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Dramatisches Finish im High Diving: Iris Schmidbauer jubelt über EM-Gold

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Von: Paul Hopp

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Europameisterin Iris Schmidbauer mit Silbermedaillengewinnerin  Antonina Vyshyvanova (links) aus der Ukraine und der drittplatzierten Elisa Cosetti (rechts).
Europameisterin Iris Schmidbauer mit Silbermedaillengewinnerin Antonina Vyshyvanova (links) aus der Ukraine und der drittplatzierten Elisa Cosetti (rechts). © FILIPPO MONTEFORTE/AFP

Äußerst spannend verlief der High-Diving-Wettkampf der Frauen bei der Schwimm-EM. Am Ende jubelte Iris Schmidbauer aus Pähl. Die zweite Deutsche hatte dagegen Pech.

Rom - Als sich Iris Schmidbauer für ihren finalen, vierten Sprung bereit machte, tauchte die Sonne die Plattform und die Pählerin in ein goldenes Licht. Ein himmlisches Zeichen für das, was danach kommen sollte. Denn bei der Siegerehrung bekam die 27-Jährige die Goldmedaille um den Hals gehängt. Mit 309,30 Punkten hatte Schmidbauer den High-Diving-Wettbewerb am Freitagabend gewonnen und sich den EM-Titel geholt.

Den Erfolg hatte sich die Pählerin verdient. Von allen acht Teilnehmerinnen hatte sie das schwierigste Programm. In den finalen Durchgang ging sie – zusammen mit der punktgleichen Anna Bader – als Zweite. Vor beiden lag die Italienerin Elisa Cosetti, die im dritten Durchgang geglänzt hatte. Der Lokalmatadorin sowie Bader gelangen die finalen Versuche nicht so gut.

Dramatisches Finish mit glücklichem Ausgang

Cosetti wurde am Ende Dritte (284,30), Bader (281,90) mit geringem Rückstand Vierte. Umso besser absolvierte die Pählerin ihren Sprung: einen rückwärts gesprungenen Dreifachsalto mit zwei Schrauben. Damit übernahm sie die Spitze. Den Silberplatz belegte die Ukrainerin Antonina Vyshyvanova (295,4), die im Finale eine Aufholjagd gestartet hatte.

Saubere Ausführung: Iris Schmidbauer bei einem ihrer Sprünge am zweiten Wettkampftag der Schwimm-EM.
Saubere Ausführung: Iris Schmidbauer bei einem ihrer Sprünge am zweiten Wettkampftag der Schwimm-EM. © Gregorio Borgia

Schmidbauer war als Zweitplatzierte in den zweiten Wettkampftag gegangen. Nach zwei Runden lag sie nur 5,10 Punkte hinter Bader zurück. Der Abstand Schmidbauers auf die drittplatzierte Cosetti betrug 15,50 Punkte.

Schmidbauer holt EM-Titel im High Diving

Medaillen im High Diving wurden heuer erstmals im Rahmen einer Schwimm-EM vergeben. Die Frauen springen aus 20 Metern Höhe, die Männer aus 27 Metern. In Rom ermitteln die Männer am Samstag in zwei finalen Runden den Sieger. Zur Halbzeit führt der Rumäne Catalin Preda. Der Deutsche Manuel Halbish liegt auf Rang 13. Seit 2013 gehört die Extremsportart zum WM-Programm. Bei der Premiere in Barcelona holte Anna Bader Bronze.

Bei Wettkämpfen des Weltschwimmverbandes FINA firmiert die Disziplin, die landläufig als Klippenspringen bekannt ist, unter dem Begriff „High Diving“. Von echten Klippen wird ohnehin nur mehr selten gesprungen. Auch bei der „Red Bull Cliff Diving“-Serie stürzen sich die Athleten von Plattformen aus in die Tiefe, die bisweilen an besonderen Orten aufgebaut sind. Jüngst in Oslo sprangen die Teilnehmer vom Dach des Opernhauses.

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