RSV Penzberg Sitzball 2019
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Gleich kracht es im gegnerischen Feld: Penzbergs Markus Frühholz beim Schmetterschlag im Spiel gegen Frickenhausen, das die Gastgeber deutlich mit 28:6 gewannen. 
RSV Penzberg Sitzball 2019
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Erfolgreiche Gastgeber: (hi.v.l.) Anton Frühholz, Hans Hohenauer, Fabian Probst, Markus Frühholz, (vo.v.l.) Andrea Holzmann, Peter Holzmann und Gitti Geiger.
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Szene aus dem Spiel Erding (blau) gegen Bludenz.
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Szene aus dem Spiel Erding (blau) gegen Bludenz.
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Szene aus dem Spiel Erding (blau) gegen Bludenz.
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Szene aus dem Spiel Team Eidgenossen (rot) gegen Würzburg.
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Szene aus dem Spiel Team Eidgenossen (rot) gegen Würzburg.
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Szene aus dem Spiel Team Eidgenossen (rot) gegen Würzburg.

Sitzball

Starker Auftritt dahoam: RSV Penzberg in eigener Halle unbesiegt

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Knallharte Schmetterschläge, reaktionsschnelle Abwehr-Aktionen – das Sitzballturnier des RSV Penzberg bot Sport auf hohem Niveau. Den Sieg holten die Gastgeber, was sie etwas bedauerten.

Penzberg – Der Auftritt war beeindruckend dominant, aber für Christian Riedl doch des Guten zu viel. „Das war schon peinlich für uns“, sagte der Sitzball-Routinier, der die Turnierleitung übernommen hatte. Als Gastgeber alle anderen Teams hinter sich lassen, „normalerweise macht man so etwas ja nicht“, sagte Riedl mit gespieltem Ernst. Er hätte, das war seinem Tonfall zu entnehmen, auch gut damit leben können, wenn der gastgebende RSV Penzberg bei seinem internationalen Freundschaftsturnier einen Platz etwas weiter hinten belegt hätte. Denn vornehmlich ging es dem hiesigen Rehasportverein darum, Athleten einen interessanten Wettbewerb zu bieten und auch nach außen etwas Werbung in eigener Sache zu machen.

Insgesamt ist das Turnier „sehr gut verlaufen“, sagte Riedl. Der Zuschauerzuspruch hielt sich in Grenzen, aber das sind die Sitzballer gewöhnt. Interessant ist das mit dem Volleyball verwandet Spiel auf alle Fälle, und wer es selbst mal probiert, stellt fest, dass der Sport eigentlich falsch benannt ist. Er müsste „Rutschball“ heißen, denn die Spieler sind so gut wie immer in Bewegung. Beim Zuspiel oder Schmetterschlag darf sich der Akteur mit dem gesamten Körper vom Boden lösen, zum Ball hinbewegen darf er sich aber nur rutschend (nicht auf den Füßen oder Knien). Ein ganzer Turniertag im Modus „Jeder gegen jeden“ ist konditionell fordernd.

Sitzball: Turniertag ist konditionell fordernd 

Die Penzberger waren recht gut aufgestellt und hatten „mit einem Platz unter den ersten drei spekuliert“, so Riedl. Am Ende blieb der RSV als einzige der neun Mannschaften ungeschlagen (7 Siege/1 Remis). Der Vorsprung von drei Punkten auf den Zweitplatzierten, das Team aus Linz, war deutlich, ein Spaziergang war es dennoch nicht. „Unsere Leute haben kämpfen müssen“, berichtete Riedl. Die Gastgeber gewannen meist klar, wobei sie sich oft in der zweiten Hälfte absetzten. Im letzten Spiel, gegen Linz, gab es ein 18:18-Unentschieden. Für eine Überraschung sorgte laut Riedl das Team aus Erding. Die Verantwortlichen haben einige jüngere Spieler an Land ziehen können „und finden immer besser zusammen“. Heraus kam der dritte Platz vor dem „Team Eidgenossen“ aus der Schweiz und dem Team aus Tirol. „Die Favoriten waren vorn dabei“, so lautete das Fazit Riedls.

Sitzball: RSV Penzberg bleibt ohne Niederlage 

Dass es dauert, auf ein gewisses spielerisches Niveau zu kommen, zeigte sich an der Mannschaft aus Frickenhausen. Die Truppe aus Unterfranken ist noch nicht lange im Spielbetrieb. In Penzberg war ihr kein Sieg vergönnt, in acht Partien gelangen auch nur 88 Ballpunkte. Zum Vergleich: Turniersieger Penzberg erzielte 166 Zähler.

Sitzball: Finanzielle Lage ist nicht einfach

Erstmals absolvierte der RSV ein Turnier in der neuen Turnhalle am Wellenbad. Die erwies sich als guter Spielort, allerdings muss der Verein, da die Halle dem Landkreis gehört, Miete zahlen. Diverse Sponsoren unterstützten die Ausrichtung des Turniers. Finanziell ist die Lage bei den Sitzballern derzeit eher schwierig, da laut Riedl der Verein das Budget kürzen musste. Eine Rolle spielt der derzeitige Abbruch und Neubau des Wellenbads. In der Zeit, in der es in Penzberg kein Hallenbad gibt, können die Rehasportler nur mehr ganz eingeschränkt Angebote für Wassergymnastik anbieten. Damit entfallen Einnahmen seitens der Krankenkassen. Die Stadt unterstützt den Verein zwar mit einem Zuschuss für Fahrten in andere Bäder. Aber es gilt: „Wir hoffen, dass das Bad schnell fertig wird“, so Riedl.

Sitzball: RSV Penzberg hat DM-Teilnahme im Visier 

Gleichwohl tun die Sitzballer alles, um weiter ihren Sport auf entsprechendem Niveau betreiben zu können. Bei der bayerischen Meisterschaft (in Regensburg) will der RSV seinen Titel verteidigen, geplant ist auch eine Teilnahme an der DM.

Interessierte willkommen: Neulinge bei den RSV-Sitzballern sind willkommen. Das Team trainiert montags (18 bis 20 Uhr) in der Halle der Bürgermeister-Prandl-Schule (Südstraße). Informationen gibt es auch bei Christian Riedl (016/97910 546).

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