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Top-Leistung: Raffieu Deen Johnson vom TSV Penzberg. 
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Und drüber über die Latte: Jana Jäcker vom TSV Weilheim überzeugte mit übersprungenen 1,45 Metern, was ihr den sechsten Platz einbrachte.
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Vorbereitung auf den Start: Marcella Creutzner (links) vom TSV Weilheim steigerte über die 60 Meter ihre persönliche Bestzeit auf 8,71 Sekunden.
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Auf dem Weg zu einer Top-Zeit: Katharina Vogl (rechts) vom TSV Peißenberg legte im 60-Meter-Sprint im Zwischenlauf das zweitbeste Rennen ihrer bisherigen Laufbahn hin. Sie überquerte nach 7,89 Sekunden die Ziellinie in der Werner-von-Linde-Halle. 

Leichtathletik: Südbayerische Meisterschaft U-20 und U-16

Raffieu Deen Johnson holt zweimal Gold

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Bei den südbayerischen Meisterschaften in München waren Athleten des TSV Penzberg, des TSV Peißenberg und des TSV Weilheim am Start. Zweimal Gold und einmal Bronze brachte Raffieu Deen Johnson (TSV Penzberg) heim.

TSV Penzberg

Raffieu Deen Johnson war aus Penzberger Sicht der Mann des Tages. Im U-20-Finale über 60 Meter steigerte der 17-Jährige seine persönliche Bestzeit um 14 Hundertstel auf beachtliche 7,07 Sekunden. Damit gewann er souverän Gold und ließ unter anderem den bayerischen 200-Meter-Hallenmeister Lorenzo Graf Barbero (LG Stadtwerke München) hinter sich. „Im Vorlauf sollte sich Raffieu schonen, um im Finale fit zu sein“, so Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Mit 7,23 Sekunden war er aber da schon Bester seines Laufs. Dass er im Finale so auftrumpfen würde, hatte er selbst nicht geglaubt: „Ich hatte mir vorgenommen, 7,15 Sekunden zu laufen, aber diese Zeit überrascht mich selbst.“

Knapp zwei Stunden nach dem Finale stellte Johnson dann noch mit 23,83 Sekunden eine persönliche 200-Meter-Hallen-Bestzeit auf, mit der er die Bronzemedaille gewann. Danach hatte er noch einmal knapp zwei Stunden Pause, bis die 4 x 200-Meter-Staffel anstand. Bislang hatte es in dieser Saison bei den Wechseln der neu gegründeten Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach (Penzberg/TuS Geretsried/Peißenberg) stets Probleme gegeben. Keine SG-Staffel war in die Wertung gekommen. Dieses Mal lief es anders. Mit 1:35,58 Minuten holte das Quartett Gold. Startläufer Luis Haimerl übergab mit einer knappen Führung an Johnson, der eine komfortable Führung herauslief. Der Geretsrieder Julian Meyer und der Penzberger Max Satter ließen nichts mehr anbrennen.

TSV Peißenberg

Mit zwei Medaillen fuhren die Athleten des TSV Peißenberg zurück. Im Weitsprung der U-16 holte Florian Kern mit persönlicher Bestleistung von 5,38 Metern Silber. Im letzten Versuch traf der TSV-Athlet das Brett optimal und verbesserte sich damit vom vierten auf den zweiten Platz. Danach war Zittern angesagt, doch die Konkurrenten konnten nicht mehr an Kern vorbeiziehen.

Die zweite Medaille für den TSV Peißenberg gewann Katharina Vogl. Im 60-Meter-Sprint der U-20 belegte sie mit 8,03 Sekunden den Bronzeplatz. Besser waren nur Antonia Pflüger (LG Würm Athletik/7,87) und Iris Herbst (LG Stadtwerke München/7,93). In ihrem Vorlauf hatte Vogl mit 8,01 Sekunden den ersten Platz belegt. Im Zwischenlauf erreichte sie mit 7,89 Sekunden die zweitbeste Zeit ihrer Laufbahn.

Eine starke Leistung bot die Peißenbergerin im Weitsprung: Dort erreichte sie mit 5,08 Metern souverän den Endkampf. Mit 5,31 Metern im letzten Versuch durfte sie kurz von der Bronzemedaille träumen. Doch Alisa Böhm (TSV Wasserburg) sprang ebenfalls 5,31 Meter. Da sie den besseren zweitbesten Versuch aufwies, wurde Böhm Dritte und Vogl Vierte. Die Peißenbergerin war die einzige U-20-Athletin, die es sowohl im Sprint als auch im Weitsprung unter die besten Acht schaffte. Ansonsten dominierten die Spezialistinnen das Geschehen.

Florian Kern steigerte seine persönliche Bestmarke im 60-Meter-Sprint um satte 13 Hundertstel auf 8,04 Sekunden. Damit verpasste er das Finale der besten Acht nur knapp um wenige Hundertstel. Der letzte Athlet, der in den Endlauf durfte, hatte seinen Vorlauf in 8,03 Sekunden absolviert.

TSV Weilheim

Wie die Peißenberger Athleten wurden auch die drei Weilheimerinnen, die in München antraten, von Sabine Osenberg betreut. Und die Trainerin freute sich über „starke Leistungen zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison“. Marcella Creutzner (W-15) steigerte über 60 Meter ihre alte Bestmarke um 13 Hundertstelsekunden und war mit 8,71 Sekunden so schnell wie seit einigen Jahren keine Weilheimer Läuferin mehr. Creutzner erreichte den Zwischenlauf und bestätigte dort in 8,72 Sekunden ihre gute Form. Jana Jäcker (8,85) und Mirjam Jilg (9,09) liefen ebenfalls persönlichen Rekord. Über die 60 Meter Hürden lieferten Jäcker (10,12) und Jilg (11,17) ebenfalls Bestleistungen ab. Im Weitsprung landeten beide im Mittelfeld. Der Hochsprung war bei einer Anfangshöhe von 1,40 Meter „eine besondere Herausforderung“, so der TSV. Nur acht Athletinnen schafften die erste Höhe. Jäcker übersprang 1,45 Meter und wurde am Ende Sechste. Dreimal trat sie über 1,50 Meter an, scheiterte aber.

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