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Frauenpower bei den Jungen Reitern: Cosima von Fircks (Mi.) vom RC Gut Adelsried gewann in der Dressur vor Enya Müller (l.) und Daniela Fendt.
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Gute Auftritte: Mit „Nymphenburg‘s First Ampere“ holte Cosima von Fircks zwei Platzierungen. Das Foto entstand in Kronberg.
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Top-Duo bei den Jungen Reitern: Cosima von Fircks und „Nymphenburg‘s Easy Fellow“. Das Foto entstand in Kronberg.

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Mit einem Sweep zu Gold: Cosima von Fircks lässt der Konkurrenz keine Chance

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Mehrere Wochen hatte Cosima von Fircks pausieren müssen. Bei der bayerischen Meisterschaft gelang der Dressurreiterin nun ein Hattrick – danach packten die Konkurrenten handfest zu.

München – Die Konkurrenten kannten mit Cosima von Fircks keine Gnade. Enya Müller und Thomas Trischberger hatten die Reiterin vom RC Gut Adelsried von hinten gepackt, trugen sie vom Podest quer über den Reitplatz – und warfen sie kurzerhand in den Wassergraben. Die vor ihr geehrten Meister „wurden alle nicht reingeworfen“, sagte von Fircks mit gespieltem Protest. Sie nahm es locker, auch wenn der Frack und vor allem die Hose wegen des blau gefärbten Wassers ziemlich ramponiert aussahen. Derlei Taufen „gehören schon dazu“, so die 20-Jährige. Und in ihrem Fall war sie auch wirklich angebracht. Denn von Fircks hatte sich bei den bayerischen Titelkämpfen auf der Olympia-Reitanlage absolut meisterlich präsentiert.

In der Klasse „Junge Reiter“ gewann sie mit dem 13-jährigen Wallach „Nymphenburg’s Easy Fellow“ alle drei Wertungsprüfungen der Klasse S* und holte sich so die Goldmedaille. Ein Ergebnis, das in dieser Ausgestaltung für von Fircks überraschend kam: „Rechnen sollte man mit so etwas sowieso nie.“ Mit ihrem zweiten Pferd, dem achtjährigen Hengst „Nymphenburg’s First Ampere“, holte die Reiterin obendrein noch zwei Platzierungen. Angetreten war von Fircks mit dem Wunsch, unter die ersten drei der Gesamtwertung zu kommen und sich so für die deutsche Jugend-Meisterschaft zu qualifizieren. Dass es dann so gut läuft, war für sie umso schöner – zumal die 20-Jährige davor vom Pech verfolgt war.

Reiten: Enttäuschung in Warendorf schnell abgehakt   

Der Auftritt beim „Preis der Besten“ in Warendorf verlief nicht nach Wunsch, „First Ampere“ verletzte sich, was zur Aufgabe führte. So war jegliche Chance auf eine Qualifikation für die EM dahin. Zudem wurde von Fircks krankheitsbedingt zu einer Pause gezwungen. Mit Lamentieren hielt sich die BWL-Studentin aber nicht auf: „Ich lebe nach dem Prinzip: abhaken und weitermachen.“ Dass dies die richtige Einstellung ist, zeigte sich nun bei der bayerischen Meisterschaft.

Reiten: „Easy Fellow“ verliert Hufeisen beim Auftakt

Da ließ sich von Fircks auch von diversen Widrigkeiten nicht aufhalten. In der ersten Wertungsprüfung verlor „Easy Fellow“ ein Hufeisen. Nicht zuletzt daraus resultierten einige Fehler. Dennoch holte von Fircks mit dem routinierten Wallach den Sieg (69,254 Prozent). Die Fehler korrigierte das Duo mit Lektionen, in denen es vorzüglich lief. „First Ampere“ erschreckte sich unmittelbar vor der Prüfung vor etwas außerhalb des Vierecks und war entsprechend aufgeputscht. Der siebte Platz (67,412) bedeutete angesichts der Umstände ein gutes Resultat. In die zweite Prüfung gingen von Fircks und „Easy Fellow“ als erstes Paar und feierten einen Start-Ziel-Sieg mit 70,219 Prozent. Mit „First Ampere“ sprang der sechste Rang (67,895) heraus. Von einem Richter wurde das Duo an Position eins gesetzt.

Reiten: Von Fircks siegt in Kür mit mehr als 74 Prozent 

Im Finale darf ein Reiter nur mit einem Pferd antreten. Mit „Easy Fellow“ lieferte von Fircks eine starke St.-Georges-Kür ab. Mit beachtlichen 74,350 Prozent – nah dran an von Fircks’ persönlicher Bestleistung – gewann das Duo die Prüfung. Von Fircks war voll des Lobes über den Wallach: „Er hat sich in super Form gezeigt.“ Vor der Kür lagen die Top-Reiter eng beieinander. Die 20-Jährige wählte daher eine defensivere Taktik: „Ich habe versucht, dem Pferd Sicherheit zu vermitteln, und wollte eine möglichst saubere Runde reiten.“ Das gelang bestens, von allen fünf Richtern gab es die beste Bewertung. In der Gesamtwertung der bayerischen Meisterschaft hatte von Fircks am Ende 6,3 Punkte Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Enya Müller (RV Waldhauser Hof) mit „Rudolph“. Bronze ging an Daniela Fendt (RA München), die mit „Fiderstern“ in der Kür Zweite wurde und so bis auf 1,49 Punkte an Müller heranrückte.

Reiten: Jugend-DM wirft ihre Schatten voraus 

Bei der Jugend-DM (12. bis 15. September in Zeiskam) möchte von Fircks nun „möglichst gut abschneiden“. Mit „First Ampere“ hoffte sie auf gute Resultate in der Quali für den Nürnberger Burg-Pokal. Derzeit steht von Fircks bei acht S-Siegen, zwei weitere würden ihr eine besondere Auszeichnung bescheren: „Das Goldene Reitabzeichen wäre schon nett“, sagt sie schmunzelnd.

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Seeshaupter Youngster überraschen bei H-Boot-Regatta - Da staunten die Konkurrenten nicht schlecht: Bei der H-Boot-Regatta am Ammersee dominierte ein junges Team aus Seeshaupt das Geschehen - und holte sich am Ende prompt den Wanderpokal.

Überragendes Ergebnis im Nationenpreis - Erstmals durfte Cosima von Fircks (RC Gut Adelsried) bei einem Nationenpreis antreten. In Ungarn lief es für sie überragend, die Reiterin trotzte sogar Naturgewalten.

Wilzhofener Jungschützen stark bei Bayerischer - Als der Wettkampf im Kleinkaliber-Dreistellungskampf beendet war, hatte Wilzhofens Schützenmeister Alois Ulbrich allen Grund zur Zufriedenheit. Sein Schützen-Nachwuchs hatte bei den bayerischen Meisterschaften vollauf überzeugt.

Reit-Nachwuchs siegt mit Top-Noten - Springen und Dressur standen beim Reitturnier des LRFV Burggen auf dem Programm. Dem Nachwuchs der „Weilheimer Pferdefreunde“ gelangen feine Ritte, die prompt belohnt wurden.

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