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Celina Sinner: Der Traum von der WM-Teilnahme lebt

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Von: Paul Hopp

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Im Bundeskader: Celina Sinner (hier in der Gerade-Kür) darf an der Quali zur WM teilnehmen.
Im Bundeskader: Celina Sinner (hier in der Gerade-Kür) darf an der ersten Qualifikationsrunde zur WM teilnehmen. © Larissa von Behren

Medaillen gab es für die Rhönrad-Turnerinnen des TSV Weilheim bei der DM keine. Und doch darf die Sparte ein positives Fazit ziehen, denn die Auftritte waren beachtlich. Celina Sinner darf gar von einer WM-Teilnahme träumen.

Weilheim/Essen – Medaillen gab es für die Rhönrad-Turnerinnen des TSV Weilheim bei der deutschen Meisterschaft keine. Und doch darf die Sparte ein positives Fazit ziehen, denn bei den Wettkämpfen der Jugendlichen und Erwachsenen in Essen zeigten die Athletinnen – bezogen auf ihren jeweiligen Leistungsstand – beachtliche Auftritte. Obendrein hatten sich bis dato noch nie so viele – diesmal waren es fünf – für die Titelkämpfe in der Bundesklasse qualifiziert.

Julia Durmann gab ihr DM-Debüt. In der Altersklasse der 13- und 14-Jährigen zeigte sie laut einer Mitteilung „in allen Disziplinen schöne Übungen“. Als eine der Jüngsten landete sie unter 23 Teilnehmerinnen auf dem neunten Platz. Damit war sie Beste von fünf bayerischen Turnerinnen. In der Gerade-Kür – Durmann kam auf 8,90 Punkte – waren nur sechs Athletinnen besser als die TSV-Turnerin. Zum Programm der Bundesklasse gehörten noch die Spirale-Kür sowie der Sprung.

Gutes DM-Debüt: Julia Durmann (hier bei ihrer Spirale-Übung) belegte in der Ak 13/14 Platz neun. Larissa von behren
Gutes DM-Debüt: Julia Durmann (hier bei ihrer Spirale-Übung) belegte in der Ak 13/14 Platz neun. Im Hintergrund Xenia Selbach. © Larissa von Behren

Auf einem für sie guten sechsten Platz beendete Valentina Hammer den Wettkampf bei den 15- und 16-Jährigen. Ein Wermutstropfen war jedoch der Umstand, dass sie am Ende nur um zwei Zehntelpunkte die Nominierung für den Bundeskader verpasst hatte. Im Sprung (6,25) steigerte Hammer sich im Vergleich zur süddeutschen Meisterschaft deutlich. Auch die Spirale-Kür (7,20) lief „bis auf eine kleine Unsauberkeit am Ende sehr gut“, teilte der TSV Weilheim mit. In der Gerade-Kür (9,10) unterliefen Hammer einige Fehler, die entscheidende Zehntel kosteten. Mit der Wertung, die sie bei den süddeutschen Titelkämpfen im Geradeturnen erreicht hatte, hätte Hammer in Essen sogar die Bronzemedaille gewonnen.

Celina Sinner schafft Norm für die WM-Qualifikation

Den Sprung in den Jugendkader des Deutschen Turner-Bundes schaffte Celina Sinner, die in der „Ak 17/18“ den siebten Platz unter 14 Starterinnen belegte. In der Spirale-Kür musste sie einen Sturz hinnehmen, dafür gelang ihr der Sprung bestens. In der Gerade-Kür hatte sie nur kleine Wackler und holte mit 9,90 Punkten das beste Einzelergebnis einer Weilheimerin bei der DM. Mit ihrer Platzierung und ihrem Gesamtresultat (22,75) hat sich Sinner einen Start bei der ersten WM-Qualifikation im kommenden Februar gesichert. Die Weltmeisterschaft geht 2022 in Dänemark über die Bühne.

Erster DM-Start bei den Erwachsenen: Stefanie Peisker vom TSV Weilheim, hier bei ihrer Musik-Kür.
Erster DM-Start bei den Erwachsenen: Stefanie Peisker vom TSV Weilheim, hier bei ihrer Musik-Kür. © Larissa von Behren

Jeweils ihren ersten DM-Start bei den Erwachsenen absolvierten Stefanie Peisker und Xenia Selbach. Beide überzeugten im Mehrkampf, auch wenn die Top Ten, die an der ersten WM-Quali teilnehmen dürfen, außer Reichweite waren. Da Deutschland zu den führenden Nationen im Rhönradturnen zählt, ist das Niveau sehr hoch. Auch die Anzahl der Teilnehmerinnen ist groß: In Essen traten 27 Frauen an.

Peisker (20. Gesamtplatz) hatte beim Sprung etwas Probleme, Selbach (18.) musste in ihrer Spirale-Übung ziemlich kämpfen. Dafür legten beide eine gelungene Gerade-Kür (mit Musik) hin. Im Vergleich zu ihren Auftritten bei der süddeutschen Meisterschaft steigerten sie sich deutlich – Selbach um 1,4 Punkte (auf 9,35) und Peisker um 1,25 Punkte (auf 8,90).

Die ehemalige TSV-Turnerin Karina Peisker, die ältere Schwester von Stefanie, holte im Mehrkampf Bronze und war auch im Spirale-Finale (Silber) und im Sprung-Finale (Bronze) erfolgreich. Die 21-Jährige aus Freising studiert mittlerweile in Hamburg und startete für den TSV Trittau (Schleswig-Holsteig). 2018 hatte Karina Peisker (damals für den TSV Weilheim startend) bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz dreimal Gold (Mehrkampf, Spirale, Sprung) und einmal Bronze (Gerade) gewonnen. Den DM-Titel der Erwachsenen in Essen holte sich Lilia Lessel (SG Grün-Weiß Darmstadt) – sie war eine der Topfavoritinnen auf Gold.

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