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Sprung auf das Siegerpodest: Maximilian Ulbrich (re.) belegte beim „H&N-Cup“ in München bei den Junioren Rang drei. Besser waren nur der Tscheche Filip Nepejchal (Mi.) und der Pole Maciej Kowalewicz. 

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Ulbrichs gelungene Premiere mit neuer Waffe

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Das Jahr hat für Maximilian Ulbrich hervorragend begonnen. Beim hochkarätig besetzten „H&N-Cup“ in München Hochbrück schaffte der 18-jährige Wilzhofener den Sprung in die Medaillenränge.

Wilzhofen Es war schon etwas verwegen, zehn Tage vor dem Wettkampf seine alte Waffe gegen ein neues Modell auszutauschen. Maximilian Ulbrich ging dieses Wagnis jedoch ein und probierte sein neues Luftgewehr der Marke Walther gleich beim „H&N Cup“ in München-Hochbrück aus. „Es war noch eine gewisse Unsicherheit da“, so Ulbrich. Er räumte ein, dass die Zeit, sich auf das neue Sportgerät einzustellen, eigentlich zu kurz war.

Aber dann harmonierten der 18-jährige Wilzhofener und sein neues Gewehr prächtig miteinander. Mit 625,7 Ringen zog er in der Juniorenklasse in das Finale der besten Acht ein, wo er sich am Ende Bronze erkämpfte. Das Ergebnis war nicht hoch genug einzuschätzen. Da die gesamte Weltelite an den Start ging, hatte diese Veranstaltung Weltcup-Niveau. Entsprechend erstklassig mussten die Ergebnisse sein, um ins Finale einzuziehen. Genügten im vergangenen Jahr noch um die 622 Ringe, waren es heuer gut zweieinhalb Zähler mehr. Mit dem neuen Gewehr erwies sich die hohe Hürde für Ulbrich als nur sehr kleines Hindernis. Der Gymnasiast stellte eine Top-Serie nach der anderen auf und bestätigte damit die Eindrücke aus dem Training.

Mit einer 104,3 zum Auftakt platzierte er sich gleich einmal in der Spitzengruppe. Und in dieser Tonart ging es munter weiter. Mit 104,7 und 104,6 Ringen festigte er seine Position. 103,1 Zähler im vierten Durchgang bedeuteten den einzigen leichten Ausrutscher, bevor es genauso hochkarätig weiter ging wie zu Beginn (104,4 und 104,6). Platz fünf war der verdiente Lohn für seine ausgezeichnete Leistung.

Im Finale war es dann aber auf einmal vorbei mit seiner Glückssträhne, obwohl Ulbrich verheißungsvoll mit einer 10,9 in den Wettkampf startete. Bei den ersten zehn Schuss mischten sich zwei Neuner und drei schwache Zehner unter fünf passable Versuche. In diesem Rhythmus ging es bis auf eine Ausnahme bis zum Schluss weiter. Ein schlechter und ein guter Versuch wechselten sich stetig ab. „Vom Finalergebnis her bin ich nicht zufrieden“, beurteilte er seine 225,8 Ringe, die ihm Rang drei hinter dem Tschechen Filip Nepejchal (249,6) und dem Polen Maciej Kowalewicz (248,7) bescherten, selbstkritisch.

Die Platzierung selbst stufte er als „sehr aussagekräftig“ ein. Milde gegen sich selbst ließ er nach dem zweiten Wettkampf am folgenden Tag walten. 623,8 Ringe bewegten sich ungefähr in dem Bereich, in dem sich der Abiturient selbst ansiedelt. „Das ist schon in Ordnung“, stellte er fest. Schließlich hatte er sein selbstgestecktes Ziel nur um zwei Zehntel verfehlt.

Dennoch war es kein perfekter Tag für den Wilzhofener, obwohl er mit einer 105,1 optimal begann. Danach folgten solide Serien (103,3, 104,1, 104,0, 103,8 und 103,5), die ihm schließlich Position 15 bescherten. „Das Körpergefühl hat nicht gestimmt“, konstatierte Ulbrich, der um jeden einzelnen Schuss kämpfen musste. Um ins Finale zu kommen, hätte er 626,8 Ringe vorlegen müssen – für Rang acht ist das ein enorm hoher Wert. „Das ist schon eine Hausnummer“, räumte er ein. Aber vielleicht knackt er ihn ja bald, wenn er weiterhin mit seiner neuen Waffe so gut zurechtkommt.

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