+
Premiere: Erstmals startete Hanna Ackermann (re.) über 400 Meter Hürden. Hinter Lara Holzhauer (l.), bayerische Vizemeisterin 2019, wurde sie Zweite.

Leichtathletik

Hanna Ackermann läuft schneller als gewollt - und schafft besondere Quali

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
    schließen

Bei den Leichtathleten kommt das Wettkampfgeschehen in Fahrt. Die Penzberger Sprinter sind schon gut in Form - dazu zählt auch Hanna Ackermann. Ihr gelang in Vöhringen eine starke Hürden-Premiere.

Vöhringen/Minden – Lange mussten die Leichtathleten des TSV Penzberg auf Wettkämpfe warten. Grund dafür waren die Beschränkungen durch Corona. Jetzt nimmt das Wettkampfgeschehen Fahrt auf. Derzeit sind vor allem die Sprinter in Aktion.

Vöhringen: Besser hätte die Premiere über 400 Meter Hürden für Hanna Ackermann gar nicht laufen können. Die U18-Athletin des TSV Penzberg schaffte beim Vöhringer Sprintmeeting auf Anhieb die Qualifikation für die deutsche Jugendmeisterschaft. Mit 66,50 Sekunden erfüllt sie die Norm auf die Hundertstel-Sekunde. Mit ihrer Zeit belegte Ackermann im Landkreis Neu-Ulm den zweiten Platz in ihrer Altersklasse hinter der bayerischen Vizemeisterin 2019, Lara Holzhauer (TuS Geretsried).

TSV Penzberg: Ackermann schafft DM-Norm auf die Hundertstelsekunde

Die 16-jährige TSV Athletin startete extrem offensiv in ihr Rennen – und wurde am Ende für ihren Mut belohnt. „Eigentlich wollte ich ja nach der erste Hürde etwas langsamer laufen, aber in der Aufregung habe ich das Tempo bis zur vierten Hürde hoch gehalten“, analysierte die Kaderathletin ihr Rennen. Zunächst lag sie noch gleichauf mit Holzhauer. Doch in der zweiten Hälfte des Rennens verlor Ackermann etwas an Geschwindigkeit und büßte so noch zwei Sekunden auf die Siegerin ein. Auf die Dritte, Ilva Seitz (LG Augsburg), hatte die TSV-Sprinterin mehr als zwei Sekunden Vorsprung.

Keinen Konkurrenten in seiner Altersklasse hatte Andreas Kölbl (25). Dem Sindelsdorfer machte dieser eher ungünstige Umstand nichts aus. Er stellte auch ohne zusätzlichen Ansporn seine Bestzeit über die 400 Meter Hürden ein. Mit 52,97 Sekunden unterbot der TSV-Langsprinter zudem die Norm für die deutsche Meisterschaft. „An den ersten vier Hürden war ich immer etwas zu dicht dran, sodass ich etwas bremsen musste“, sagte Kölbl selbstkritisch. Dafür war er mit den letzten 150 Metern sehr zufrieden: „Ich war echt überrascht davon, wie gut es mir auf der Zielgeraden ging.“

TSV Penzberg: Andreas Kölbl stellt Hürden-Bestzeit ein

Über die 400 Meter flach lieferten sich Sven Lange (54,17) und Julian Herter (55,04) ein vereinsinternes Duell um den Sieg bei der U-18. Beide liefen dabei persönlichen Rekord. In einem spannenden Rennen war es zunächst Herter, der das Geschehen dominierte. Der 16-jährige Penzberger legte die ersten 200 Meter in 24,7 Sekunden zurück. „Das war natürlich deutlich zu schnell“, so Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Lange hatte 15 Meter Rückstand. Eingangs der zweiten Kurve wurde der Abstand nicht mehr größer und der 17-jährige Realschüler arbeitete sich langsam heran. 50 Meter vor dem Ziel waren beide Penzberger gleichauf, wobei Herter nun deutlich langsamer wurde: „Meine Beine wurden auf den letzten 50 Metern extrem schwer“, so der Gymnasiast. Lange hingegen verlor kaum an Tempo und hielt seine Geschwindigkeit bis ins Ziel. Herter erholte sich übrigens schnell: Tags darauf schaffte er in Erding mit 54,43 Sekunden erneut eine Bestzeit.

In Vöhringen absolvierten Lange und Herter auch die 200 Meter. Knapp eine Stunde nach dem 400-Meter-Lauf belegte Lange (24,38 Sekunden) in der Addition aller Zeitläufe den zweiten Platz in der U-18. Herter (24,93) wurde Fünfter.

Über die 400 Meter der Männer starteten zwei Penzberger. Matthias Bauer (53,23) wurde Sechster unter 14 Teilnehmern. Nach einem jahr Wettkampfpause habe ihm noch etwas die Tempohärte gefehlt, teilte Bauer mit. Michael Speinle (55,55) landete auf dem achten Platz; er blieb eine Sekunde über seiner Bestzeit.

Für Colin Klein blieb bei seiner Premiere über 400 Meter Hürden die Uhr bei 64,07 Sekunden stehen. Damit belegte er in der U-18-Klasse den zweiten Platz hinter Sebastien Döring (LAC Quelle Fürth/60,32).

TSV Penzberg: Raffieu Deen Johnson zweimal auf Platz eins

Minden: Penzbergs Topsprinter Raffieu Deen Johnson kehrte vom „Leichtathletik-Wochenende“ des SV Minden (Westfalen) mit zwei ersten Plätzen zurück. Das 100-Meter-Finale gewann er mit 10,89 Sekunden gegen Routinier Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid/11,04). Nachdem Johnson im Vorlauf mit 10,91 Sekunden schon Saisonbestzeit gelaufen war, steigerte er sich im Finale, das nur 30 Minuten nach dem Vorlauf stattfand. Dabei konnte er den mehrfachen deutschen Meister und Olympiateilnehmer Alexander Kosenkow (43) in Schach halten.

Eine Stunde nach seinem 100-Meter-Sieg lief der Penzberger dann über 200 Meter mit 22,23 Sekunden Saisonbestzeit. „Leider hat meine Wade 40 Meter vor dem Ziel zugemacht, ansonsten wäre ich unter 22 Sekunden geblieben“, war Johnson überzeugt. Sein Hausrekord liegt bei 22,08 Sekunden.

Auch das ist interessant:

Silbermedaille für Penzberger Beach-Duo - Wegen Corona verlegten die Volleyballer ihr Training aus der Halle auf den Beachplatz. Das brachte nun Erfolge. So glänzte das U19-Team Birck/Zölzer bei der Bezirksmeisterschaft.

Cosima von Fircks siegt auf internationaler Bühne - Auf dem Hof Kasselmann bei Hagen traten Top-Reiter zur Dressur an. Bei den Jungen Reitern startete Cosima von Fircks - und sorgte mit „Easy Fellow“ im internationalen Feld für Furore. Weiter südlich hatten die Geschwister Nuscheler Grund zur Freude.

Ein Erfolg für die Geschichtsbücher - Die Luftgewehr-Mannschaft der SG Eglfing hat in den Vorjahren diverse Aufstiege geschafft. Das neueste Resultat stellt aber alles bisherige in den Schatten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare