1 von 3
Auf dem Weg zu Gold: der Penzberger Hugo Mann (hier bei Kilometer 20) war mit 1:26:07 Stunden Bester in der Klasse der Über-65-Jährigen.  
TSV Penzberg Freiburg März 2019 Halbmarathon-DM
2 von 3
Mag Läufe im Regen: Ramona März schaffte mit der Zeit von 1:25:56 Stunden eine persönliche Bestzeit.
3 von 3
Unerwartet gut: Julian Zenke vom TSV Penzberg lief in der Gruppe mit der Frauen-Siegerin Miriam Dattke (vo.).

Leichtathletik

Halbmarathon-DM: Darum lief es bei Ramona März so gut

  • schließen

Bei der Halbmarathon-DM in Freiburg trumpften Athleten des TSV Penzberg auf. Ramona März wusste am Ende genau, warum es bei ihr so gut gelaufen war.

Freiburg – Da stand Hugo Mann nun kurz vor der Siegerehrung in der Halle drei der Freiburger Messe – und befand sich im Zwiespalt der Gefühle. „Man muss Platzierung und Zeit getrennt betrachten“, sagte der Penzberger. „Mit Gold und Platz eins bin ich natürlich sehr zufrieden, mit meiner Zeit aber überhaupt nicht.“ Zum zweiten Mal nach 2017 hatte der 65-Jährige vom TSV Penzberg in seiner Altersklasse den deutschen Titel im Halbmarathon gewonnen. Mit 1:26:07 Stunden war Mann der Beste in der M-65, wobei die Verfolger auf Rang zwei (Jörg Dietrich/LC Rehlingen) und drei (Egbert Zabel /CFC Köthen) knapp 30 Sekunden hinter ihm das Ziel erreicht hatten.

Halbmarathon-DM: Hugo Mann nicht rundum zufrieden

„Ich habe während des Rennens nicht gewusst, wo ich liege. Ich bin einfach mein Rennen gelaufen, wobei ich erstaunlicherweise bereits nach vier Kilometern schwere Beine bekam“, sagte Mann, dessen Bestleistung bei 1:22:35 Stunden liegt. Die Erklärung hatte er schnell gefunden: „Ich habe mich von den harten Trainingswochen in Kombination mit den vielen handwerklichen Tätigkeiten, die mich gerade zu Hause beschäftigen, anscheinend noch nicht ganz erholt.“ Darüber hinaus war das Wetter „nicht unbedingt leistungsförderlich“, so der TSV Penzberg in einer Mitteilung.

Eine Stunde vor dem Start hatte ein Starkregen eingesetzt, der sich erst zur Mitte des Rennens wieder verzog. Bei Temperaturen um die neun Grad mussten die Athleten rund eine Viertelstunde im Startbereich stehen, bevor die knapp 13 000 Teilnehmer des Marathons und Halbmarathons loslegen durften.

Ramona März in Freiburg so schnell wie nie

Nicht allen missfielen die Bedingungen: „Das war genau mein Wetter“, sagte Ramona März, die mit 1:25:56 Stunden eine persönliche Bestleistung über 21,1 Kilometer aufstellte und den 38. Platz im Frauenfeld belegte. „Ich liebe kühle Temperaturen und Regen. Ich hätte im Vorfeld nicht damit gerechnet, dass ich meine Bestzeit um mehr als eine Minute steigern könnte“, so die 26-Jährige vom TSV Penzberg. Ihre Skepsis rührte daher, da sie in den vergangenen Wochen nicht alle Trainingseinheiten wie geplant absolvieren konnte. Aus diesem Grund startete März auf der ersten Hälfte verhalten. Entlang der Dreisam waren knapp 90 Höhenmeter zu überwinden. Auf der zweiten, meist bergab führenden Hälfte beschleunigte sie. Für die letzten zehn Kilometer benötigte März nur 39:05 Minuten.

