiert.

AC Penzberg: Clemens Seidler auch in höherer Klasse souverän 

Zum Start vor rund 180 Zuschauern holte Benedikt Gattinger (57 Kilo, Freistil) seinen ersten Sieg bei den Männern. Der 14-Jährige setzte gegen seinen ebenfalls noch jugendlichen Konkurrenten mehrere Beinschrauben an, die ihm viele Wertungen einbrachten. Gattinger siegte mit technischer Überlegenheit, der AC bekam so vier Punkte. Seinen zweiten Schultersieg in dieser Saison holte Peter Vierke (130 Kilo, griechisch-römisch). In der Klasse bis 61 Kilo waren die Penzberger ohne Kämpfer, Anger bekam somit vier Zähler. Clemens Seidler (98 Kilo, Freistil) trat, bedingt durch den verletzungsbedingten Ausfall von Thomas Kramer, zwei Klassen höher an als gewohnt. Dennoch agierte er gewohnt souverän und holte nach 90 Sekunden einen Schultersieg.

AC Penzberg: 0:1-Niederlage wird am Ende wichtig

Einen laut AC-Vorstandsmitglied Katharina Welk starken Kampf lieferte der 15-jährige Tobias Bauer (66 Kilo, Freistil) gegen Lorenz Hagelauer ab. Am Ende unterlag der AC-Ringer knapp nach Punkten, „weil sein Gegenüber einen kleinen Ticken aktiver war“, berichtete Welk. Dass Bauer nur mit 0:1 verlor, sollte sich später als wichtig für die Gastgeber herausstellen, denn so hatten sie letztlich noch die Chance auf den Sieg.

AC Penzberg: Alex Horst holt einen Punktsieg  

Nach der Pause gelang Alexander Horst (86 Kilo, griechisch-römisch) ein Punktsieg gegen den körperlich starken Dennis Baumgartner. Die Penzberger lagen nun mit 13:5 in Führung. In der Folge gab es für den AC erst einmal nichts zu holen. Alexander Dürr (80 Kilo, Freistil) hatte gegen Ex-Bundesliga-Ringer Markus Fürmann letztlich keine Chance und verlor durch technische Überlegenheit des Kontrahenten. Philip Wrba (71 Kilo, griechisch-römisch) musste ebenfalls die technische Überlegenheit seines Gegners anerkennen. Eine Schulter-Niederlage kassierte danach Abdul Rashid Rahimi (75 Kilo, Freistil). Penzberg lag mit drei Punkten im Rückstand. Somit war Martin Welk gefordert, einen deutlichen Sieg zu holen, was ihm zur Freude der Fans gelang.

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