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Mareike Ressing und Hugo Mann bescheren dem TSV Penzberg zwei DM-Medaillen

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Von: Paul Hopp

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Taktik war Trumpf im 1500-Meter-Rennen in Erding, in dem sich Mareike Ressing (l.) vom TSV Penzberg am Ende gegen Monika Fischer (r.) durchsetzte.
Taktik war Trumpf im 1500-Meter-Rennen in Erding, in dem sich Mareike Ressing (l.) vom TSV Penzberg am Ende gegen Monika Fischer (r.) durchsetzte. © Ludwig Stuffer

Die eine startete in Erding, der andere in Saarbrücken - erfolgreich waren beide. Mareike Ressing (52) und Hugo Mann (68) bescherten dem TSV Penzberg DM-Medaillen.

Erding/Saarbrücken – Ihre Wettkampforte lagen gut 460 Kilometer auseinander, die Disziplinen waren völlig unterschiedlich. Am Ende hatten Mareike Ressing und Hugo Mann doch eine Gemeinsamkeit: Beide Senioren-Athleten des TSV Penzberg standen bei einer deutschen Meisterschaft am vergangenen Sonntag auf dem Podest.

Mareike Ressing läuft in Erding zu DM-Gold

Sie war als Favoritin angetreten „und wurde ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht“, lobte TSV-Trainer Markus Brennauer. Mareike Ressing sicherte sich in Erding souverän den DM-Titel der Altersklasse W50 über die 1500 Meter. Die 52-jährige Läuferin des TSV Penzberg setzte sich mit der Zeit von 5:14,53 Minuten durch und verwies Monika Fischer (LG Kreis Dachau/5:15,98) und Gabi Müller-Scherzant (TuS Deuz/5:20,43) auf die weiteren Plätze. Das Starterinnenfeld umfasste neun Athletinnen.

In einem taktischen Rennen übernahm zunächst Fischer die Führung und behielt diese auf den ersten drei Runden. Immer dicht dahinter lief Ressing, die auf ihren Endspurt vertraute. Und diesen packte die Bad Tölzerin auf den letzten 200 Metern aus und distanzierte ihre Kontrahentin um eineinhalb Sekunden. „Ich hatte mich in den vergangenen Wochen punktgenau auf die 1500 Meter vorbereitet und bin nun überglücklich, dass mein Plan aufgegangen ist“, so die erfahrene Läuferin.

Ressing liegt in der DLV-Bestenliste der W50-Läuferinnen gleich in zwei Disziplinen derzeit an der ersten Stelle. Über 1500 Meter nimmt sie mit 5:05,10 Minuten den Top-Platz ein. Erzielt hatte sie diese Zeit Ende Juli bei der bayerischen Seniorenmeisterschaft „Lauf/Sprung/Wurf“ im Münchener Dantestadion. Die deutschlandweite 5000-Meter-Liste führt Ressing mit 19:05,36 Minuten ganz überlegen an. Gelaufen war sie diese Zeit im Juni, ebenfalls im Dantestadion, beim „Leichtathletikabend“. Im Frauen-Feld belegte sie dabei den fünften Platz.

Auf dem Weg zu Silber: Hugo Mann (links) lief in Saarbrücken die 10 Kilometer in 40:19 Minuten. Rechts zu sehen ist M55-Läufer Peter Hertle (Rhein-Wied).
Auf dem Weg zu Silber: Hugo Mann (links) lief in Saarbrücken die 10 Kilometer in 40:19 Minuten. Rechts zu sehen ist M55-Läufer Peter Hertle (Rhein-Wied). © Privat

Hugo Mann läuft in Saarbrücken zu DM-Silber

Wie Mareike Ressing war auch Hugo Mann mit seinem Abschneiden zufrieden. Der 68-jährige Penzberger gewann bei der deutschen Meisterschaft im 10-Kilometer-Straßenlauf in Saarbrücken Silber in der Altersklasse „M65“. Mann überquerte nach 40:19 Minuten die Ziellinie. Schneller war nur Peter Eckes (LG Bad Soden), der mit 39:52 Minuten als einziger Starter dieser Altersklasse unter 40 Minuten blieb. Bronze ging an Gerold Knisel (LAV Stadtwerke Tübingen/40:30 Minuten).

Bei zwölf Grad Celsius und relativ starkem Wind startete Mann verhalten in sein Rennen. „Im Gegensatz zu den bayerischen Halbmarathon-Meisterschaften vor zwei Wochen bin ich dieses Mal diszipliniert angelaufen“, so der erfahrene Läufer. Diese etwas defensivere Renntaktik zahlte sich aus, da er sein Tempo halten und so seine Verfolger auf Distanz halten konnte. Nur Sieger Eckes war schon zu weit enteilt, was Mann aber nicht wusste. „Von Beginn bis Ende des Rennens konnte ich nicht herausfinden, ob noch ein Läufer aus meiner Altersklasse vor mir läuft.“

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Auf dem 2,5-Kilometer-Rundkurs waren sämtliche Läufer der Altersklassen von der M50 aufwärts gestartet. Aber Mann trauerte dem verpassten Titel keineswegs hinterher, sondern freute sich über die Silbermedaille. Das Rennen und auch das Resultat habe ihm „einmal mehr Spaß gemacht“. Mit seiner Zeit war er auch zufrieden, „auch wenn es gemäß Trainingsleistung eigentlich für eine 39er-Zeit hätte reichen können“.

In wenigen Tagen hat der Penzberger Langstrecken-Spezialist schon die nächste Chance auf eine DM-Medaille. Bei der deutschen Halbmarathon-Meisterschaft in Ulm zählt er am Sonntag wieder zu den Favoriten.

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