Julian Zenke überrascht sich in Freiburg selbst 

Ähnlich verlief das Rennen von Regina Bauer, die mit 1:28:39 Stunden zum ersten Mal unter 90 Minuten blieb und Rang 54 belegte. „Nach vier Kilometern musste ich aufgrund von Seitenstechen stehen bleiben. Ich blieb dann so lange stehen, bis das Seitenstechen wieder weg war“, berichtete die 29-jährige Physiotherapeutin. Wie viel Zeit sie durch diese unfreiwillige Aktion verlor, konnte sie nicht sagen. Nur eine Sekunde zu einer persönlichen Bestzeit fehlte Julian Zenke, der von seiner Leistung mehr als überrascht war. Mit 1:11:58 Stunden belegte der 27-jährige Murnauer, der für den TSV Penzberg startet, einen niemals erwarteten 44. Platz bei den Männern. „2019 bin ich vielleicht 30 Kilometer pro Woche gelaufen. Aufgrund des beruflichen Stresses in Basel kam ich kaum zum Trainieren, weshalb ich eher mit einer Zeit von 1:14 Stunden gerechnet hatte“, so Zenke, der in einer Gruppe mit der späteren Frauensiegerin, Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg/1:11:56), lief. „Eigentlich war mir das Tempo am Anfang zu schnell. Aber in der Gruppe entwickelte sich so eine tolle Dynamik, da musste ich einfach mitlaufen“, so Zenke.

Halbmarathon-DM: Markus Brennauer mit Problemen

Nicht wie gewünscht lief es für Markus Brennauer: Er hatte sich in einer Gruppe mit einer Zielzeit von 1:10 Stunden einsortiert, war aber aus dieser nach sechs Kilometern zurückgefallen. „Nach sechs Kilometern bekam ich massive Magenkrämpfe. Das Tempo war eigentlich genau richtig für mich, doch mein Magen hatte andere Pläne“, so der 39-Jährige. Als die Gruppe um Dattke und Zenke an ihm vorbeizog, versuchte er zu folgen. Doch bereits nach einem Kilometer ließ Brennauer auch die Gruppe ziehen und lief wieder alleine. „Ab Kilometer 18 verwandelten sich die Magenkrämpfe in Seitenstechen. So konnte ich wenigstens auf den letzten drei Kilometern wieder etwas Druck machen und lief diese in genau zehn Minuten“, so der Realschullehrer. Mit 1:12:54 Stunden landete er in der M-35-Klasse auf dem fünften Platz. Auf den Bronzerang hatte er 1:15 Minuten Rückstand.

Auch das ist interessant:

Triathlon-Geschwister schaffen besondere Quali - Franca und Simon Henseleit aus Steingaden demnächst in Holland am Start.

Anita Reismanns Rekordlauf in Berlin - Penzbergerin glänzt beim Lauf rund um den Müggelturm.

Radprofis in Burggen am Start - Burggener Straßenpreis am Sonntag, 14. April, zieht Topfahrer an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

TSV Penzberg überrascht als Aufsteiger, Emilia Oswald zweimal top
Überraschend gut lief‘s für die Turnerinnen aus Penzberg in der Landesliga. Freude herrschte auch bei Emilia Oswald, die gleich zweimal ganz oben auf dem Podest stand.
TSV Penzberg überrascht als Aufsteiger, Emilia Oswald zweimal top
TSV Weilheim nicht ganz vorn, aber dennoch erfolgreich
Zu Gold reichte es für die Rhönrad-Turnerinnen des TSV Weilheim bei der bayerischen Meisterschaft der Bundesklasse nicht. Das Turnier war für sie dennoch ein Erfolg.
TSV Weilheim nicht ganz vorn, aber dennoch erfolgreich
Paul Hahn beißt sich durch: Mit Schürfwunden in die Top Ten
Beim „Andechs Trail“ gingen Top-Läufer an den Start. Vorn mischten auch Landkreis-Athleten mit. Dazu gehörte Paul Hahn, der allerdings bei einem Sturz großes Pech hatte.
Paul Hahn beißt sich durch: Mit Schürfwunden in die Top Ten
Auf nach Warendorf: Cosima von Fircks freut sich über besondere Nominierung
Die Freude ist groß bei Cosima von Fircks: Die Reiterin hat eine Einladung zu einem bedeutendem Dressur-Championat erhalten, obwohl bei der Sichtung nicht alles gelang.
Auf nach Warendorf: Cosima von Fircks freut sich über besondere Nominierung