Zuletzt sehr nachdenklich: Markus Bierling klagte über mangelhaftes Interesse seiner Spieler in der Vorbereitung. Jetzt zog er die Konsequenzen und trat zurück.
+
Zuletzt sehr nachdenklich: Markus Bierling klagte über mangelhaftes Interesse seiner Spieler in der Vorbereitung. Jetzt zog er die Konsequenzen und trat zurück.

Markus Bierling nicht mehr Trainer in Oberhausen

SG Oberhausen/Weilheim: Coach Markus Bierling wirft das Handtuch

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
    schließen

Beim SG Oberhausen/Weilheim wird sich baldigst ein Trainerwechsel vollziehen müssen. Der bisherige Trainer Markus Bierling legt sein Amt aufgrund der geringen Trainingsbeteiligung nieder.

Oberhausen– Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich bei der SG Oberhausen/Weilheim ein Trainerwechsel vollzogen: Der bisherige Co-Trainer Friedrich Hentschel hat das Ruder übernommen, der bisherige Coach Markus Bierling ist zurückgetreten. Der Rückzug des 37-Jährigen ist die Reaktion auf die schwache Trainingsbeteiligung seit dem offiziellen Vorbereitungsstart im Juli.

SG Oberhausen/Weilheim: Trainingsbeteiligung im Juli katastrophal

Dabei hatte es geraume Zeit lang den Anschein, als seien die Kicker des Tabellenletzten der Kreisklasse 3 wieder richtig heiß aufs Kicken. Nach dem Ende des Lockdowns Anfang Juni tummelten sich im Training der SG laut Bierling bis zu 18 Spieler. Doch dann kam der Juli, die offizielle Vorbereitung auf den Re-Start im September lief an – und die Beteiligung an den wöchentlichen Übungseinheiten ließ schlagartig nach. Bierling zählte oftmals nur eine Handvoll Spieler. „Da kannst du natürlich nicht viel machen“, so der 37-Jährige. Als er dann auch noch ein Testspiel absagen musste, weil er nicht annähernd eine Mannschaft zusammenbekommen hatte, war für Bierling eine Grenze überschritten, mit sofortiger Wirkung stellte er sein Amt zur Verfügung. „Ich wollte damit ein Zeichen setzen“, sagt er. Denn eines ist auch klar: „Besonders als Tabellenletzter muss ich bereit sein, mehr zu machen als die Konkurrenz“, so der Ex-Coach. Seine Beobachtung war jedoch, dass „Herz und Leidenschaft etwas gefehlt haben“.

SG Oberhausen/Weilheim: Bierling hätte sowieso im nächsten Sommer aufgehört

Das erste Punktspiel seines Heimatvereins nach dem Re-Start am vergangenen Sonntag hat Markus Bierling als Zuschauer erlebt. Das, was er beim 3:3 gegen Perchting zu sehen bekam, stimmt ihn zuversichtlich für den weiteren Saisonverlauf: „Das war eine Superleistung der Mannschaft. Ich glaube an den Klassenerhalt.“

Für die neue Saison hätte sich die Spielgemeinschaft ohnehin nach einem neuen Trainer umsehen müssen. Bierling hatte ursprünglich angekündigt, im Sommer aufzuhören. Dann kam Corona und der 37-Jährige erklärte sich bereit, die Rückrunde noch zu machen. Mit einem neuen Engagement hat er es nicht eilig: Der dreifache Familienvater freut sich „über die Zeit, der mir jetzt mehr zur Verfügung steht“.

Bierlings Nachfolger Hentschel macht sich keine Illusionen, welch schwere Aufgabe ihn erwartet. „Kein leichtes Erbe“ habe er da übernommen. „Aber ich habe mir gesagt: Einer muss es ja machen.“ Doch wie sein Vorgänger ist Hentschel Optimist: „Ich sehe durchaus Chancen auf den Klassenerhalt.“

(STEFAN SCHNÜRER)

Auch interessant

Kommentare