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Der Spaß hielt sich in Grenzen: Markus Brennauer vom TSV Penzberg hatte auf der „Basetrail XL“-Strecke Probleme, das Tempo der Besten mitzugehen. Er landete am Ende auf dem achten Platz.

Laufsport

Markus Brennauers Leiden beim „Zugspitz Ultratrail“

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„Sicherheit geht vor“ – das war die Devise beim „Zugspitz Ultratrail“. Wegen Gewittergefahr wurden die Strecken verkürzt. Markus Brennauer war trotz eines Top-Ten-Platzes überhaupt nicht zufrieden.

Grainau – Schon kurz nach dem Start wusste Markus Brennauer, dass es ein schwieriger Tag für ihn werden würde. „Bereits auf den ersten Kilometern habe ich gemerkt, dass meine Muskulatur nicht wirklich fit ist“, berichtete der 39-Jährige vom TSV Penzberg. Er hatte den „Basetrail XL“ in Angriff genommen, der über 38,5 Kilometer (2000 Höhenmeter bergauf/2100 Höhenmeter bergab) von Mittenwald nach Grainau führte. Am Ende belegte Brennauer den achten Platz, mit 4:01:10 Stunden blieb er jedoch „deutlich hinter den Erwartungen zurück“. Der Sieg ging an den Franzosen Pierre-Emmanuel Alexandre (3:34:09), Zweiter wurde Christoph Hillebrand (3:38:50), mit dem Brennauer zuvor Teile der Strecke abgelaufen war.

Zugspitz-Ultratrail: Brennauer hat mit Krämpfen zu kämpfen 

Am Ferchensee, nach fünf Kilometern, hatten sich die späteren drei Erstplatzierten abgesetzt. Brennauer lief zu diesem Zeitpunkt mit dem späteren Vierten, dem Kemptener Sven Perleth (3:54:11), mit dem er sich bis fünf Kilometer vor dem Ziel ständig duellierte. „Bereits auf den Flachstücken zum Schloss Elmau lief es absolut nicht rund, später kamen dann noch Krämpfe hinzu“, so Brennauer. Diese Probleme führten zu der für ihn „paradoxen Situation“, dass er vor allem auf den ebenen Streckenabschnitten und auf den Bergabstücken viel Zeit verlor. Auf den Bergaufstücken konnte Brennauer immer wieder Zeit gutmachen und sich von Perleth absetzen.

Auf dem 1200-Höhenmeter-Anstieg von der Partnachalm bis hinauf zum Osterfelderkopf lieferte der Penzberger die drittschnellste Zeit des Tages ab. Doch auf den abschließenden neun Kilometern (mit 1300 Höhenmetern bergab) verlor Brennauer mehr als 15 Minuten auf die Schnellsten und fiel vom vierten auf den achten Platz zurück. Auf derselben Distanz war Patrick Schneider am Start; der Schongauer belegte mit 7:31:18 Stunden den 218. Platz unter 256 Athleten in der „Men“-Klasse. Schnellste Frau war Ex-Biathletin Laura Dahlmeier (SC Partenkirchen) in 4:15:38 Stunden. Rang drei ging an die Münchnerin Carola Dörries (4:30:30), die beim Gögerltraillauf in Weilheim gewonnen hatte. Die Basetrail-XL-Strecke war kurzfristig leicht verändert worden, da der Abschnitt vom Osterfelderkopf zum Hupfleitenjoch zu viele Schneefelder aufwies. Darüber hinaus wurde der Start wegen der Gewittergefahr vorverlegt.

Zugspitz-Ultratrail: Streckenverkürzung wegen Gewittergefahr 

Die schlechten Wetterprognosen nahmen die Veranstalter auch zum Anlass, sowohl die Ultratrail- als auch die Supertrail-XL-Strecke auf 63,5 Kilometer zu verkürzen. Als die Entscheidung verkündet wurde, quittierten die Sportler das mit Klatschen. Ein Problem war allerdings, dass sich am ersten Anstieg die Läufer stauten, wie Athleten berichteten. Dadurch, dass die Strecken zusammengelegt wurden, kam es an diversen Verpflegungsstationen auch zu Engpässen, was für die Beteiligten ärgerlich war. Ab der Partnachalm, rund 20 Kilometer vor dem Ziel, lief es in dieser Hinsicht besser. Die Streckenverlegung zwischen Hochalm und Längenfelder war laut Athleten gut gelöst, das Sturzpotenzial „massiv verringert“.

Auf der Supertrail-Strecke liefert das Penzberger Ehepaar Diana und Dieter Güntner eine starke Leistung ab. Diana Güntner kam nach 12:06:17 Stunden im Ziel an, was in der Wertung der „Senior Master Women“ den elften Platz unter 26 Finisherinnen bedeutete. Dieter Güntner absolvierte die 63,5 Kilometer (2984 Höhenmeter bergauf/3345 Höhenmeter begab) in 9:42:52 Stunden. Damit landete er bei den „Senior Master Men“ auf dem 18. Platz unter 182 Läufern im Ziel. Insgesamt finishten den Supertrail 1073 Frauen und Männer.

Zugspitz-Ultratrail: Kohlhund lässt sich nicht stressen 

Einen beachtlichen Auftritt legte auch Andreas Kohlhund hin. Der Athlet des SV Söchering kam nach 10:41:07 Stunden im Ziel an. Bei den „Men“ belegte er unter 427 Teilnehmern den 202. Rang. Kohlhund fand seine Leistung „wirklich in Ordnung“, vor allem angesichts der Tatsache, dass er in den vergangenen drei Monaten nur dreimal mehr als 15 Kilometer gelaufen war. Im Vergleich zum vergangenen Jahr war der Obersöcheringer etwas langsamer, „aber ich wollte mich auch nicht stressen“.

Die dritte Distanz, „Basetrail“, war 25,2 Kilometer lang. Auf ihr waren 1595 Höhenmeter bergauf und 1548 Höhenmeter bergab zu überwinden. Der Peißenberger Dominik Hohenleitner belegte bei den „Men“ mit 3:15:26 Stunden den guten 19. Platz unter knapp 230 Finishern.

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