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Achtung, hier wird schnell gelaufen: Stefan Schmid (im grün-weißen „Pewag Racing“-Trikot) beim abschließenden Halbmarathon im Laufduell mit dem Schweizer Manuel Küng, der am Ende gut drei Minuten und zwei Ränge hinter dem Peißenberger als Gesamtsechster ins Ziel kam. 

Stefan Schmid Vierter bei 70.3-Ironman in Zell am See

Schmid besteht in Hitzeschlacht

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Peißenberg - Stefan Schmid besteht die Hitzeschlacht beim  70.3-Ironman in Zell am See als Vierter. Jetzt blickt der Peißenberger zuversichtlich der WM auf Hawaii entgegen.

Er sei ein Langstrecken-Spezialist und „auf der Mitteldistanz nicht ganz so gut“, sagt Triathlon-Profi Stefan Schmid über sich. So langsam muss der Peißenberger diese Aussage aber überdenken. Denn bei den Wettbewerben, die über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen führen, wird der 29-Jährige immer besser. In Polen belegte er vor drei Wochen den fünften Platz, nun, beim 70.3-Ironman in Zell am See (Österreich), lief Schmid als Vierter über die Ziellinie.

Der Wettkampf – ein letzter Härtetest vor der Ironman-WM auf Hawaii (8. Oktober) – war in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. So bildete das Rennen eine Art Heimspiel für das in Österreich ansässige „Pewag Racing Team“, für das Schmid mittlerweile startet. Viele „Pewag“-Athleten waren daher am Start. Bei den Profis gehörte neben Schmid der Belgier Marino Vanhoenacker (40) dazu, der am Ende prompt gewann. Und dann waren da noch die Temperaturen um die 30 Grad, die allen 2500 Athleten schwer zu schaffen machten – selbst Schmid, der ansonsten die Hitze liebt. „Es war mir fast zu warm“, verriet der Peißenberger. Und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: „Ich habe nie gedacht, dass ich mal so etwas sage.“

Auf die Zeiten hatten die Temperaturen ebenso Einfluss wie die anspruchsvolle Radstrecke. Kein Athlet blieb unter der magischen Marke von vier Stunden. Schmid benötigte 4:13:23 Stunden. Zum Vergleich: Kürzlich im polnischen Gdynia kam er nach 4:01:39 Stunden im Ziel an. Sieger Vanhoenacker kam in Zell am See auf eine Zeit von 4:06:05 Stunden. Das Podest komplettierten der Brite Stuart Hayes (4:11:23) und der Deutsche Markus Thomschke (4:11:36).

Im Schwimmen lief es für Schmid nicht ganz so wie gewünscht. „Es war nicht ganz so ein hundertprozentiger Tag“, sagte er. Nach 25:47 Minuten stieg er aus dem Wasser und lag damit gut eine Minute hinter der ersten Gruppe. Auf dem Rad ging es in einem 13 Kilometer langen Anstieg auf den Filzensattel (1280 Meter). Kurz vor dem höchsten Punkt hatte Schmid den Kontakt zu den Verfolgern der Führenden Vanhoenacker und Lukasz Wojt (2008 für Polen als Schwimmer bei Olympia dabei) hergestellt. Am Ende der Radstrecke, die er in 2:18:34 Stunden absolvierte, „war auch ich am Ende“, sagte Schmid. Während der ersten fünf Kilometer des Halbmarathons „hatte ich große Schwierigkeiten“. Dort büßte der Peißenberger die zwei Minuten ein, die er später im Ziel auf den Zweitplatzierten Hayes Rückstand hatte. Danach kam er besser in Tritt, sodass er noch eine durchschnittliche Kilometerzeit von 3:56 Minuten erreichte. Dies ist sein anvisiertes Marathon-Tempo beim Ironman. „Ich weiß nun, dass ich das gut laufen kann, auch wenn es sehr warm ist“, sagte Schmid mit Blick auf Hawaii und die Verhältnisse dort.

Am gestrigen Mittwoch reiste der Peißenberger schon in die USA. Der Fokus „liegt nun zu 100 Prozent auf Hawaii“. In Florida wird sich Schmid vier Wochen lang auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten. Zwei Wochen vor dem Start in Kailua-Kona geht es dann auf die Insel im Pazifik. „Ich freue mich riesig. Jetzt kommt, was ich kann: eine Langstrecke bei schwierigen Bedingungen.“

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