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In der Coronakrise denkt Maximilian Ulbrich an die Zukunft mit Dießen in der Bundesliga

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Von: Christian Heinrich

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Der skeptische Blick trügt: Maximilian Ulbrich (hier mit Trainerin Lissi Stainer) ist überzeugt, dass seine Dießener den Klassenerhalt in der Bundesliga schafft. © Christian Heinrich

Mit dem Luftgewehr-Team der FSG Dießen haben Maximilian und Johannes Ulbrich aus Wilzhofen den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. In der höchsten deutschen Liga muss sich der Aufsteiger steigern, sagt Maximilian Ulbrich.

Wilzhofen/Dießen Die Corona-Pandemie hält Maximilian Ulbrich nicht davon ab, sich bereits Gedanken über die kommende Saison in der 1. Luftgewehr-Bundesliga zu machen, nachdem sein Team, die Feuerschützengesellschaft Dießen, im vergangenen Januar den Aufstieg in das deutsche Oberhaus geschafft hatte. „Auf Position eins langt es nicht, wenn man 396 Ringe schießt“, stellt er fest. In der vergangenen Saison hat der 19-jährige Wilzhofener im Dienste der FSG Dießen einen Schnitt von 395,73 Zählern aufgestellt. Damit lieferte der Wilzhofener in der 2. Bundesliga Süd die beste Bilanz aller Schützen ab, die regelmäßig zum Einsatz kamen.

Schießen: Möglicherweise gibt Maximilian Ulbrich Position eins ab

Eine Klasse weiter oben ist mit einem solchen Resultat an Position eins schwer Staat zu machen, zu stark ist dort die Konkurrenz. Der Sportpolizist spielt deshalb mit dem Gedanken, dass sich das Problem intern lösen lässt. Ehe die Coronakrise den Schützensport auch auf internationaler Ebene lahmgelegt hatte, präsentierte sich sein Teamkollege Stefan Wadlegger in starker Form. „Es kann sein, dass er mich in diesem Jahr ablöst“, so Ulbrich. Der 19-Jährige hält es für denkbar, dass ihm der Österreicher die Pole Position streitig macht, nachdem er bei der Europameisterschaft Silber gewonnen hatte. Kampflos will sie Ulbrich aber nicht räumen. „Ich will die Position nicht abgeben. Nicht, weil ich schlechter wäre, sondern weil jemand besser ist.“

Schießen: „Kein Mensch weiß, ob die Saison überhaupt stattfinden wird“

Diese Erwägungen sind momentan noch legitim, weil der Deutsche Schützenbund (DSB) die Saison in der Bundesliga im Gegensatz zur deutschen Meisterschaft noch nicht abgesagt hat. Ob im Oktober tatsächlich die Wettkämpfe über die Bühne gehen werden, betrachtet Jakob Stainer mit einer gewissen Skepsis. „Kein Mensch weiß, ob die Saison überhaupt stattfinden wird“, mahnt der Schützenmeister der FSG zur Zurückhaltung. Die Ungewissheit macht auch ihm das Leben schwer, nachdem am vergangenen Wochenende ein vorbereitendes Treffen aller Bundesligisten in Wiesbaden abgesagt werden musste.

Schießen: Gespräche mit Sponsoren liegen weitgehend auf Eis

Gespräche mit Sponsoren sind unter dem Eindruck der momentanen Lage nur schwer zu führen. Erst einmal keine Relevanz besitzt für Stainer auch die Frage, ob die Königlich-Privilegierten ihren Heimkampf am 21. November in der Turnhalle des Dießener Gymnasiums oder in der Mehrzweckhalle austragen werden. „Das sind alles ungelegte Eier.“ Stainer hat momentan ganz andere Sorgen.

Schießen: Maximilian Ulbrich ist überzeugt: Mannschaft kann Klassenerhalt schaffen

Ulbrich setzt sich dagegen schon mit der sportlichen Situation seiner Mannschaft auseinander. Bisher sieht es so aus, als würden er, Stefan Wadlegger, Stephan Sanktjohanser, Alisa Zirfaß und sein Bruder Johannes Ulbrich wieder für die FSG anlegen. Außerdem hat Lisa-Marie Höpp signalisiert, dass sie in der kommenden Saison gern für Dießen antreten würde. Die Schützin vom SV Lauertal Burglauer, die in der abgelaufenen Runde auf einen Schnitt von 391 Ringen kam, kommt aus der Gegend von Pfaffenhofen und ist mit der Mannschaft vertraut. „Mithalten können wir“, so Ulbrich. Er ist überzeugt, dass sein Team den Klassenerhalt schaffen kann, sollte im Herbst wieder Schießsport möglich sein. Ob er dann die Nummer eins oder die Nummer zwei der FSG ist, ist für ihn dann nicht von entscheidender Bedeutung. 

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