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Großes Team – und erfolgreich dazu: Die jungen Frauen und Männer des TSV Penzberg holten bei den bayerischen Langstaffel-Meisterschaften in Mittelfranken vier Podestplätze. 
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Debüt über 3 x 800 Meter: die Peißenberger U-16-Staffel mit (v. l.) Theresa Schrupp, Laura Hermann und Lena-Letizia Kalinowski.
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Die Staffel mit (v.l.) Amelie Herter, Lilli Seelos, Maike Hermann, Michaela Kölbl.
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Marvin Bertram bei seinem Staffel-Einsatz.
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Andreas Kölbl (vo.) und Lucas Herbeck.

Leichtathletik

Penzberger U-20-Staffel darf zur DM

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Die Läufer des TSV Penzberg und TSV Peißenberg haben bei der bayerischen Langstaffel-Meisterschaft Medaillen geholt - und gar eine DM-Norm geknackt.

Landkreis – Die Überraschung nach dem Coup hielt sich bei Nick Jäger in Grenzen. Zusammen mit seinem Bruder Luk und Marvin Bertram hatte der Leichtathlet vom TSV Penzberg bei den bayerischen Langstaffel-Meisterschaften in Neuendettelsau (Mittelfranken) in der U-20 nicht nur Gold geholt, sondern auch noch die Qualifikationsnorm für die deutschen Meisterschaften unterboten. „Das war von Anfang an unser Ziel“, sagte Nick Jäger. Die 3 x 1000 Meter hatte das Trio in 7:53,66 Minuten absolviert.

Gleich nach dem Startschuss ergriff Bertram die Initiative und übernahm die Führung. „Ich wollte gleich das Tempo hochhalten, um die Chance für die DM-Norm aufrechtzuerhalten“, so der 17-jährige Penzberger. In seinem Windschatten lief Valentin Fuchs (1. FC Passau), der danach an Bertram vorbeizog. Doch auf den letzten 100 Metern konterte der Penzberger und übergab als Erster auf Luk Jäger. Der erst 16-jährige Realschüler wurde sofort von Paul Feuerer, dem schnellsten Passauer Läufer, überholt. Obwohl Jäger nach der Hälfte der Distanz bereits 15 Meter hinter den Passauer zurückgefallen war, kämpfte er weiter und konnte auf den letzten 200 Metern den Rückstand bis auf einen Meter verkürzen. Schlussläufer Nick Jäger übernahm, nachdem er das Staffelholz in Empfang genommen hatte, sofort die Führung. „Ich wollte von Beginn an Vollgas geben“, so die Taktik des 18-jährigen Bundeskader-Athleten. Im Ziel hatte er einen Vorsprung von zehn Sekunden. Mit 2:32 Minuten über die 1000 Meter war er schnellster Jugendläufer des Tages.

In der offiziellen Ergebnisliste taucht der Name „TSV Penzberg“ übrigens nicht auf. Der Verein bildet zusammen mit Läufern aus Geretsried und Peißenberg bei Wettkämpfen die „Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach“. Und als solche sind die Staffeln benannt.

Das U-23-Trio des Klubs belegte über die 3 x 1000 Meter in 8:13,01 Minuten den zweiten Platz. Startläufer Lucas Herbeck zeigte mit 2:35 Minuten eine souveräne Vorstellung und hatte beim ersten Wechsel nur wenige Meter Rückstand auf die favorisierten Höchstädter. Tom Jäger versuchte zunächst, den Kontakt zu halten. Doch nach 400 Metern merkte er, dass er diesmal gegen Brian Weisheit, dem zweiten Läufer aus Höchstadt, keine Chance hatte. Silber hatten die Penzberger sicher. Schlussläufer Samuel Kennerknecht konnte sich so auf das Duell gegen die Penzberger Männerstaffel konzentrieren, die im selben Lauf angetreten war. Die U-23 entschied den Vergleich knapp für sich.

Andreas Kölbl, Michael Speinle und Julian Mayer kamen auf eine Gesamtzeit von 8:13,32 Minuten, was bei den Männern den sechsten Platz bedeutete. Kölbl zeigte als Startläufer mit 2:30 Minuten „eine bärenstarke Leistung“, so TSV-Trainer Markus Brennauer.

Eine Bronzemedaille holten die U-16-Burschen über 3 x 1000 Meter. „Damit haben wir im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet“, sagte Trainerin Conny Lechner-Brennauer zu dem Auftritt von Julian Herter, Sven Lange und Colin Klein. Mit 9:39,40 Minuten mussten sie sich nur den Staffeln der LG Stadtwerke München und des LAC Quelle Fürth geschlagen geben. Herter übergab das Staffelholz auf Platz drei liegend an Lange, der sich mit einer starken Schlussrunde sogar auf Platz zwei schob. Obwohl Schlussläufer Klein mit 3:05 Minuten die schnellste Zeit des Penzberger Trios ablieferte, musste er sich im Kampf um Silber um vier Sekunden geschlagen geben. Ebenfalls Bronze holten in der weiblichen U-20 die Penzbergerinnen Michaela Kölbl und Amelie Herter zusammen mit Maike Hermann (TSV Peißenberg) und Lilli Seelos (TuS Geretsried). Die 4 x 400 Meter lief das Quartett in 4:23,30 Minuten.

Knapp an einer Medaille vorbei liefen Matthias Bauer, Michael Speinle, Andreas Kölbl und Julian Meyer, denen über 4 x 400 Meter bei den Männern etwas mehr als eine Sekunde auf den TSV Schwabmünchen fehlte. Obwohl die vier jungen Athleten ihren Zeitlauf mit 3:30,96 Minuten souverän gewannen, reichte es nicht zur erhofften Medaille.

Eine Premiere gab es bei den Titelkämpfen in Mittelfranken für den TSV Peißenberg. Erstmals trat eine 3 x 800 Meter-Staffel bei einem derartigen Wettbewerb an. Laura Hermann, Lena-Letizia Kalinowski und Theresa Schrupp zogen sich gut aus der Affäre und belegten in der Zeit von 8:13,98 Minuten den fünften Platz im Feld der U-16-Mannschaften.

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