Heinz Eckl ist Spielleiter im Kreis Zugspitze.
+
Heinz Eckl ist Spielleiter im Kreis Zugspitze.

„Holprig, aber einigermaßen gut“

Heinz Eckl ist mit Verlauf der Punktrunde nach dem Re-Start zufrieden

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
    schließen

Der Re-Start der Amateurfußballer ist gelungen. Heinz Eckl, Kreisspielleiter im Zugspitzbereich, ist zufrieden.

Landkreis – Die erste Etappe ist geschafft: Wie vom Bayerischen Fußballverband (BFV) geplant, sind nach dem Re-Start der Fußball-Ligen Mitte September an den vergangenen vier Wochenenden Ligaspiele größtenteils reibungslos über die Bühne gegangen. In diesem Jahr stehen neben regulären Landesliga-Partien und einigen Nachholspielen auch noch im Ligapokal die Spiele in der Gruppenphase sowie die erste K.o.-Runde an. „Ja, bis hierhin haben wir es geschafft, auch wenn der Weg holprig war“, sagt Heinz Eckl, Spielleiter im Kreis Zugspitze und mittlerweile auch Spielleiter des Bezirks Oberbayern.

Kreis Zugspitze: Eckl vom BFV-Weg überzeugt

Insgesamt mussten in ganz Oberbayern 206 Spiele verlegt werden. Im Kreis Zugspitze fielen 42 Spiele aus, davon 30 wegen Verdachtsfällen auf das Coronavirus, fünf wegen positiv Getesteter und sieben aus anderen Gründen. Einen Trend gab es im Laufe der Wochen nicht zu erkennen. „Die Ligaspiele durchzubringen, war unser Hauptziel für dieses Jahr, und das ist einigermaßen gut gegangen“, lautet Eckls Fazit. Er weiß, dass diese Saison sich zieht wie ein Kaugummi, er hofft aber darauf, dass Auf- und Abstieg sportlich auf dem Rasen entschieden werden.

Mit Blick auf andere Fußball-Landesverbände, in denen es infolge des Saisonabbruchs Klagen gibt oder das Training aufgrund des Infektionsgeschehens verboten ist, sagt Eckl: „Es zeigt sich immer mehr, dass der Weg des BFV vielleicht doch nicht der falsche war.“ Er geht davon aus, dass die Situation im Frühjahr nicht anders sein wird als jetzt. Er hofft aber, dass die nächste Spielzeit dann wieder normal stattfinden kann.

Eckl zollt Verbandskollegen, Vereinsvertretern und Trainern, Respekt

 „Es ist für alle eine Belastung“, sagt Eckl. „Die allermeisten Vereine sind total bemüht“, betont er, dass zumindest der Spielbetrieb aufrechterhalten werden kann. Das bringe neben sozialen Kontakten auch für die Zuschauer ein Stück Normalität zurück, so der Kreisspielleiter. „Da die Spiele unter freiem Himmel stattfinden, sind sie im Hinblick auf das Infektionsgeschehen nicht so gefährlich“, sagt Eckl. Das sähen bisher auch die Gesundheitsämter so.

Eckls Blick ist aber schon wieder nach vorn gerichtet. Der Fokus liegt jetzt auf dem Ligapokal. Um nicht zu weit in den Winter zu geraten, wurde bereits im September ein Spieltag der Gruppenphase unter der Woche ausgetragen (wir berichteten). Vier weitere stehen noch aus. Zudem soll im Idealfall die erste K.o-Runde noch in diesem Jahr ausgetragen werden. Wenn es das Infektionsgeschehen nicht zulässt, gibt es in den Durchführungsbestimmungen auch Alternativpläne. Beunruhigt ist Eckl ob der aktuellen Entwicklung und steigender Infektionszahlen allerdings noch nicht. „Und im Zweifelsfall“, sagt er, „ist der Ligapokal kaputt. Dann ist es so.“ Der Aufstiegsplatz in jeder Spielklasse ginge dann zwar verloren, aber ansonsten halte sich der Schaden in Grenzen. Nur die 150 Stunden Arbeit, die Eckl bereits in die Organisation des Ligapokals gesteckt hat, „wären dann für den Papierkorb“.

Zahl der Abmeldungen nimmt zu

Fakt ist, dass sich die Zahl der Abmeldungen in jüngster Zeit gehäuft hat: So haben sich in dieser Woche die SG Oberhausen/Weilheim (Kreisklasse) sowie der SC Eibsee Grainau, die SG Ohlstadt II/Grafenaschau und der Lenggrieser SC II aus dem Wettbewerb verabschiedet. So kommt es im Ligapokal der A-Klasse in der Gruppe 6 zu der Situation, dass sich das Teilnehmerfeld durch den Rückzug von Lenggries II und Ohlstadt II von fünf auf drei Mannschaften verkleinert hat. Einzig der ASV Habach II, der SV Uffing II und die DJK Waldram II sind noch übrig.

Läuft alles nach Plan, geht es im Frühjahr dann zunächst mit den verbleibenden Ligapokalspielen weiter, ehe das Saisonfinale im Meisterschaftsbetrieb ansteht. „Die zweite Maihälfte haben wir dann noch als Joker“, erklärt Eckl. Die Chance, bis zum kommenden Sommer zumindest die Meisterschaft zu Ende spielen zu können, steht daher nicht schlecht.

(Phillip Plesch) 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare