Lauftalent: Fabian Zwerger aus Peiting, Sieger über die Fünf-Kilometer-Distanz beim Zieleinlauf.

Polling: 11. Hapfelmeier-Lauf

„Schön wie immer, nur andersrum“

Polling - Rekordbeteiligung beim 11. „Hapfelmeier-Lauf“: 928 gemeldete Läufer machten sich auf die verschiedenen Strecken rund ums Klosterdorf.

Nein, als klassische Vorbilder für den engagierten Hobbyläufer taugen zwei der Protagonisten des Laufes eigentlich nicht: Fabian Zwerger (22) aus Peiting, gestand nach seinem Erfolg über die fünf Kilometer, dass er eigentlich seit zwei Jahren nicht trainiert habe und erst jetzt wieder damit anfange. Seine Zeit von 17:20 Minuten weißt daher ihn als absolutes Lauftalent aus.

„Als ich am Schluss in der Spitzengruppe war, wusste ich dass ich gewinnen werde“, so Zwerger, der von der 800- und 3000-Meter-Strecke kommt und über einen entsprechenden Endspurt verfügt. Auch Christian Scholz (46), ebenfalls aus Peiting, machte etwas, von dem jedem Hobbyläufer abzuraten ist: Der Berglaufspezialist, „der aber viel lieber flach läuft“, absolvierte zuerst den Fünf-Kilometer-Lauf und beendete ihn als Dritter, ehe er sich auf die Halbmarathon-Strecke machte und als Zweiter hinter Benedikt Eich (LG „Stadtwerke München“, 1:21:56) ins Ziel kam. Der 46-Jährige, ein Vielstarter, der für den SVO Germaringen läuft, bestritt erst vor vier Jahren seinen ersten Wettkampf.

Für den Höhepunkt der Breitensportveranstaltung sorgte indes ein anderer: Burka Kedir, der gebürtige Äthiopier aus München, lief die 10 Kilometer in sehr starken 32:25 Minuten und hätte auch den gleichzeitig ausgetragenen Fünf-Kilometer-Lauf gewonnen. Er ging vor Zwerger auf die zweite Runde. Er war hinterher vom Lauf begeistert: „Super organisiert, super Stimmung“, so Kedir, der in gut vier Wochen beim Frankfurt-Marathon läuft.

Während der für das Team „Team forever nordic“ aus München an den Start gehende Kedir, der auch den Münchener Stadtlauf schon mehrfach gewonnen hat, stets allein an der Spitze war („Das war hart“), hatten die meisten Breitensportläufer stets Gesellschaft, bei vielen war an ihren T-Shirts zu erkennen, für wen sie arbeiten: Eine der zahlenmäßig stärksten Firmenteams war das mit den neongrünen Hemden von „Elektro Schöffmann“, doch auch „Zarges“ und die AOK waren gut vertreten. Auch als eine Mannschaft traten die Pollinger Asylbewerber auf, die Helmut Stork, selbst ein bekannter Läufer , auf die Strecken vorbereitet hatte.

11. Hapfelmeier-Lauf in Polling: Die Bilder

Ebenfalls aus Polling kommt Hannes Prestele, der 72-Jährige war einer der ältesten Teilnehmer und absolvierte die zehn Kilometer in rund einer Stunde – mehr als beachtlich. Starke Leistungen gab es auch bei den Frauen und bei den Walkern, die zehn Kilometer absolvierten. Beinahe den meisten Beifall der zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke heimsten die Jüngsten beim Kinderlauf ein, der über 700 Meter führte.

Mit der Sonne um die strahlten die Organisatoren um Robert Schärfl dank der guten Beteiligung und der noch besseren Stimmung. Die Helfer am Streckenrand brauchten nur einmal einzugreifen, ein Läufer hatte sich den Fuß verknackst. Lob gab es auch von einem anderen Finisher: „Es war schön wie immer, nur andersrum“, sagte er in Anspielung auf die Streckenänderung.

Und Schärfl hatte auch eine Erklärung warum mit 143 Startern vergleichsweise wenig Teilnehmer beim Halbmarathon gezählt wurden: „Vielleicht hatten viele nicht die Zeit, für den Halbmarathon zu trainieren. Ein Fünf- oder Zehn-Kilometer Lauf ist da einfacher“, so Schärfl. Schließlich ist ja nicht jeder ein Christian Scholz oder ein Fabian Zwerger.

Ergebnisse

Alle Ergebnisse zum 11. Hapfelmeier-Lauf finden Sie hier.

Text: Johannes Thoma

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