Penzbergs Läufer Luk Jäger beim 1500-Meter-Rennen in Regensburg in Führung liegend mit dem Teilnehmerfeld.
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Von Beginn an ganz an der Spitze: Luk Jäger (Starnummer 4) vom TSV Penzberg präsentierte sich bei der „Laufnacht“ in Regensburg über die 1500 Meter in starker Form.

LEICHTATHLETIK

Knaller über 1500 Meter: Luk Jäger kontert und steigert sich gewaltig

  • Paul Hopp
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Bei zwei größeren Wettbewerben waren die Athleten des TSV Penzberg gefordert. In Germering glänzte Andreas Kölbl, in Regensburg sorgte Luk Jäger für ein Highlight.

  • Die Penzberger leichtathleten waren in Regensburg und Germering zeitgleich in Aktion
  • Luk Jäger sorgte auf der 1500-Meter-Strecke für eine neue persönliche Bestzeit
  • Andreas Kölbl hat erneut den Vereinsrekord über 400 Meter verbessert

Penzberg – Doppelschicht für den TSV Penzberg: Zwei namhafte bayerische Leichtathletik-Wettbewerbe gingen jüngst an einem Tag über die Bühne. Sowohl in Germering als auch in Regensburg zeigten sich die TSV-Sportler in beachtlicher Form und sorgten für Rekorde.

TSV Penzberg: Luk Jäger sorgt in Regensburg für Highlight

Regensburg: Luk Jäger sorgte für das Highlight aus Penzberger Sicht bei der „Regensburger Laufnacht“, dem Rahmenprogramm der Sparkassen-Gala. Mit der Zeit von 4:04,01 Minuten stellte er eine persönliche Bestzeit über 1500 Meter auf. In einem spannenden Zweikampf setzte er sich in seinem Zeitlauf mit 0,12 Sekunden Vorsprung gegenüber Maximilian Feuer (LAC Passau) durch. In der U-20-Wertung wurde er Fünfter. Nach dem Start hatte der 18-jährige Penzberger die Spitze übernommen, danach wechselten sich die beiden Läufer bei der Führungsarbeit ab. Nach der Hälfte der Distanz hatten sich die beiden deutlich vom Rest des Feldes entfernt. 200 Meter vor dem Ziel sah es so aus, als ob der Passauer sich absetzen können würde. Doch Luk Jäger konterte und erreichte knapp einen Meter vor seinem Konkurrenten das Ziel. Seine bisherige Bestzeit hatte er um sechs Sekunden unterboten.

TSV Penzberg: Nick Jäger bleibt über seiner Bestzeit

Knapp fünf Sekunden über seiner Bestzeit blieb Nick Jäger auf der 3000-Meter-Strecke. In einem hochklassig besetzten Rennen wurde er mit 8:57,07 Minuten Achter. Die meiste Zeit über lief er gemeinsam mit seinen Trainingspartnern, Brian Weisheit und Niklas Buchholz (beide LSC Höchstadt/Aisch). Doch gegen Ende des Rennens konnte der 20-jährige Penzberger den beiden nicht mehr folgen und verlor einige Sekunden. Es gewann Tim Stegmann (LAC Erfurt) in 8:33,64 Minuten; er war 2017 deutscher Meister.

Für Sprinter Raffieu Deen Johnson war das Stadion am Weinweg „ebenfalls kein optimales Pflaster“, so der TSV. Über die 100 Meter (11,04 Sekunden) und die 200 Meter (22,25) kam der 20-jährige Penzberger nicht an seine Bestzeiten heran. Bei beiden Starts hatte er Gegenwind, zudem regnete es jeweils leicht. Johnson wurde einmal Vierter und einmal Fünfter.

TSV Penzberg: Andreas Kölbl läuft schon wieder Vereinsrekord

Germering: Andreas Kölbl ist derzeit über die 400 Meter nicht zu stoppen. Beim „Bayern Top Meeting“ verbesserte er seine persönliche Bestzeit und den Vereinsrekord über die Stadionrunde erneut – auf nunmehr 49,53 Sekunden. Im schnellsten der drei Finalläufe setzte sich der Sindelsdorfer gegen Quirin Kappelmeier (LG Kreis Dachau/50,12) und Florian Bauer (LG Augsburg) durch, die ihn bis zur Zielgeraden gefordert hatten. „Ich habe nach 250 Metern den Atem von Quirin laut und deutlich gehört. Deshalb habe ich nochmal richtig Druck gemacht“, so Kölbl nach dem Rennen.

Nachdem er die ersten 100 Meter sehr schnell angegangen war, so der TSV in einer Mitteilung, ließ es Kölbl auf der Gegengerade etwas lockerer angehen. „Als ich nach 200 Metern die Zwischenzeit von 24,3 Sekunden gehört hatte, war ich erschrocken darüber, wie langsam ich bin“, erklärte der 26-Jährige. Kölbl beschleunigte und setzte sich einige Meter von den Konkurrenten ab. Auf den letzten 50 Metern wurden dann aber die Beine schwer und er musste kämpfen. Im Ziel freute sich Kölbl darüber, seine sechs Tage alte Bestzeit erneut um neun Hundertstel gesteigert zu haben.

Ebenfalls sehr zufrieden war Matthias Bauer, der über 400 Meter bei den Männern den fünften Platz belegte. Der 27-jährige Chemiker lief mit 52,69 Sekunden seine schnellste Zeit seit zwei Jahren. Damit steigerte er seine Saisonbestzeit um 0,54 Sekunden. „Im Vergleich zur Vorwoche in Vöhringen ging es mir auf den letzten 100 Metern wesentlich besser“, so Bauer. Auch Michael Speinle lief schneller als zuletzt – mit 55,17 Sekunden wurde er Neunter.

Einen packenden Zweikampf über die Stadionrunde lieferten sich in der U-18 Colin Klein (55,51) und Sven Lange (55,65), die im selben Zeitlauf angetreten waren. Auf der Zielgeraden kam Lange immer näher, doch Klein konnte ihn knapp in Schach halten. „Sven ist eindeutig zu langsam losgelaufen“, analysierte Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Nach der Hälfte des Rennens lag Klein zehn Meter voraus. Den Sieg in der U-18 holte Raphael Bock (LG Würm-Athletik) in 54,84 Sekunden. Eine Premiere, und zwar über die 300 Meter, feierte Sören Kuschel in der M-15-Klasse: Mit 42,08 Sekunden wurde er Fünfter.

Auch das ist interessant: Bei Baggerarbeiten in Seeshaupt am Starnberger See wurde eine Phosphorgranate entdeckt - die auch noch losging. Der Baggerarbeiter hatte dabei großes Glück. Motocrossfahrer Max Nagl eilt von Sieg zu Sieg. In Tschechien dominierte er das Geschehen. Dressurreiterin Cosima von Fircks gelang mit „Easy Fellow" beim Turnier in Hagen ein internationaler Erfolg.

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