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Zweikampf mit vier Läufern:  (v.l.) Kilian Stich und Gabriel Wimmer sowie die Lokalmatadore Nick Jäger und Tom Jäger (hier in der Wechselzone) lieferten sich ein hochklassiges Duell um den Gesamtsieg im Hauptlauf.

2. Penzberger Teamtrail

Geburtstagskind feiert Gesamtsieg

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Penzberg - Kilian Stich (20) gelingt beim 2. Penzberger Teamtrail die Titelverteidigung.  99 Mannschaften in fünf Rennen waren am Start.

Anspruchsvolles Terrain: Nach der Wechselzone ging es für die Läufer über Wiesenboden. Im Foto sind unter anderem Sandra Popp (vo.l.) aus Wielenbach und Fabian Alraun (rechts) vom PTSV Rosenheim zu sehen.

Mit Süßigkeiten ist das für Laufsportler so eine Sache. „Zu viel davon machen langsam“, gab Streckensprecher Markus Niggl den Kindern mit auf den Weg, die bei ihrer Siegerehrung etwas Naschwerk bekommen hatten. Ein Mann wie Kilian Stich ist dagegen auch mit Süßem im Bauch noch pfeilschnell. In der Früh hatte sich das Geburtstagskind ein ordentliches Stück des für ihn gebackenen Kuchens genehmigt, verriet der 20-Jährige vom „Team Sportho Rosenheim“. Ein paar Stunden später lief er gemeinsam mit Gabriel Wimmer (20) zum Gesamtsieg beim „2. Penzberger Teamtrail“.

„Saugeil“, entfuhr es Stich im Ziel. Schon bei der Premiere im Vorjahr hatte er (damals zusammen mit Lucas Theis) den Hauptlauf über acht Runden á 1250 Meter gewonnen. Diesmal kamen er und sein Kollege nach 33:49 Minuten im Ziel an. Das war acht Sekunden langsamer als 2015, doch heuer war die Strecke auf der Bergehalde um einiges schwerer: Das Geläuf war aufgrund des Regens in den Tagen davor tief, außerdem hatten die Organisatoren vom TSV Penzberg für eine Steigerung auf 40 Höhenmeter pro Runde gesorgt. „Das hat sich gelohnt. Es war super-lässig“, meinte Fabian Alraun (Rosenheim), der zusammen mit Anna-Lena Stich (36:48) die Mixed-Wertung gewann.

Im Vorjahr lief Stich und sein Partner von Beginn an allein an der Spitze. Diesmal war dies anders. Lange Zeit gab es einen Zweikampf mit den Brüdern Nick (17) und Tom Jäger (19) vom TSV Penzberg. Als Stich in seiner zweiten Runde das Gefühl hatte, dass Kontrahent Tom Jäger drei, vier Schritte langsamer lief, setzte er am folgenden Berg zur Attacke an und löste sich vom Penzberger. Die Jäger-Brüder kamen auf eine Zeit von 34:17 Minuten. „Das ist okay“, sagte Nick Jäger. Mit der Platzierung „sind wir zufrieden“. Der Teamtrail „war ein richtig gutes Training“, sagte Tom Jäger. Der 19-Jährige ist in Sachen „Studium“ wieder näher an die Heimat gerückt: von Dortmund nach Ulm. Und von daher war es für ihn klar: So einen Wettkampf zu Hause „lasse ich mir nicht entgehen“.

Im Hauptlauf waren viele bekannte Läufer aus der Region am Start, auch solche, die schon beim Vorläufer des Wettbewerbs, dem Huglfinger Lauf durchs Bärenholz, teilnahmen. Die Gebrüder Martin und Rupert Sedlmayr wurden gar von einem eigenen „Fanclub“, bestehend aus mehreren Nachwuchsläufern des SV Söchering, angefeuert. Die jungen Söcheringer sind regelmäßig Gast beim Sommer-Biathlon in Haid-Wessobrunn, den Martin Sedlmayr organisiert. Der Athlet des Post SV Weilheim – zuletzt durch eine Oberschenkel-Verletung ausgebremst – lief in Penzberg nicht auf Anschlag. Dennoch reichte es für ihn und seinen Zwillingsbruder zum dritten Platz bei den Männer der Altersklasse Masters I. „Es hat Spaß gemacht“, so Martin Sedlmayr.

Starke Leistungen bot auch der Nachwuchs, der auf einer 600-Meter-Runde unterwegs war. Im Jugendlauf über 3,6 Kilometer belegten Robert Sußbauer (Mittenwald/16) und Leonie Ostler (Garmisch-Partenkirchen/17) in 11:46 Minuten den zweiten Gesamtplatz. Mit seiner Zeit war das Duo, das die Teilnahme schon seit rund zwei Monaten geplant hatte, zufrieden. „Wir haben beide unser Bestes gegeben“, sagte Sußbauer. Und seine Laufpartnerin sagte: „Die erste Runde war am anstrengendsten.“

Zufrieden blickten am Ende auch die Veranstalter drein. Mit insgesamt 99 Mannschaften übertraf der TSV Penzberg das Ergebnis aus dem Vorjahr (95). Wie schon bei der Premiere herrschte bestes Laufwetter. „Wir sind super-zufrieden“, sagte Markus Brennauer. Das Publikum erschien zahlreich, zwischenzeitlich war das Essen ausverkauft.

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