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Stets an der Spitze des Feldes: Markus Brennauer (rechts) beim 25 Kilometer langen Drachenlauf.

Leichtathletik

Geglückte Drachenlauf-Premiere für Brennauer

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Der Drachenlauf in Königswinter hat ein anspruchsvolles Profil. Markus Brennauer (TSV Penzberg) bremste das nicht. Er musste nur einem Läufer den Vortritt lassen.

Penzberg/Königswinter – Die weite Anfahrt hat sich gelohnt: Markus Brennauer erreichte 15. Drachenlauf in Königswinter (in der Nähe von Bonn) den zweiten Platz. Auf der seiner Schilderung nach anspruchsvollen und 25 Kilometer langen Strecke mit 1100 Höhenmetern am Rande des Siebengebirges musste sich der 39-jährige Läufer des TSV Penzberg mit 1:58:20 Stunden nur dem Mitorganisator dieses Wettbewerbs, Daniel Weiser, geschlagen geben.

Markus Brennauer: Nur der Mitorganisator war schneller

Zusammen mit Sören Braun waren die beiden fast das gesamte Rennen über mehr oder weniger gemeinsam an der Spitze gelaufen. „Bei jedem der insgesamt vier langen Anstiege musste ich die beiden davonziehen lassen. In den Downhills konnte ich dann immer die Lücke schließen und teilweise sogar einen kleinen Vorsprung herauslaufen“, schilderte der Penzberger den Rennverlauf. Am letzten Anstieg nach 21 Kilometern, den Bittweg hinauf auf den Petersberg, fiel dann die Entscheidung. „Nach dem ersten Drittel des Anstiegs lag ich knapp in Führung. Dann bin ich leider falsch gebogen. Fairerweise schrie Daniel von hinten, dass ich mich nicht auf dem richtigen Weg befinde.“ Dennoch verlor der Penzberger dadurch zehn bis 15 Sekunden, sodass die drei Kontrahenten wieder gleichauf lagen. Wenige hundert Meter später konnte sich dann Weiler von seinen beiden Mitstreitern lösen.

Markus Brennauer: Am höchsten Punkt setzt er sich ab 

Als der höchste Punkt erreicht war, konnte sich Brennauer von Sören Braun lösen und machte sich auf die Verfolgung des späteren Siegers. „Ich dachte, ich könnte Daniel auf dem letzten Downhill wieder einholen. Doch er hat so extrem Druck gemacht, dass ich die 200 Meter Rückstand kaum reduzieren konnte“, so Brennauer zu den letzten drei Kilometern in Richtung Thomasberg. In dem kleinen Ortsteil von Königswinter lagen Start und Ziel, das Sieger Daniel Weiler nach 1:57:23 Stunden überglücklich, aber auch völlig erschöpft erreichte.

Markus Brennauer: Laufen wie auf einer Rutschbahn

Auch hatte es das Wetter mit den knapp 750 Läuferinnen und Läufern nicht allzu gut gemeint. In der Nacht hatte es zu regnen begonnen, sodass das Laub auf den schmalen Waldwegen die Strecke teilweise in eine Schlitterbahn verwandelte. „Man musste sehr konzentriert laufen, vor allem natürlich bei den teilweise sehr rasanten Downhills“, so der Penzberger, der bergab mit Abstand der schnellste Läufer im Feld war. Unterm Strich war es eine gelungene Premiere für Brennauer bei dieser Veranstaltung. Sieger Daniel Weiser ist hingegen ein alter Hase beim Drachenlauf: Bei allen 15 Wettbewerben war der 35-Jährige mit dabei. Der Lauf trägt im Übrigen seinen Namen nicht nur aufgrund des Drachenfelsen und der Drachenburg, sondern auch aufgrund der Streckenverlaufs. Sieht man sich diesen auf einer Karte an, so ergibt dieser die Form eines Drachens.

Auch das ist interessant:

Herbeck und Jäger „fliegen“ über den Matsch - Die Teilnehmerzahl beim Penzberger Teamtrail steigt kontinuierlich. 116 Zweier-Teams gingen bei der fünften Auflage an den Start. Im Hauptlauf dominierten die Vorjahressieger.

Biathlon-Guide Martin Härtl erhält eine „Beförderung“ - Um in der Weltspitze zu bleiben, ist professionelles Training das A und O. Martin Härtl, Guide von Para-Biathletin Clara Klug, hat diesbezüglich eine gute Nachricht erhalten.

Hugo Mann ist einfach nicht aufzuhalten - Mehr als 21 000 Teilnehmer gingen beim München-Marathon auf die verschiedenen Strecken. Diverse Läufer aus dem Landkreis lieferten starke Auftritte ab, dazu gehörten nicht zuletzt zwei Penzberger.

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