1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim

Alexander Dürr springt ein - und wird zum Matchwinner

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Freude über den dritten Sieg in Folge: die Ringer des AC Penzberg nach dem Erfolg gegen Westendorf II. Den Matchwinner, Alexander Dürr, haben die Kameraden mal eben „quergelegt“.
Freude über den dritten Sieg in Folge: die Ringer des AC Penzberg nach dem Erfolg gegen Westendorf II. Den Matchwinner, Alexander Dürr, haben die Kameraden mal eben „quergelegt“. © AC Penzberg

Die Ringer des AC Penzberg sind in der Landesliga Süd in Fahrt gekommen. Das 27:21 gegen den TSV Westendorf II bedeutete den dritten Sieg in Folge für die „Bayrisch Felser“. Matchwinner war ausgerechnet ein Athlet, der nach längerer Pause eingesprungen war.

Die Ringer des AC Penzberg sind in der Landesliga Süd in Fahrt gekommen. Das 27:21 gegen den TSV Westendorf II bedeutete den dritten Sieg in Folge für die „Bayrisch Felser“, die nun hinter Unterföhring Tabellenzweiter sind. Matchwinner vor rund 120 Zuschauern war ausgerechnet ein Athlet, der nach längerer Pause eingesprungen war: Alexander Dürr. 

Der mittlerweile 40-Jährige, Trainer der AC-Schüler, hatte in den Saisonen 2019 und 2018 noch je sieben Kämpfe für Penzberg bestritten. Die volle Zahl von 14 Kämpfen innerhalb der Liga-Saison hatte Dürr letztmals 2017 absolviert.

Gegen Westendorf II kam er im vorletzten Kampf des Abends zum Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt führten die Penzberger mit 26:18. Im ungünstigsten Fall hätten die Gäste noch ein Remis erreichen können. Seinen konditionellen Nachteil machte Dürr durch seine Erfahrung und Technik wett – „und riss so das Publikum mit“, heißt es in einer AC-Mitteilung. Nach der vollen Kampfzeit von sechs Minuten stand es 11:11. Da Dürrs Gegner eine Verwarnung kassiert hatte, bekam der AC-Ringer einen Punkt zugesprochen. Damit waren die Gastgeber uneinholbar enteilt.

AC Penzberg gelingt in Landesliga dritter Sieg in Folge

Nach dem ersten Teil hatte der Athletenclub mit 16:11 geführt. Mustafa Karaismailoglu (57 Kilo/Freistil) schaffte es kurz vor dem Wiegen noch, sein Kampfgewicht zu erreichen. Zuvor war er noch 500 Gramm zu schwer gewesen. Der Aufwand lohnte: Dem Penzberger gelang nach 3:40 Minuten ein Schultersieg. Kampflos, da Westendorf keinen Ringer stellen konnte, bekam Peter Vierke im Schwergewicht vier Punkte. Benedikt Gattinger (61 Kilo/Griechisch-römisch) musste sich aufgrund technischer Überlegenheit des Kontrahenten geschlagen geben. Einen schweren Stand hatte auch Fabian Probst (98 Kilo/GR), dessen Gegenüber deutlich größer war. Nach sechs Minuten verlor der Penzberger nach Punkten (0:3). Zarali Zadran (66 Kilo/FS) traf auf Patrick Meichelböck, der sich schon zweimal für eine DM qualifiziert hatte. Nach gut eineinhalb Minuten hatte der Westendorfer mit technischer Überlegenheit gewonnen. Im Kampf darauf holte AC-Trainer Clemens Seidler (86 Kilo/FS) vier Punkte: Nach dreieinhalb Minuten lag er gegen Lennart Wunderlich mit 16:1 vorn. Martin Welk (75 Kilo/GR) hatte zwar Probleme mit seiner Schulter, dennoch gelang es ihm, seinen Gegner mit einem Armdrehschwung zu schultern.

Nach der Pause gelang Karaismailoglu (57 Kilo/GR) mit einem Durchdreher ein 2:0-Punktsieg. Nichts anbrennen ließ Thomas Kramer (130 Kilo/GR): Ihm glückte nach 2:35 Minuten ein Schultersieg. Nur eine knappe halbe Minute dauerte der Kampf von Benedikt Gattinger (61 Kilo/FS), dann war er auf die Schultern gezwungen. Die Niederlage machte Seidler (98 Kilo/FS) wett. Dem Publikum zeigte er Kreuz- und Schulterwurf und feierte am Ende einen Schultersieg. Einen Schreckmoment gab es im zweiten Kampf von Zadran (66 Kilo/GR): Von Gegner Niclas Gaa war er unabsichtlich durch einen Stoß am Kinn getroffen worden und bewusstlos niedergegangen. Sanitäter Jürgen Frank reagierte sofort – nach einer Behandlung konnte der Penzberger weitermachen. Zadran verlor nach Punkten (0:3). Dennoch lag der AC deutlich vorn, und Dürr machte nun alles klar.

So konnte Tobias Bauer (75 Kilo/FS) sein Comeback nach Verletzung ohne den Druck des Gewinnen-Müssens absolvieren. Gegen Daniel Joachim, der auch in der ersten Mannschaft des TSV Westendorf in der Oberliga ringt, hielt er das Geschehen lange offen und gab am Ende nur drei Punkte ab.

Nächster Heimkampf ist das Spitzuenduell

Am Samstag, 23. Oktober, trifft der AC Penzberg zu Hause auf den noch ungeschlagenen SC Isaria Unterföhring. Kampfbeginn in der Turnhalle am ehemaligen Wellenbad ist um 19.30 Uhr. Der Einlass erfolgt nach der 3G-Regel. Die Schüler des AC Penzberg treffen ab 17.30 Uhr auf den TSV Westendorf und absolvieren Hin- und Rückkampf.

Auch interessant

Kommentare