Grünebach Asiago 2020
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Gut gelaunt und bereit zum Wettkampf: Marianne Grünebach (Mi.) unmittelbar vor dem Start der Altersklassen-Athletinnen. In ihrer Klasse wurde sie Zweite.
Grünebach Asiago 2020
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Das Top-Duo in der Ak 70: Peter Grünebach (l.) landete diesmal vor dem Esten Juhann Lukk.

Wintertriathlon

40. Medaille im 40. Ehejahr - Ehepaar Grünebach schafft besondere Marke

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Bei der WM im Wintertriathlon in Asiago holten die Deutschen zahlreiche Medaillen. Dazu gehörten auch Marianne und Peter Grünebach, die eine ganz besondere Punktlandung schafften.

Polling/Asiago – Es gibt besondere Marken, die zu erreichen sich schwerlich planen lassen. Aber umso schöner für die Beteiligten, wenn sie tatsächlich Wirklichkeit werden. Marianne und Peter Grünebach haben bei der Weltmeisterschaft im Wintertriathlon ein ganz besonderes Resultat erreicht. In ihrem 40. Ehejahr haben die Pollinger ihre insgesamt 40. Medaille bei offiziellen Welt- und Europameisterschaften in Triathlon-Wettkämpfen aller Disziplinen geholt. Entsprechend groß war die Freude bei den beiden Ausdauersportlern aus Polling.

Auf die Wettkämpfe hatten sich die Grünebachs gezielt vorbereitet. Doch als die WM im italienischen Asiago (Venetien/östlich von Rovereto) anstand, waren sich beide „nicht sicher, dass es diesmal mit dem Podium klappen könnte“, berichtete Peter Grünebach. Eine Erkältung hatte sie erwischt. Während sich die Pollinger auf dem über 1500 Meter Höhe liegenden Hochplateau akklimatisierten, mussten sie sportlich kürzertreten. Am Wettkampftag selbst „waren die Beschwerden wie weggeweht“, so Peter Grünebach.

Wintertriathlon: Marianne Grünebach gewinnt in Asiago Silber

Marianne Grünebach (65) startete als älteste von 58 Frauen in den Wettkampf. In ihrer Altersklasse bekam sie es mit drei Konkurrentinnen zu tun – und holte am Ende die Silbermedaille. Die 3,63 Kilometer Laufen absolvierte sie in 25:16 Minuten und lag damit an der dritten Stelle. Auf dem Mountainbike war Marianne Grünebach die Schnellste – die 6,1 Kilometer absolvierte sie in 23:20 Minuten. Im Skilanglauf lief die Pollingerin ein beherztes Rennen, brachte die 4,9 Kilometer in 25:03 Minuten hinter sich und überquerte mit einer Gesamtzeit von 1:17:20 Stunden die Ziellinie. Für sie überraschend, hatte Marianne Grünebach ihre US-amerikanische Freundin Sheri Shrock (1:18:12) hinter sich gelassen. Gold ging an die Italienerin Luisella Iabichella (1:15:11). Von allen Frauen hatte Marianne Grünebach noch 13 jüngere hinter sich gelassen.

Wintertriathlon: Peter Grünebach gewinnt in Asiago Gold

Peter Grünebach sah sich in seiner Altersklasse fünf Konkurrenten gegenüber, die er allesamt distanzierte. Mit der Gesamtzeit von 1:05:24 Stunden gewann er deutlich vor dem Esten Juhann Lukk (1:07:14). Ihm hatte der Pollinger bei der WM im vergangenen Jahr noch den Vortritt lassen müssen.

Die Laufstrecke, auf denen er mit Spikes unterwegs war, schaffte der Pollinger in 22:05 Minuten; als Zweiter lief er in die Wechselzone. Dort verlor er allerdings viel Zeit und fiel auf den vierten Rang zurück. Darüber enttäuscht, ging er auf die Mountainbike-Strecke, auf der er dann eine starke Leistung ablieferte. Nach 20:33 Minuten hatte er die zweite Disziplin absolviert und war „völlig überraschend“ der Führende in seiner Klasse. Beim zweiten Wechsel war er dann der Schnellste und ging mit einigem Vorsprung in die dritte Disziplin.

Wintertriathlon: Peter Grünebach mobilisiert alle Reserven

„Der Ski lief, doch schon in den ersten Steigungen staute es sich“, berichtete Grünebach. Da er wusste, dass Kontrahent Lukk ein guter Langläufer ist, mobilisierte Grünebach dort, wo er auf der Loipe freie Bahn hatte, alle Reserven. Mit der besten Teilzeit (19:13 Minuten) aller M-70-Athleten holte er sich seinen insgesamt dritten WM-Titel. 67 Männer waren im Skilanglauf langsamer als er. Für Grünebach „ein klares Signal, dass die Vorbereitung stimmte und dass sich die Trainingsaufenthalte samt Wettkämpfen in Livigno und Seefeld ausgezahlt hatten“.

Die deutsche Mannschaft mit 23 Athleten belegte in der Nationenwertung mit elf Medaillen den zweiten Platz hinter Gastgeber Italien (32 Medaillen). Dritter wurde Österreich (10 Medaillen). In den Eliterennen dominierten – wie schon in den vergangenen Jahren – die russischen Athleten. Erstmals waren heuer auch zwei Starter aus Ägypten dabei.

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