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Merkur CUP: Erst die große Anspannung, dann ein echtes Torfestival

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Von: Paul Hopp

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Engagiert bei der Sache: Eine Szene aus der Partie in der Gruppe C zwischen dem SV Unterhausen (in Weiß) und der SG Eberfing. Der SVU siegte mit 4:0.
Engagiert bei der Sache: Eine Szene aus der Partie in der Gruppe C zwischen dem SV Unterhausen (in Weiß) und der SG Eberfing. Der SVU siegte mit 4:0. © Ruder

Beim Merkur CUP in Polling - da war offensiv einiges geboten: In 24 Partien fielen 113 Treffer. Die E-Junioren der Gastgeber waren besonders heiß auf das Turnier.

Polling – Bis zum Turniertermin auf heimischem Rasen war es noch ein gutes Stück, doch die Jugendkicker aus Polling waren in Sachen „Merkur CUP“ schon voll auf Betriebstemperatur. Da reichte für die Vorbereitung dann auch das Vereinstraining nicht mehr aus – quasi privat wurden fleißig Bälle gepasst, gestoppt und geschossen.

„In den Osterferien waren jeden Tag Kinder bei uns auf dem Platz“, berichtet Sabine Gerold. Sie ist einerseits BFV-Jugendspielleiterin und im Merkur CUP für den Kreis 9 (Verbreitungsgebiet „Weilheimer Tagblatt“/„Penzberger Merkur“) zuständig, andererseits ist sie auch beim SV Polling in der Nachwuchsarbeit engagiert (als Jugendleiterin und F-Jugend-Trainerin). Gerold weiß also, was auf dem Sportgelände am Jakobsee so abgeht.

113 Tore in 24 Spielen bei Vorrunde in Polling

Und sie weiß freilich, wie die Pollinger E-Junioren dem Merkur CUP entgegen blickten: „Alle waren total aufgeregt.“ Ihre Nervosität verwandelten die SVP-Youngster auf dem Platz in Kampfgeist – am Ende schafften sie, trotz einer 0:3-Auftaktniederlage, als Gruppenzweiter den Sprung zum Kreisfinale. Dieses findet am Samstag, 7. Mai, 10 Uhr, beim SV Raisting statt.

Sieben Tore fielen im Spiel der Gruppe A zwischen der SG Wielenbach (in Blau) und dem ASV Eglfing.
Sieben Tore fielen im Spiel der Gruppe A zwischen der SG Wielenbach (in Blau) und dem ASV Eglfing. © Ruder

Wichtig für das gastgebende Team war der 2:1-Erfolg im zweiten Gruppenspiel gegen die SG HAI (Habach-Antdorf-Iffeldorf). Dort lagen die Pollinger mit 0:1 zurück, „aber dann haben sie die Kurve gekriegt“, so Gerold. Mit einem weiteren 2:1, über den TSV Peißenberg, machten die Pollinger Platz zwei perfekt.

Das Weiterkommen des eigenen Teams war für die Gastgeber das i-Tüpfelchen eines gelungenen Wettkampftages. Nicht nur bei den Pollinger Spielern, sondern auch bei den Organisatoren war die Anspannung hoch. Es stand im Vorfeld schon die Frage im Raum, ob die von früher gewohnten Abläufe wieder klappten.

Anfeuerung unter Schirm: Die Fans ließen sich auch vom am Nachmittag einsetzenden Regen nicht davon abhalten, ihr jeweiliges Team zu unterstützen.
Anfeuerung unter Schirm: Die Fans ließen sich auch vom am Nachmittag einsetzenden Regen nicht davon abhalten, ihr jeweiliges Team zu unterstützen. © Ruder

Der SVP hat als Austragungsort von „Mini-EM“ und „Mini-WM“ einige Erfahrung mit Nachwuchsturnieren, allerdings fanden in den vergangenen beiden Corona-Jahren keine derartigen Wettbewerbe statt. „Es war ein bisserl aufregend“, beschreibt Gerold die Stimmung vor dem ersten Spiel.

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Doch schon bald zeigte sich, dass der Klub nichts verlernt hatte. „Es hat gut hingehauen“, sagt Gerold. Eine entscheidende Rolle spielten die Helfer: „Wir haben in Polling so ein tolles Team“, sagt Gerold. An die 30 Ehrenamtliche waren im Einsatz, damit die 16 Mannschaften, aufgeteilt in vier Gruppen, auf Tore- und Punktejagd gehen konnten. Die Partien gingen fair über die Bühne, ein Disput zwischen einem Betreuer und einem Schiedsrichter konnte laut Gerold „schnell geklärt“ werden.

Erfolgreiche Gastgeber: Der SV Polling (in Weiß, hier im Spiel gegen die SG H.A.I.) schaffte als Zweiter der Gruppe B den Sprung ins Kreisfinale.
Erfolgreiche Gastgeber: Der SV Polling (in Weiß, hier im Spiel gegen die SG H.A.I.) schaffte als Zweiter der Gruppe B den Sprung ins Kreisfinale. © Ruder

Dass der Merkur CUP in Polling einen gewissen Stellenwert besitzt, verdeutlichte auch der Besuch von Bürgermeister Martin Pape während des Turniers. Die aktuelle Weltlage wurde auch greifbar: So befand sich im Kader des ASV Eglfing ein ukrainisches Kind. Sprachliche Hürden, so war zu erfahren, spielen zumindest auf dem Platz keine Rolle. Das gemeinsame Kicken funktionierte.

SVP-Urgestein Helmut Karg hatte beim Markieren der Spielfelder regelkonform agiert, aber zugleich die Maße so geschickt gewählt, dass sich zahlreiche Torraumszenen entwickeln konnten. Die Mannschaften ließen es dann auch ordentlich krachen – in 24 Spielen wurden 113 Treffer erzielt. Nur einmal, in der Gruppe C, gab es ein 0:0. Das hatte dann aber prompt besonderen Charakter. Das Remis zwischen den am Ende punktgleichen BSC Oberhausen und SV Unterhausen führte dazu, dass nicht der direkte Vergleich, sondern die Tordifferenz über die Platzierung der beiden Teams entschied. Oberhausen (8:3) hatte dabei die Nase gegenüber Unterhausen (5:3) vorn, wurde Gruppenzweiter und darf somit zum Kreisfinale.

Wo ist der freie Mitspieler? Eine Szene aus der Gruppe D.
Wo ist der freie Mitspieler? Eine Szene aus der Gruppe D. © Ruder

Der FC Penzberg, der SV Raisting und der TSV Weilheim schafften das Maximum von zwölf Punkten. Sie gewannen alle drei Partien und räumten jeweils zusätzlich den Extra-Punkt ab, den beim Merkur CUP das Team erhält, das in einem Spiel (unabhängig vom Ausgang) drei oder mehr Tore erzielt.

Kreisfinale: Das Finalturnier im Kreis 6 wird am kommenden Samstag, 7. Mai, ausgetragen. Gespielt wird in Raisting. Beginn ist um 10 Uhr. Qualifiziert haben sich: FC Penzberg, SG Wielenbach, FC Seeshaupt, SV Polling, SV Raisting, BSC Oberhausen, TSV Weilheim, ESV Penzberg.

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