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Im Fokus nicht nur der Wertungsrichter: Xenia Selbach bei ihrer Musikkür, die sie bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft zeigte.
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Silber in der Spiralekür: Nina Beerbohm bewies beim Deutschland-Cup große Nervenstärke.
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Stefanie Peisker bei der Geradekür, im Hintergrund Trainerin Sandra Ryschka.

Rhönrad

Gold, Silber und Bronze für TSV Weilheim

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Um die Titel im Deutschland-Cup und bei der deutschen Team-Meisterschaft ging es für die Rhönradturner in Bielefeld. Die Athleten des TSV Weilheim zeigten, dass sie national mithalten können und holten einen Medaillensatz.

Weilheim – Für Rebekka Lochstampfer ging es in Sachen „Rhönrad“ steil nach oben. Beim Bayernpokal im Sommer in Schweinfurt absolvierte die ehemalige Gerätturnerin erst ihren dritten Wettkampf und wurde gleich Zweite. Danach gelang auf Anhieb die Qualifikation zum Deutschland-Cup. Und dort lieferte Lochstampfer in der „Altersklasse 13/14 ein starkes Debüt auf Bundesebene ab. Ihre Kür klappte „bis auf einen Wackler einwandfrei“, so der TSV in einer Mitteilung. Zum Podest reichte es knapp nicht, unter 27 Teilnehmerinnen belegte sie mit 0,35 Punkten Rückstand auf Bronze den beachtlichen vierten Platz. „Eine super Leistung, die sie in folgenden Jahren sicherlich noch toppen kann“, so lautete das Fazit des Trainerteams um Sandra Ryschka.

Rhönrad: Nina Beerbohm erstmals bei Deutschland-Cup dabei 

Ebenfalls erstmals für den Deutschland-Cup (die Kategorie unterhalb der deutschen Meisterschaft) hatte sich Nina Beerbohm (Altersklasse 17/18) qualifiziert. Die TSV-Athletin zeigte eine starke Gerade-Kür so gut wie fehlerfrei. Um eine Medaille zu holen, fehlte ihr allerdings etwas die Schwierigkeit in der Übung. Der fünfte Platz unter 30 Starterinnen war das Optimum. In der Spirale-Kür hatte Beerbohm mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Während ihrer Übung ging das Rad kaputt, sie musste ihren Auftritt abbrechen. Mit einem anderen Rad bekam sie eine neue Chance – und bewies dabei große Nervenstärke. Beerbohm turnte sicher durch und holte mit 4,95 Punkten souverän die Silbermedaille in einem sieben Starterinnen großen Feld.

Rhönrad: Florian Weiß siegt bei Deutschland-Cup überlegen

Schon ein regelmäßiger Gast beim Deutschland-Cup ist Florian Weiß (Altersklasse 17/18). In der Gerade-Kür holte er, wie schon 2018, den Sieg. Aufgrund seiner gegenüber den Konkurrenten deutlich schwierigeren Übung siegte Weiß mit 1,1 Punkten Vorsprung – im Rhönradturnen ist das viel. Im Sprung hatte der TSV-Turner vor allem beim ersten Versuch einige Schwierigkeiten. Der zweite Sprung gelang dann deutlich besser – das bescherte ihm mit 5,95 Punkten die Bronzemedaille hinter Linda Plaschke (TV Liedberg/6,45) und Carolin Witt (SV Kirchweyhe/6,40). Im Sprung wurden männliche und weibliche Athleten zusammen gewertet.

Rhönrad: Als jüngstes Team bei Vereins-DM

Neben dem 22. Deutschland-Cup wurde die 47. deutsche Mannschaftsmeisterschaft ausgetragen. Das TSV-Team musste allerdings in Bielefeld ohne die verletzte Karina Peisker (sie hat schon WM-Medaillen gewonnen) antreten. Letztlich stellten die Oberbayern die jüngste Riege der Konkurrenz, als Sechste landeten sie nach einer „soliden Leistung“ vor dem gastgebenden TSVE 1890 Bielefeld. Den Sieg holte sich die SG Darmstadt.

Sechs Übungen flossen in die Wertung ein. Valentina Hammer, die Jüngste der Truppe, zeigte eine neue Spiralekür. Sie machte ihre Sache gut, jedoch bekamen die Gegnerinnen, die teils WM-Erfahrung hatten, höhere Wertungen. Celina Sinner präsentierte eine eigens für den Auftritt erstellte Kür auf Musik („A million dreams“). Stefanie Peisker überzeugte in der Spiralekür, in der Geradekür unterlief ihr ein Fehler, der Punkte kostete. Dennoch ließ sie Konkurrentinnen hinter sich. Xenia Selbach, die einzige Erwachsene im Team, demonstrierte im Sprung einen gestreckten Vorwärtssalto vom Rad mit Wacklern. In ihrer Musikkür zeigte sie erstmals einen Handstand auf dem Rad, der noch nicht komplett gelang.

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