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Der Penzberger Athlet Matthias Bauer (300 Meter) mischten vorn mit.

Penzberger Leichtathleten bei Münchener Meisterschaften

Johnson siegt, Bauer überrascht

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Die Sprinter des TSV Penzberg haben bei den offenen Münchener Meisterschaften auf sich aufmerksam gemacht. Im MTV-Sportpark glänzten sie nicht nur mit Siegen und Podestplätzen, sondern mit zum Teil herausragenden Bestzeiten.

Penzberg Einer der Penzberger, die absolut überzeugten, war Raffieu Deen Johnson. Über die 100 Meter ließ der 17-Jährige sowohl alle U-20-Athleten als auch alle Männer hinter sich. „11,13 Sekunden sind echt schnell, vor allem, da ich mich vor dem Lauf nicht gut gefühlt habe“, so Johnson nach seinem Sprint. Der Youngster blieb nur drei Hundertstel über seiner persönlichen Bestzeit, die er jüngst in Germering aufgestellt hatte. „Sein Start war zwar schon besser als vor zwei Wochen, aber Raffieu hat schon wieder einige Meter vor dem Ziel das Tempo rausgenommen“, sagte Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Über die 150 Meter lief Johnson mit 16,61 Sekunden ebenfalls ungefährdet dem Sieg entgegen, konnte sich aber auch hier nicht motivieren, an sein Limit zu gehen. „Das hebe ich mich mir für die wichtigen Rennen und Meisterschaften auf“, erklärte der Penzberger.

Ebenfalls hoch motiviert für die nächsten Wettkämpfe ist nach seinem Auftritt in München Matthias Bauer. Er wurde über die 300 Meter bei den Männern zwar „nur“ Zweiter, steigerte aber mit 36,26 Sekunden seine drei Jahre alte persönliche Bestzeit (36,57). „Damit hatte ich nicht gerechnet“, so der 23-jährige Chemie-Student.

In München absolvierte Samuel Kennerknecht seine Wettkampf-Premiere über die 300 Meter. Mit 37,54 Sekunden belegte der 19-jährige Habacher unter zehn Männern den beachtlichen vierten Platz. Zwei Stunden zuvor waren Bauer und Kennerknecht schon über die 100 Meter an den Start gegangen, wobei Bauer mit 11,77 Sekunden und Kennerknecht mit 12,08 Sekunden die Plätze zwei und fünf belegten.

Einen Sieg im MTV-Sportpark feierte Andreas Kölbl, der über 400 Meter Hürden mit 55,12 Sekunden den Österreicher Markus Karlin (Klagenfurter LC) hinter sich ließ. Mit seiner Zeit war er mehr als eine Sekunde schneller als vor zwei Wochen in Germering und nähert sich nun langsam seinem erklärten Saisonziel, der Qualifikation für die deutschen Meisterschaften in Erfurt am 8./9. Juli. „Jetzt fehlen noch 1,32 Sekunden, das kann Andi durchaus noch schaffen, vor allem, da sein Trainingsrückstand aufgrund seiner Verletzungen immer noch groß ist und er nicht gut an die erste Hürde herangelaufen ist“, sagte Trainer Markus Brennauer.

Ebenfalls noch deutlich von der DM-Norm entfernt ist Sharon Müller, die in München über 400 Meter Hürden mit 67,57 Sekunden Dritte wurde. Müller ist erst seit kurzer Zeit wieder im Training, „sodass in den nächsten Wochen mit deutlichen Leistungssprüngen zu rechnen ist“, so der TSV Penzberg in einer Mitteilung.

Michaela Kölbl, die jüngere Schwester von Andreas Kölbl, schaffte es in München dreimal aufs Podest. Den Auftakt machte sie mit der Silbermedaille im Hochsprung der Frauen mit 1,45 Metern. „Bis zu dieser Höhe hatte sie keinen Fehlversuch, doch bei 1,50 Metern klappte auf einmal der Anlauf nicht mehr“, so Trainer Bernd Kirchner. Im 100-Meter-Hürdenlauf stellte sie mit 16,52 Sekunden ihre zwei Wochen alte Bestleistung ein und wurde Dritte in der U-18. Im Speerwurf reichten 26,46 Meter bei der U-18 zu Silber, wobei sie ihre Bestleistung um knapp einen Meter verpasste. Für Albin Pestisha endete der Wettkampftag in München unfreiwillig bereits nach seinem Weitsprungwettkampf, bei dem er mit 6,10 Metern Zweiter in der Altersklasse U-20 wurde. Bei seinem sechsten Versuch spürte er auf einmal einen stechenden Schmerz in der rechten Oberschenkel-Rückseite.

Fiona Schiebel Zweite im Speerwurf

In München war auch Fiona Schiebel aus Peißenberg am Start. Die 18-jährige Speerwerferin tritt seit dieser Saison für die „LG Würm Athletik“ an. Unter dem dortigen sportlichen Leiter Korbinian Mayr, er ist BLV-Speerwurfcoach, trainiert Schiebel schon seit längerem. Im MTV-Sportpark warf sie den 600-Gramm-Speer 39,80 Meter weit und belegte damit bei den Frauen hinter Sabrina Zeug (LG Oberland/40,80) den zweiten Platz. Schiebels Bestweite liegt bei 42,39 Metern. 2015 nahm sie an der deutschen Jugendmeisterschaft in Jena teil, war dann aber lange durch eine Verletzung gestoppt. 

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