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Ein erfolgreiches Team: Cosima von Fircks (RC Gut Adelsried) und „Nymphenburg’s Easy Fellow“ (hier eine Archivaufnahme).
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Ein erfolgreiches Team: Cosima von Fircks (RC Gut Adelsried) und „Nymphenburg’s Easy Fellow“ (hier eine Archivaufnahme).

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Top-Runden mit „Easy Fellow“: Cosima von Fircks erreicht besondere Marke

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Die Generalprobe für die Jugend-DM ist geglückt: In Donaueschingen feierte Cosima von Fircks mit „Easy Fellow“ zwei überlegene S-Siege - und erreichte damit zugleich eine besondere Marke.

Landkreis – Ihren zehnten Sieg in der S-Klasse hätte Cosima von Fircks auch auf jedem anderen Turnier gern eingeheimst. Dass es nun aber ausgerechnet beim CHI Donaueschingen klappte, machte die Sache umso schöner. Für die 20-jährige Dressurreiterin vom RC Gut Adelsried schließt sich damit ein Kreis. Vor zwei Jahren hatte sie beim internationalen „Fürst-Joachim-zu-Fürstenberg-Gedächtnisturnier“ ihre erste Goldschleife in der schweren Klasse geholt. Nun gelang ihr ausgerechnet in Donaueschingen in der FEI-Junge-Reiter-Kür ein Erfolg, der für den Erwerb des Goldenen Reitabzeichens obligatorisch ist. 

„Das ist schon cool“, freute sich von Fircks über diese besondere Punktlandung. Für die amtierende bayerische Meisterin war der Auftritt im Schwarzwald aber auch aus anderem Grund wichtig: Die Studentin wollte das stark besetzte Turnier als Generalprobe für die deutsche Jugend-Meisterschaft in Zeiskam (12. bis 15. September) nutzen – und das ist gelungen. Die Reise nach Donaueschingen „hat sich definitiv gelohnt“, so von Fircks.

Dressur: Von Fircks  erhält in Kür über 74 Prozent 

Mit „Nymphenburg’s Easy Fellow“ absolvierte sie beim CHI eine Tour für Junge Reiter. Die Konkurrenz war überschaubar, aber das schmälert das Ergebnis keineswegs. Jedes Paar muss sich allein dem Richterkollegium stellen. In beiden Prüfungen erhielten von Fircks und „Easy Fellow“ von allen fünf Richtern die Top-Wertung. In der Einzelaufgabe erhielt das Duo satte 71,206 Prozent. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Paar, Jeannine Pelzer (RV Nürtingen) und „Brentino“, betrug 54 Punkte. Tags darauf stand die Kür auf dem Programm. Dort lieferten von Fircks und der 13-jährige Westfalen-Wallach erneut eine starke Vorstellung ab. Diesmal erhielten sie 74,075 Prozent. „Da kann man nicht meckern“, so von Fircks. Sie freute sich über „zwei wirklich schöne Runden“.

Dressur: Bei Jugend-DM ist Finale das Ziel 

Mit „Easy Fellow“ ist die BWL-Studentin für die Jugend-DM nominiert. Dort will sie unter den Besten mitmischen: „Ich möchte auf alle Fälle ins Finale kommen.“ Allerdings weiß sie auch, dass so ein großes Turnier viele Unwägbarkeiten birgt: „Über drei Tage kann viel passieren.“ 2018, bei der Jugend-DM in München-Riem, hatte von Fircks großes Pech: Um gerade mal 0,701 Punkte verpassten sie den Einzug in die Finalprüfung.

Dressur: Von Fircks für gewisse Zeit in Norddeutschland 

Von Fircks ist mittlerweile vom bisherigen Wohnort München auf das elterliche Gestüt Nymphenburg bei Bad Zwischenahn (Nähe Oldenburg) übergesiedelt. Zum einen möchte sie sich intensiv der Arbeit mit ihren Pferden widmen – eine Saison gehört sie noch den Jungen Reitern an –, zum anderen will sie ihre Bachelor-Arbeit schreiben. Von Fircks absolviert an der Uni Oldenburg ein BWL-Studium für Leistungssportler. Der Abstecher in den Norden ist auf eine gewisse Zeit angelegt, so von Fircks. Ihre oberbayerische Heimat wird sicher wieder eine Rolle in ihrem Leben spielen. „Die Berge fehlen mir hier oben schon“, sagt sie. Von Fircks wird auch weiter für den RC Gut Adelsried reiten.

In Donaueschingen trat die bayerische Titelträgerin obendrein mit „Nymphenburg’s First Ampere“ an, und zwar in der Quali zum Nürnberger Burgpokal. Die Konkurrenz besteht dort zum Teil aus Berufsreitern. Einige von ihnen, „reiten schon länger professionell als ich lebe“, so die 20-Jährige mit einem Schmunzeln. Zum Auftakt, im St.-Georg-Special, war ihr achtjähriger Hengst „leider nicht so ganz bei mir“. So passierten Fehler in den Dreier-Wechseln. Platz zwölf stand zu Buche; von Fircks selbst hatte trotz der Fehler mit einem besseren Resultat gerechnet. Die Richter waren sich auch uneins – zwischen Rang drei und 15 pendelten die Wertungen.

Dressur: „First Ampere“ am zweiten Tag voll konzentriert 

Am Tag darauf lief es deutlich besser. „First Ampere“ ließ sich durch nichts ablenken, was in Donaueschingen bisweilen eine Herausforderung ist. Die Zuschauer sitzen sehr nah am Viereck, der Durchgang für die Besucher zum Springplatz liegt auch in unmittelbarer Nähe. So manchem Paar – unter anderem auch Lisa Müller (RFV Hachinger Tal) und „Gut Wettlkam’s Stand by me“ – wurde die Ablenkung zum Verhängnis. „First Ampere“ war voll konzentriert, „dafür war ich sehr dankbar“, so von Fircks. Sie freute sich über „eine fehlerfreie Runde“, Rang sechs (69,854%) und eine Schleife.

Fürs Burgpokal-Finale im Dezember in Frankfurt qualifiziert sich in allen Qualifikationen nur der Sieger des zweiten Tages, in Donaueschingen Nicole Casper (LPSV Donzdorf) mit „Zalando“. Von Fircks möchte noch einen Anlauf nehmen – eine Möglichkeit bietet sich für sie bei „Faszination Pferd“ in Nürnberg Ende Oktober/Anfang November. 

Auch das ist interessant:

Mit einem Sweep zu Bayern-Gold - Mehrere Wochen hatte Cosima von Fircks pausieren müssen. Bei der bayerischen Meisterschaft gelang der Dressurreiterin nun ein Hattrick – danach packten die Konkurrenten handfest zu.

Cosima von Fircks gelingt Hattrick beim Nationenpreis - Erstmals durfte Cosima von Fircks (RC Gut Adelsried) bei einem Nationenpreis antreten. In Ungarn lief es für sie überragend, die Reiterin trotzte sogar Naturgewalten.

Robert Sirch bleibt auch ohne Uhr in der Zeit - Die Vielseitigkeit fordert Pferd und Reiter in besonderem Maße. Bei den Turnieren in Unterbeuern und Schwaiganger spielten Protagonisten aus dem Landkreis jeweils eine gute Rolle.

Klippenspringerin Schmidbauer verspürt plötzlich einen besonderen Druck - Beim „Red Bull Cliff Diving“ in Mostar musste sich Iris Schmidbauer mit Rang neun zufrieden geben. Die Pählerin war danach selbstkritisch, erhielt aber auch Lob von einer Springer-Legende.

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