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Eindrucksvoller Spielort: die Marthabräuhalle in Fürstenfeldbruck war Schauplatz der achten Auflage des Schnellschach-Turniers „Brain Games“.
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Platzierung im Vorderfeld: Klaus de Francesco (Archivaufnahme) vom SK Weilheim belegte den 16. Rang.

Schach

Wenn der verweigerte Handschlag in Ordnung ist - Weilheimer bei „Brain Games“

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Bei den „Brain Games“ ist schnelles Denken gefragt. In diesem Jahr fand das Schnellschach-Turnier in Fürstenfeldbruck unter besonderen Voraussetzungen statt.

Fürstenfeldbruck – Der Name passt bestens: „Brain Games“ ist das Schnellschach-Turnier tituliert, das in Fürstenfeldbruck seit 2013 alljährlich über die Bühne geht. Die achte Auflage fand noch statt, kurz bevor in Bayern alle größeren Veranstaltungen wegen des Corona-Virus abgesagt wurden. Mehrere Spieler des Schachklubs Weilheim waren am Start – und schafften zum Teil beachtliche Platzierungen.

Der Wettbewerb in der Marthabräuhalle in Fürstenfeldbruck stand schon unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. So stand es den Teilnehmern frei, ob sie den im Schach ansonsten obligatorischen Handschlag ausführen wollten oder nicht. Von den anvisierten 180 Teilnehmern kamen rund 150 Spieler aus aller Welt.

Brain Games: Klaus de Francesco auf dem 16. Platz

Die beste Platzierung von Seiten des SK Weilheim gelang Klaus de Francesco, der mit 6,5 Punkten aus neun Runden auf dem 16. Platz landete. Sechs Siege, ein Remis und zwei Niederlagen – so lautete die Bilanz des Fide-Meisters. De Francesco startete stark: Nach vier Runden hatte er 3,5 Punkte auf dem Konto. Danach musste er sich dem Großmeister Evgeny Vorobiov (SF 90 Spraitbach) geschlagen geben. Der Russe wurde am Ende Sechster. In den vier folgenden Runden holte de Francesco drei weitere Siege, nur gegen Großmeister Thies Heinemann (Hamburger SK/9. Platz) zog er den Kürzeren.

Brain Games: Thomas Lochte zweitbester Seniorenspieler

Ebenfalls weit vorn landete vom SK Weilheim noch Ludwig Deglmann: Der Fide-Meister belegte mit 6,0 Punkten (5 Siege/2 Remis/2 Niederlagen) den 22. Platz. Eine seiner Niederlagen kassierte er gegen den späteren Vierten, Großmeister Igor Khenkin vom Erstligisten SG Turm Kiel. In der achten Runde traf Deglmann auf seinen Vereinskollegen Thomas Lochte. Das Duell endete mit einem Remis. Lochte beendete mit 5,0 Punkten (4 Siege/2 Remis/2 Niederlagen) auf dem 49. Rang. In der letzten Runde konnte er wegen einer anderweitigen Verpflichtung nicht mehr antreten. Seine Ausbeute konnte sich dennoch sehen lassen, Lochte war Zweitbester in der Seniorenklasse. Den Ersten, den Internationalen Meister Klaus Klundt (SC Heusenstamm/12. Platz), hätte er selbst mit einem Sieg in der neunten Runde nicht mehr einholen können. Vom SK Weilheim waren noch die Österreicher Oliver Lehner (5,5 Punkte/36. Platz) und Robert Wiesinger (4,5/80. Platz) in Fürstenfeldbruck am Start.

Den Turniersieg holte sich der Internationale Meister Maximilian Berchtenbreiter (Münchener SC), der auf 7,5 Punkte kam. Zweiter wurde der punktgleiche Großmeister Vladimir Burmakin (SF 90 Spraitbach). Insgesamt ging es um 3000 Euro Preisgeld – ausgelobt von „Immobilien Hirn“, dessen Engagement für den Turniernamen ausschlaggebend war. 

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