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Stark drauf über 600 Meter: Andreas Kölbl absolvierte die ungewohnte Distanz in 1:22,40 Minuten.
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Starker Saisoneinstand: Sprinter Raffieu Deen Johnson lief die 150 Meter in 16,45 Sekunden und wurde Zweiter.
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Herausforderung „Wassergraben“: Marvin Bertram (l.) und Luk Jäger (r.) lieferten ein starkes 2000-Meter-Hindernisrennen ab. 

Leichtathletik

Luk Jäger strauchelt am Wassergraben - und legt dann richtig los

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„Krummes Ding“ heißt ein Sportfest in Gilching. Luk Jäger hatte im 2000-Meter-Hindernisrennen eine Schrecksekunde zu überstehen, löste die Situation aber ausgezeichnet.

Penzberg – Erst eine Schrecksekunde und dann die DM-Norm: Luk Jäger erlebte beim Sportfest „Krummes Ding“ in Gilching ein ganz spezielles Rennen über die 2000 Meter Hindernis. Mit 6:21,98 Minuten blieb er acht Sekunden unter der Norm für die Jugend-DM und sicherte sich den Sieg in der Altersklasse U-18. Zugleich steigerte er seine Bestzeit aus dem Vorjahr um etwas mehr als zwei Sekunden.

In der ersten Runde passierte Jäger ein Missgeschick, als er nach der Überquerung des Wassergrabens einem anderen Läufer in die Hacken trat, der daraufhin stürzte. Auch der 16-jährige Penzberger kam fast zu Sturz – und verlor obendrein den Kontakt zum Vereinskollegen Marvin Bertram. Doch Luk Jäger ließ sich nicht beirren, kämpfte sich wieder an Bertram heran und durfte sich im Ziel schließlich freuen.

TSV Penzberg: Corinna Braun wagt sich über die Hindernisse 

U-20-Athlet Bertram stellte in Gilching mit 6:20,53 Minuten zwar eine persönliche Bestzeit auf, doch die DM-Norm von 6:15 Minuten verpasste der 17-Jährige, der laut TSV-Coach Markus Brennauer ein gleichmäßiges Rennen gezeigt hatte. Bertram belegte in seiner Altersklasse hinter Florian Bremm (TV Leutershausen/6:12,73) den zweiten Rang. Ganze vorn in diesem Rennen mit Athleten aus mehreren Altersklassen lief lange Zeit Nick Jäger, der sich mit Niklas Buchholz (LSC Höchstadt) ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte. In der ersten Runde war zunächst Buchholz vorn, dann übernahm Jäger für die nächsten zwei Runden die Führung. 700 Meter vor dem Ziel übernahm dann wieder Buchholz die Führung und beschleunigte. Die so Lücke wurde immer größer, obwohl Jäger nicht locker ließ. Im Ziel waren beide mit ihren Zeiten nicht ganz zufrieden. Am Ende stand für Buchholz 5:50,07 Minuten, für den Penzberger 5:54,16 Minuten auf der Uhr.

Zum ersten Mal nahm Corinna Braun Wassergraben und Hindernisse in Angriff. Mit 8:09 Minuten über die 2000 Meter Hindernis holte sie sich den Sieg in der W-15-Klasse. Braun überquerte den Wassergraben sicher und überzeugte mit einer der besten Hürdentechniken im 13-köpfigen Teilnehmerfeld der Frauen, weiblichen Jugend und Schülerinnen.

TSV Penzberg: Andreas Kölbl über 600 Meter „extrem stark“ 

Als „extrem stark“ bezeichnete Trainer Brennauer den Auftritt von Andreas Kölbl, der über 600 Meter mit 1:22,40 Minuten eine persönliche Bestzeit aufstellte. Angesichts der hohen Leistungsdichte war Kölbls vierter Rang aller Ehren wert. Der DM-Sechste über 1500 Meter, Adrian König-Rannenberg (LSC Höchstadt), sorgte zunächst für ein sehr hohes Tempo. Die ersten 200 Meter lief das Feld in 25,0 Sekunden, nach 400 Metern zeigte die Uhr 51,5 Sekunden. Zu diesem Zeitpunkt lagen alle acht Teilnehmer des Finallaufs noch innerhalb einer halben Sekunde. Auf den letzten 200 Metern kämpften dann alle mit dem sehr hohen Anfangstempo, wobei sich die beiden Münchener 400-Meter-Spezialisten Vincent Schwenk (1:20,66) und Sebastian Gleissl (1:21,12) vor König-Rannenberg (1:21,44) durchsetzten.

Im B-Finale zeigten Marinus Huppenberger (1:28,49/13. Gesamtplatz) und Michael Speinle (1:30,29/15.), „dass sich das zehn-tägige Trainingslager an Ostern in der Toskana schon jetzt bezahlt macht“, so Brennauer. Beide glänzten mit persönlichen Rekorden. Julian Herter verbesserte sich um satte vier Sekunden auf 1:34,19 Minuten. Der 15-Jährige stellte in dem Rennen sogar eine 400-Meter-Bestzeit auf, da er für die erste Stadionrunde nur 60,5 Sekunden benötigte. Im Feld der Altersklasse U-18 bedeutete das den vierten Rang. Vereinskamerad Sven Lange schaffte – obwohl leicht erkältet – mit 1:38,59 Minuten auch einen Hausrekord und wurde damit Achter.

Penzbergs schnellster Sprinter, Raffieu Deen Johnson, musste über 80 Meter mit 9,05 Sekunden nur Jugend-WM-Teilnehmer Fabian Olbert (LG Stadtwerke München/8,81) den Vortritt lassen. Über 150 Meter belegte Johnson mit 16,45 Sekunden Rang zwei hinter 400-Meter-Hürden-Spitzenmann Michael Adolf (Gräfelfing/16,05). Etwas hinter seinen Erwartungen zurück blieb Matthias Bauer über die 150 Meter (18,02 Sekunden/7. Platz) und die 300 Meter (37,75/10.).

TSV Penzberg: Julia Rath macht DM-Start perfekt 

Mehr als zufrieden mit ihrem Auftritt über die 300 Meter war Julia Rath (15), auch wenn sie „nur“ Vierte geworden war. Um sich für die deutsche Schülermeisterschaft zu qualifizieren, musste sie im 300-Meter-Sprint unter 46 Sekunden bleiben, was ihr mit 44,25 Sekunden souverän gelang. Bei der DM wird sie über 800 Meter oder 3000 Meter starten. Allerdings fordert der Deutsche Leichtathletik Verband, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur in ihrer Spezialdisziplin eine bestimmte Norm unterbieten, sondern sie auch in einer anderen Disziplin schaffen müssen, weshalb die junge Penzbergerin die lange Sprintdistanz wählte.

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