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Simmeth siegt unter der Zugspitze

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Von: Paul Hopp

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Und er läuft und läuft . . .: Robert Simmeth ließ sich beim „Zugspitz Ultratrail“ von den widrigen Bedingungen nicht aufhalten. foto: privat
Und er läuft und läuft . . .: Robert Simmeth ließ sich beim „Zugspitz Ultratrail“ von den widrigen Bedingungen nicht aufhalten. © Privat

 In Bewegung ist Robert Simmeth „schon das ganze Leben“, wie der Penzberger sagt. Früher war er bei den Ringern des AC Penzberg, errang 1978 sogar einen bayerischen Meistertitel. Ansonsten ist der 50-Jährige viel mit dem Rad unterwegs, läuft gern und geht Schwimmen. Mit seinen Trainingskumpels geht Simmeth jedes Jahr „ein anderes Projekt an“, erzählt er. Heuer war es die Teilnahme beim Zugspitz-Ultratrail. Auf der so genannten „Basetrail XL“-Strecke über 30 Kilometer und 1600 Höhenmeter lief Simmeth nicht nur mit – er gewann in 3:16:59 Stunden die „Senior Master“-Klasse. „Das hat mich selber gewundert“, sagt er.

Gemeinsam mit Mario Sacher nahm Simmeth die anspruchsvolle Strecke, die von Mittenwald nach Grainau führte, in Angriff. Die Bedingungen waren alles andere als lauf-freundlich. Der Start erfolgte im Dauerregen, die Temperaturen bewegten sich um die 10 Grad Celsius. Am höchsten Punkt, auf etwa 1800 Metern, war es um die 5 Grad kalt. Aufgrund der Wetterlage wurde eine Ausweichstrecke gelaufen. Gegenüber dem ursprünglichen Kurs war sie fünf Kilometer kürzer und wies etwa 200 Höhenmeter weniger auf. „Es hat uns gewundert, dass bei diesen Wetterverhältnissen das Rennen nicht abgesagt wurde“, berichtete Simmeth. „Was bergauf und auf Forststraßen ,gegen die Strömung‘ noch kein Problem war, wurde auf den Singletrails und bergab zum hohen Risiko.“ Knöcheltiefer Schlamm sowie rutschige Wurzeln, Steine und Felsen machten den Teilnehmern zu schaffen.

Simmeth kam gut und ohne Sturz durch das Rennen. Die Anstrengung war aber beträchtlich: „Es war schon eine Quälerei“, so der Penzberger. Die Belohung folgte dann am Schluss: „Wenn man als Erster durchs Ziel kommt, macht es Spaß“, sagt der zweifache Familienvater, der bei „Roche“ arbeitet. Mario Sacher kam nicht allzu lange nach Simmeth ins Ziel und landete mit der Zeit von 3:26,59 Stunden in der Klasse „Master men“ auf dem starken neunten Platz. Was Simmeth im nächsten Jahr für ein „Projekt“ angeht, ist noch nicht klar. „Vielleicht irgendein Triathlon...“, sagt er.

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