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Sitzball auf hohem Niveau. Die Penzbergerin  Andrea Holzmann (“Bayern Damen“) beim Schmetterschlag.
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Turniersieger wurde die erste Mannschaft des RSV Penzberg (Bild unten) mit (v.l.) Oliver Utrata, Florian Hohenauer, Peter Holzmann, Hans Hohenauer und Markus Frühholz.
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Das Team „Bayern Damen“ bereitete sich auf die DM vor.
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Der RSV Penzberg I im Spiel gegen Erding.
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Der RSV Penzberg I im Spiel gegen Erding.
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Der RSV Penzberg I im Spiel gegen Erding.
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Der RSV Penzberg I im Spiel gegen Erding.
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Das Spiel ist dem Volleyball nicht unähnlich, der Ball wird gepritscht und im Angriff über eine 1 Meter hohe Schnur geschlagen.

Sitzball, bayerische Meisterschaft

RSV Penzberg zu Hause unschlagbar gut

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Die Sitzballer des RSV Penzberg haben den bayerischen Meistertitel geholt. Als wahre Konditionswunder präsentierten sich die RSV-Spielerinnen.

Penzberg – Bei allem Ehrgeiz darf der Spaß nicht fehlen. Soeben hat Andrea Holzmann einen wirklichen schönen Schmetterschlag im Feld der gegnerischen BRSG Aschaffenburg untergebracht – die Penzbergerin hat fürs Auswahlteam „Bayern Damen“ den Rückstand auf 12:22 verkürzt. „Und jetzt der Ausgleich“, schallt es von draußen ins Feld. Die Spielerinnen lächeln. Sie wissen, dass sie gegen die reinen Männerteams keine Chance haben. Die bayerische Meisterschaft in der Penzberger Turnhalle dient den Frauen als Vorbereitung auf die DM in Bühl, bei der sie dann auch auf Frauen-Teams treffen. Zur Bayern-Auswahl gehören auch drei Spielerinnen des gastgebenden RSV Penzberg: Andrea Holzmann, Sigrid Lenz und Gitti Geiger. Das Trio schiebt an diesem Tag noch Extra-Schichten.

Die zweite Mannschaft der Penzberger Männer muss aus Verletzungsgründen auf Gastspieler zurückgreifen, um spielfähig zu sein. Und da helfen auch die Frauen aus. Während die Männer auf sieben Partien kommen, „spielen wir so um die zehn Mal“, sagt Lenz. „Morgen werden wir ordentlich Muskelkater haben.“ Aber, so Holzmann, „wir wissen, dass wir etwas geschafft haben“. Die 2 x 7 Minuten Spielzeit haben es wahrlich in sich. Denn sitzend verbringen die Teilnehmer nur geringe Zeit. „Es müsste eigentlich Rutschball heißen“, sagt eine Spielerin. Und wie schnell sich die zumeist Beinamputierten am Boden bewegen, ist erstaunlich. Mit dabei sind auch viele Akteure, die keine Behinderung haben, den dem Volleyball ähnlichen Sport aber gern betreiben. Das Alter der Teilnehmer rangiert eher im Ü-40-Bereich, aber auch einige Junge (bei diesem Turnier vor allem beim BVSV Erding) machen mit. Schade bloß, dass nur ganz wenige Zuschauer den Weg in die Wellenbadturnhalle finden. Sitzball teilt eben das Los so vieler Randsportarten.

Alle sieben Partien gewonnen

In Sachen „Turniersieg“ gab es an der ersten Mannschaft des RSV Penzberg kein Vorbeikommen. Dem Quintett fehlte unter anderem Routinier Christian Riedl. Der Forster laborierte an den Folgen einer schweren Erkältung und konnte „nur“ als Betreuer und Schiedsrichter fungieren. „Wenn du gesundheitlich nicht fit bist, macht es keinen Sinn.“ Seine Vereinskollegen Oliver Utrata, Florian Hohenauer, Peter Holzmann, Hans Hohenauer und Markus Frühholz hatten auch so die Konkurrenz im Griff, gewannen alle sieben Partien und holten sich mit sechs Punkten Vorsprung zum zweiten Mal in Folge den Meistertitel. „Wir sind sehr zufrieden“, so lautete Riedls Fazit. Der RSV Penzberg II belegte den fünften Rang – und leistete dem ersten Team durch einen 22:20-Erfolg über den späteren Zweiten, Frammersbach, Schützenhilfe. Die „Bayern Damen“ blieben ohne Punkt. „Gegen die Männer ist es trotzdem für uns immer ein besonderer Ansporn“, so Sigrid Lenz.

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