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Was für eine Erleichterung: Nach dem hart erkämpften Sieg gegen Freising feierten die Penzberger Ringer zusammen mit ihren Fans. 

Ringen: Oberliga

Penzberger Sieg in letzter Sekunde

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Spannend bis zur buchstäblich letzten Sekunde war der Oberliga-Heimkampf des AC Penzberg gegen die SpVgg Freising.

Penzberg – Vor dem letzten Kampf führten die Gastgeber hauchdünn mit 15:14. Die Entscheidung musste somit im Duell zwischen Martin Welk in der 75-Kilo-Freistilklasse gegen Freisings Christopher Mayer fallen. Nach der ersten Runde lag Welk mit 2:4 hinten, dann aber sammelte er Punkt um Punkt. Zehn Sekunden vor dem Ende lag der Penzberger mit 16:7 vorn, ehe es für ihn noch einmal richtig brenzlig wurde. Der Freisinger setzte eine Kopfklammer an, die Welk fast auf die Schultern zwang. Erst der Schlussgong erlöste den Penzberger. Damit hatte der Athletenclub mit 17:14 gewonnen.

Nachdem der bis vor zwei Wochen noch punktlose Tabellenletzte, der SV Mietraching, sich offensichtlich noch nicht aufgegeben und zweimal in Folge gewonnen hat, darunter war auch ein 14:11 gegen Penzberg, war dieser Sieg von enormer Bedeutung für den Athletenclub. Andernfalls wäre der Vorsprung auf Mietraching bei drei noch ausstehenden Kämpfen bis auf einen einzigen Punkt zusammengeschmolzen.

Penzbergs Abdullah Hasani (57 Kilo, Freistil) sackte kampflos vier Punkte ein, da die Freisinger in dieser Gewichtsklasse keinen Kämpfer aufboten. Anschließend bot Thomas Kramer (98 Kilo, griechisch-römisch) laut einer Mitteilung des Vereins gegen den favorisierten Ungarn Zoltan Keri einen „starken Fight“. Unterm Strich musste er sich aber knapp nach Punkten geschlagen geben.

Im Kampf von Tobias Bauer Bauer (61 Kilo, Freistil) hatten sich die AC-Verantwortlichen etwas mehr erwartet als einen Punkt. Immerhin hatte Bauer im Hinkampf seinen Kontrahenten Christian Zacherl geschultert. Diesmal aber war der Freisinger sehr passiv, der Penzberger konnte kaum einmal eine nennenswerte Aktion starten. Peter Vierke (130 Kilo, Freistil) kam mit Rafael Toth überhaupt nicht zurecht. Der Ungar in Reihen der Freisinger zeigte „sehr gut vorbereitete Angriffe“, wie der AC schreibt, und holte aufgrund technischer Überlegenheit vier Punkte für sein Team. Anschließend musste auch Christian Hagn (66 Kilo, griechisch-römisch) die Überlegenheit seines Freisinger Kontrahenten Nico Sausenthaler anerkennen, der vier weitere Zähler aufs Freisinger Konto überwies. Damit lagen die Penzberger zur Pause mit 6:10 hinten.

Diesen Rückstand hatten die Gastgeber bereits im ersten Kampf wieder aufgeholt. Clemens Seidler (86 Kilo, Freistil) dominierte den sehr passiv eingestellten Oliver Straub nach Belieben. Der Penzberger gewann aufgrund technischer Überlegenheit, damit stand es 10:10. Richtig schwer tat sich Alex Horst (80 Kilo, griechisch-römisch) gegen den körperlich überlegenen Freisinger Dominik Kratzer. Aufgrund seiner Konditionsstärke erreichte Horst schließlich einen 4:2-Punktsieg. Weniger gut erging es anschließend Alexander Dürr (75 Kilo, griechisch-römisch) gegen Ion Gaimor. Nach „einem sensationellen Zwiegriff“, so der AC in seiner Mitteilung, hatte der noch ungeschlagene Moldawier den Penzberger geschultert.

Damit lag der Athletenclub zwei Kämpfe vor dem Ende mit 11:14 im Hintertreffen. Und auch im Kampf von Danel Horst (71 Kilo, Freistil) sah es zunächst nicht gut aus. Der Penzberger, der aus taktischen Gründen eine Gewichtsklasse höher als üblich antrat und der daher entsprechend Gewicht gemacht hatte, tat sich gegen Philipp Unützer recht schwer. Zudem ließ Horsts Kondition mit zunehmender Kampfdauer ab. Unter den Anfeuerungsrufen der Penzberger Zuschauer gelang es ihm schlussendlich aber, den Freisinger zu schultern. Damit war alles gerichtet für den alles entscheidenden letzten Kampf des Abends.

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