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Sie waren die Besten mit dem Luftgewehr: (von links) Maximilian Ulbrich (Silber), der Inder Hriday Hazarika (Gold) und der Chinese Gangfang Fu (Bronze). 

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Ulbrich haarscharf am Weltcup-Sieg vorbei

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Maximilian Ulbrich sorgte beim Weltcup in Suhl für einen Paukenschlag. Bei den Junioren gewann der Luftgewehrschütze aus Wilzhofen eine Medaille.

Wilzhofen/Suhl Die Medaillen hatten es Maximilian Ulbrich einfach angetan. Der Anblick der funkelnden Plaketten verstärkte das Verlangen des Luftgewehrschützen aus Wilzhofen, sich beim Weltcup der Junioren in Suhl (Thüringen) mit Edelmetall zu belohnen. „So eine Medaille wollte ich einfach auch haben“, berichtete der 17-Jährige. Allerdings musste er sich dazu gegen die gesamte Weltelite durchsetzen. Aber die beinharte Konkurrenz aus Indien, China und Russland konnte ihn nicht von seiner Medaillen-Mission abhalten. Am Ende sicherte er sich Silber. „Damit war ich überglücklich“, freute er sich über seine sensationelle Leistung bei dieser inoffiziellen Weltmeisterschaft.

Zu erwarten war der Sprung auf das Podium für Ulbrich allerdings nicht. Während einige seiner Kontrahenten über ausgezeichnete Bedingungen verfügen und praktisch schon Profis sind, bereitet sich der Weilheimer Gymnasiast gerade auf sein Abitur vor, das er im nächsten Jahr ablegen wird. Aber irgendwie scheint der ständige Wechsel zwischen Schule und Schießen dem 17-Jährigen nicht zu schaden.

In Suhl brachte er sich bereits im Vorkampf in Position. „Ich habe so sauber gearbeitet wie noch nie“, war selbst der ewig Selbstkritische mit seiner Vorstellung einverstanden. Seine 624,4 Ringe waren das Beste, was er in den vergangenen Monaten seit der Europameisterschaft in Györ abgeliefert hat. Ulbrich steigerte sich in den sechs Serien um fast vier Ringe. Dabei bewegte er sich mit ungemeiner Konstanz zwischen 104,9 und 104,2 Zählern. „Es war ein super Ergebnis“, stellte er fest. Nur die eine 9,4 nervte ihn ein wenig, zumal er sie sich nicht erklären konnte. „Keine Ahnung, ich habe sie nicht gesehen.“

Ulbrich zog als Zweiter ins Finale ein. Ein höheres Ergebnis konnte nur der Inder Hriday Hazarika vorweisen (627,1). Das Kräftemessen der besten Acht ist dem 17-Jährigen wie auf dem Leib geschneidert. Wie kaum ein anderer vermag er es, seine Nerven im Griff zu behalten. Selbst Rückschläge steckt er problemlos weg. Und so blieb er nach den ersten fünf Schuss (50,9) völlig ruhig, obwohl er auf Rang fünf zurückgefallen war. In der zweiten Serie (51,8) sattelte er dann schon etwas auf. „Das war gar nicht so stark“, sagte er, „aber stärker als die anderen“.

Von nun an zählte es richtig. Nach jeweils zwei Schüssen schied stets der schlechteste der Kombattanten aus. Als erster verabschiedete sich der Russe Ilia Marsov aus dem Wettbewerb. Und Ulbrich begann auf einmal zu liefern. Die hohen Zehner flutschten bis auf zwei Ausnahmen nur so heraus. Als sich der Japaner Atsushi Shimada aus dem Wettbewerb verabschiedete, war dem Wilzhofener eine Medaille nicht mehr zu nehmen. Da ihm auch der Chinese Gangfang Fu nicht mehr gefährlich werden konnte, hatte Ulbrich dann schon die silberne Plakette sicher.

Das letzte direkte Duell mit Hazarika ging knapp an den Wilzhofener. Aber die Gesamtausbeute reichte nicht aus, um den Inder noch abzufangen. Am Ende kam Ulbrich auf 248,4 Ringe und damit auf nur 0,3 weniger als sein schärfster Rivale. „Ich wollte Erster werden“, so Ulbrich. Er bedauerte es, dass es um Haaresbreite nicht zum Sieg gereicht hatte.

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