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Sieht flach aus, ist es aber nicht: Beim „Bergkaiser“-Rennen in Tirol hatten Tina Hien und die anderen Starter binnen 25 Kilometer rund 1400 Höhenmeter zu überwinden.

Radsport

Hiens Hochgefühl beim „Bergkaiser“

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Tina Hien hat das Mountainbike mit dem Rennrad getauscht und sich ans „Bergkaiser“-Rennen gewagt. Dort hatte die Deutenhausenerin schwer zu kämpfen.

Weilheim – Tina Hien hatte sich schon damit abgefunden, dass nichts mehr ging. Die Deutenhausenerin (47) war auf dem Schlussabschnitt beim „Bergkaiser“-Rennen am Anschlag. „Wenn jetzt eine kommt und dich überholt, dann kannst du nix mehr machen, du musst sie ziehen lassen“, das sei ihr durch den Kopf geschossen, berichtete Hien. Als dann tatsächlich eine Konkurrentin neben ihr auftauchte, da erwuchsen die Deutenhausenerin aber noch einmal besondere Kräfte.

Die Fahrerin vom „Team Alé“ schaltete einen Gang höher und ging in den Wiegetritt, um damit kurz für mehr Tempo zu sorgen. Das wiederholte Hien drei-, viermal, was den gewünschten Erfolg brachte. Mit sechs Sekunden Vorsprung auf die Konkurrentin überquerte Hien als Zweite ihrer Altersklasse die Ziellinie. Das Bergrennen nach Kühtai „war für mich echt eine harte Nummer“, so Hien. Auf ihre Platzierung war sie stolz: „Am Kühtai auf dem Podium zu stehen ist einfach mega.“

Beim „Bergkaiser“ geht es von Innsbruck nach Kühtai. Auf 36 Kilometer sind 1400 Höhenmeter zu absolvieren. Die ersten elf, relativ flachen Kilometer wurden neutralisiert gefahren. Ab Kematen, als die Steigungen begannen, wurde das Rennen freigegeben. Hien fuhr anfangs sehr schnell, um „in den Gruppen im Windschatten mitgehen zu können“. Als es dann richtig steil wurde, „habe ich versucht, meinen Rhythmus zu finden, was mir ganz gut gelungen ist“. Zwischendrin ging es einen Kilometer mit fast 18 Prozent bergauf. Danach waren immer noch zehn Kilometer zu absolvieren. Das alles schaffte Hien, wie auch den Kraftakt im Finish. Mit der Zeit von 1:39:57 Stunden kam sie ins Ziel. Der Rückstand auf die Siegerin, Claudia Horn (PSV Rosenheim) betrug 3:04 Minuten. Vom Pähler „Team Magnesium Pur“ war Philipp Geisert beim „Bergkaiser“ dabei. Mit der Zeit von 1:12:36 Stunden belegte er bei den „Herren 3“ den achten Platz. Tagesschnellster war der Italiener Michael Spögler (Team Coratec), der die Strecke in 1:02:56 Stunden bewältigte. Zweiter wurde der Österreicher Christian Haas (Union Raffeisen Radteam Tirol) mit der Zeit von 1:04:41 Stunden.

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