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Waren als Außenseiterinnen angetreten: die bayerischen Sitzballerinnen mit den RSV-Spielerinnen Andrea Holzmann (vo.re.), Sigi Lenz (hi., 2.v.r.) und Brigitte Geiger (r.). 

Sitzball: Deutsche Meisterschaft

RSV-Sitzballerinnen wollen es künftig wissen

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Drei Spielerinnen des RSV Penzberg waren bei der Sitzball-DM der Frauen dabei. Fürs Team Bayern reichte es nur zu Platz 5 - das soll anders werden.

Penzberg – Sie wussten, dass sie nur zu den Außenseiterinnen gehörten. Und deshalb waren die Sitzballerinnen der Bayern-Auswahl, zu der drei Spielerinnen des RSV Penzberg gehören, keineswegs am Boden zerstört, als es für sie bei den 44. deutschen Meisterschaften der Frauen nicht zu einem Spitzenplatz reichte. Letztlich war dem Team kein Punktgewinn vergönnt, unter fünf Mannschaften landeten die Bayerinnen auf dem fünften Platz.

Das Problem der Auswahl ist, dass sie so gut wie nie zusammen trainieren kann, da die Spielerinnen einfach zu weit auseinander wohnen. Sigi Lenz, Brigitte Geiger und Andrea Holzmann sind Mitglieder beim RSV Penzberg. Der Rest der Truppe – Annette Albert, Franziska Beils, Annika Boll und Rosa Zirnsak – kommt vom VSV Würzburg. Doch Aufgeben kommt für die Spielerinnen nicht in Frage – im Gegenteil. Der Ehrgeiz ist angestachelt. „Wir haben uns fest vorgenommen, künftig mehr miteinander zu trainieren und eventuell auch ein Trainingslager abzuhalten“, sagt Holzmann. Die Penzbergerin ist Sitzball-Fan, spielt seit Langem bei Turnieren mit und möchte unbedingt, dass die bayerischen Frauen bei den Titelkämpfen besser abschneiden als in den vergangenen Jahren, als es nur zu hinteren Plätzen reichte. Lichtblicke, dass es aufwärts gehen könnte, gibt es schon: Diesmal waren sieben statt wie zuletzt nur fünf Spielerinnen dabei. Das heißt, es bestand die Möglichkeit zu wechseln. Und sogar ein Coach, Achim Altheimer aus Würzburg, fuhr mit zum Wettbewerb nach Bühl. „Er wird uns hoffentlich weiter unterstützen“, so Holzmann.

Die anderen Mannschaften waren deutlich besser eingespielt als die Bayern-Auswahl. Und das wirkt sich beim Sitzball, das dem Volleyball und seinen Angriffstaktiken ähnlich ist, gewaltig aus. „Wir waren zwar immer dran, aber dann kamen auch immer schwächere Phasen“, berichtete Holzmann. Den Titel holte sich die Mannschaft Plauen-Leipzig mit drei Siegen und einem Unentschieden. Platz zwei ging an die Spielgemeinschaft Karlsruhe-Bühl-Pforzheim I, Dritter wurde die Auswahl Niedersachsens.

Neulinge sind willkommen

Sitzball, das betont Holzmann, „ist nicht nur für Leute mit Handicap“. Jeder kann spielen, und jeder Neue ist beim RSV Penzberg willkommen. Die RSV-Sitzballer trainieren jeden Montag von 18 bis 20 Uhr in der Turnhalle an der Bürgermeister-Prandl-Schule (Südstraße). 

Wie funktioniert Sitzball?

Sitzball ist eine Mannschaftssportart, die zumeist von Körperbehinderten gespielt wird (es können aber auch Menschen ohne Handicap mitmachen). Sie ist mit dem Volleyball verwandt. Zwei Mannschaften mit je fünf Spielern treten gegeneinander an. Das Spielfeld ist ein Rechteck von zehn Metern Länge und acht Metern Breite. Der Ball muss über ein zweifarbiges Band (1 Meter hoch) gespielt werden, er darf bei einem Zuspiel einmal den Boden berühren. Anders als beim Volleyball muss der Ball bei der Angabe von drei Spielern gespielt werden, ehe er ins Gegenfeld gelangt. Die Spielzeit beträgt 2 x 7 Minuten. Sieger ist, wer am Ende mehr Punkte hat. Bei Punktgleichheit gibt es Unentschieden. Einen Treffer kann jede Mannschaft erzielen, egal, ob sie Angabe hat oder nicht. Ein Spieler darf sich während eines Ballwechsels nur rutschend bewegen. 

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