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Rekord pulverisiert: Julia Rath lief mit 2:50,92 Minuten über 1000 Meter eine bayerische Hallen-Bestzeit für die U-16, U-18 und U-20.
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Eine bayerische Topläuferin: Julia Rath.

Leichtathletik

„Wusste nicht, ob ich das durchhalte“: Julia Rath läuft Fabel-Rekord

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Die Leichtathleten des TSV Penzberg haben beim Sprint-Cup in Fürth diverse Top-Platzierungen und -Zeiten erreicht. Für den Höhepunkt sorgte Julia Rath (15), die in einem Rennen gleich drei Bestmarken verbesserte.

Fürth – Julia Rath hatte sich an die spätere Siegerin der Frauen-Konkurrenz, Kerstin Hirscher (LAC Quelle Fürth), „angehängt“. Und die doppelt so alte Konkurrentin war pfeilschnell unterwegs. Die 800-Meter-Marke war nach 2:17 Minuten passiert – Rath kamen da doch einige Zweifel. „Ich wusste nicht, ob ich das durchhalte. Eigentlich wollte ich langsamer angehen“, berichtete die 15-jährige Penzbergerin. „Doch alle haben mir zugerufen, ich soll einfach dran bleiben. Das habe ich getan und bin natürlich super-zufrieden.“ Mit der Zeit von 2:50,92 Minuten belegte Rath hinter Hirscher (2:49,68) beim Fürther Sprintcup den zweiten Gesamtplatz auf der 1000-Meter-Strecke.

Julia Rath: Rekord für drei Altersklassen 

Mit ihrem Auftritt hatte Rath die bayerische U-16-Hallenbestzeit (2:59,10) regelrecht pulverisiert – und es kam noch besser. Ein Blick in die Rekordbücher zeigte, dass das Mittelstreckentalent vom TSV Penzberg auch schneller als die gültigen Bestmarken der U-18 und U-20 war. Diese standen bei 2:55,99 Minuten und wurden jeweils von Renee Havenga (LAC Quelle Fürth) gehalten. „Renee war damals auch auf der Sportschule in Nürnberg, hatte dieselben optimalen Trainingsbedingungen und war deutsche Vizemeisterin über 3000 Meter. Das zeigt, wie hochwertig Julias Rekordlauf war“, war Trainer Jörg Stäcker sichtlich beeindruckt von Raths Leistung.

Julia Rath: Zweitbeste Frau über 1000 Meter 

Der Auftritt der 15-Jährigen war aus Penzberger Sicht der Höhepunkt, doch auch andere TSV-Athleten präsentierten sich beim Fürther Sprint-Cup in starker Form. So steigerte Andreas Kölbl seine 600-Meter-Hallenbestzeit auf 1:24,56 Minuten. Damit war er knapp 0,30 Sekunden schneller als vergangenes Jahr und wurde Vierter. Nur 0,11 Sekunden fehlten ihm auf das Podest. Nach 400 Metern sah es nicht so aus, als ob der 25-jährige Sindelsdorfer in den Kampf um die Top-Plätze würde eingreifen können, da er zu diesem Zeitpunkt 20 Meter Rückstand auf das Spitzentrio hatte. Doch mit einer „sensationellen Schlussrunde von 26,6 Sekunden hätte er sich fast noch Bronze geschnappt“, so der TSV in einer Mitteilung.

TSV Penzberg: Colin Klein Bester der U-18-Klasse 

Colin Klein war mit 1:31,90 Minuten schnellster U-18-Läufer – und das bei seinem ersten 600-Meter-Rennen überhaupt. Im zweiten Zeitlauf hatte zunächst Vereinskamerad Michael Speinle die Führung übernommen und führte das Feld nach zwei gleichmäßig gelaufenen Runden an. „Ich habe mich gut gefühlt, deshalb bin ich vorneweg gelaufen“, so der 25-Jährige. Doch nach 500 Metern verließen ihn die Kräfte und der 16-jährige Klein zog vorbei. Julian Herter steigerte seine 600-Meter-Bestzeit auf 1:33,11 Minuten, Sven Lange wurde – ebenfalls mit persönlichem Rekord – in 1:35,98 Minuten Vierter in der U-18. Speinle belegte nach 1:33,93 Minuten den sechsten Platz bei den Männern.

Einige Stunden davor hatten über die 30 Meter mit fliegendem Start die TSV-Athleten Klein (3,32 Sekunden), Lange (3,32) und Herter (3,33) neue persönliche Bestzeiten aufgestellt. Damit steigerte sich das Trio im Vergleich zum Vorjahr deutlich, vor allem Herters Steigerung war mit 0,17 Sekunden beachtlich.

TSV Penzberg: Hannah Ackermann läuft Vereinsrekord 

Für Hanna Ackermann blieben die Uhren im 30-Meter-Sprint bei 3,61 Sekunden stehen. Das bedeutete für die bayerische 300-Meter-Hürden-Vizemeisterin einen Vereinsrekord. Die 15-Jährige absolvierte nicht nur den Sprint-Dreikampf („30 Meter fliegend“, 60 Meter und 150 Meter), sondern sie stellte sich auch einem Kadertest. Dabei standen Kugelstoßen und Fünfer-Sprunglauf auf dem Programm. Trotz dieser Zusatz-Belastung gab sie über die abschließenden 150 Meter noch einmal alles, und zeigte mit 20,35 Sekunden eine gute Leistung. Im Sprint-Dreikampf bedeutete das den 13. Platz in der U-18.

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