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Spitzenplätze sorgen für gute Laune: Im „Kleinkaliber 100 Meter mit Zielfernrohr“ gewann das Team der FSG Weilheim (in roten Jacken v. li. Franz, Freisl, Hermann Plötz und Franz Keller) bei den Senioren A Silber. Im Wettbewerb „Kleinkaliber Gewehr Auflage“ kam für das FSG-Trio noch eine Bronzemedaille hinzu. 

Schießen

Plötz schießt Maximum, wird aber nur Achter

Landkreis - Die hohe Leistungsdichte bei der  Bayerischen ist schuld. Sie kostet Hermann Plötz im „Luftgewehr aufgelegt“ eine bessere Platzierung.

Mehr Ringe gehen mit dem aufgelegten Luftgewehr nicht. Hermann Plötz hatte bei den bayerischen Meisterschaften in München Hochbrück das Optimum von 300 Zählern erreicht. Trotzdem landete der Weilheimer Routinier bei den Senioren A nur auf dem achten Platz. 16 Kombattanten waren auf dieselbe Anzahl wie er gekommen, von denen acht mehr als die 28 Innenzehner zusammenbrachten, die Plötz nach 30 Schuss auf seinem Konto hatte. „Ich finde diese Wertung nicht gut“, grämte sich der Unterlegene über den Modus. Weil absolute Top-Ergebnisse in inflationärer Häufung auftreten, hat der Verband nun reagiert und für das nächste Jahr eine Regeländerung angekündigt. Dann werden die einzelnen Schüsse auf Zehntel gewertet.

In den anderen Disziplinen, in denen Plötz an den Start ging, ist die Leistungsdichte noch nicht so groß. Das mag auch daran liegen, dass noch gravierende Materialunterschiede bestehen, mit denen die Büchsenträger persönliche Defizite korrigieren können. Mit dem „Kleinkaliber 100 Meter mit Zielfernrohr“ war Plötz jedenfalls so gut ausgerüstet, dass er sich mit 299 Ringen Silber erkämpfte. Auch seine Mannschaftskameraden Franz Keller (295) und Franz Freisl (294), die im Einzelbewerb auf den Plätzen 16 und 22 landeten, zogen sich hervorragend aus der Affäre. Und so durfte die FSG Weilheim mit insgesamt 888 Ringen die Vizemeisterschaft feiern.

Die Ergebnisse waren umso erstaunlicher, weil sich die Königlich-Privilegierten bei den Freistaat-Titelkämpfen nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte befanden. Freisl hatte sich erkältet, Keller plagte sich ebenso wie Plötz mit Schmerzen im Kreuz herum. Der ehemalige Armbrust-Weltmeister litt so sehr unter seinen körperlichen Problemen, dass er auf sein Startrecht bei sechs von insgesamt 13 Disziplinen verzichtete. Nur die Waffengattungen, die liegend oder mit Auflage geschossen wurden, konnte er absolvieren. Auch dort war er zusammen mit seinen Kollegen recht erfolgreich. Mit 870 Ringen holten Plötz (291), Keller (290) und Freisl (289) Bronze mit dem „Kleinkaliber Gewehr Auflage“. Im Einzel wurde Plötz Achter und Keller Zehnter, Freisl erreichte Rang 17. Ebenfalls Platz drei sprang für die Feuerschützen mit dem „Kleinkaliber-Gewehr Auflage mit Zielfernrohr 50 Meter“ heraus. Keller (294) verpasste als Vierter nur knapp den Sprung aufs Stockerl, Freisl (291) beendete die drei Serien als Achter und Plötz (387) kam, von Schmerzen geplagt, nicht über Position 24 hinaus. „Ich schieße diese Disziplinen erst seit zwei Jahren“, bat Plötz um Nachsicht. Der für seine Akribie bekannte 59-Jährige wird es sich wohl nicht nehmen lassen, in den nächsten Jahren seine Ausrüstung so weit zu verbessern, dass er noch weitere Erfolge feiern kann. Aber zunächst heißt es erst einmal wieder gesund werden.

Christian Heinrich

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