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Titelgewinn in Teilzeitarbeit: Dennis Helfer (rechts, hier bei einem Rennen der internationalen holländischen Speedway-Meisterschaft in Blijham) brach sich im vergangenen Juli bei einem Sturz das Schlüsselbein und konnte die Hälfte der insgesamt zehn Rennen um die süddeutsche Bahnmeisterschaft nicht bestreiten. Trotzdem gelang es dem Weilheimer, diesen Wettbewerb zu gewinnen. 

Speedwayfahrer zum 3. Mal in Folge  süddeutscher Bahnmeister

Helfer feiert Titel-Hattrick als Zuschauer

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Wegen Verletzung musste der Weilheimer Dennis Helfer  mehrere Rennen auslassen.   Dennoch wurde der 27-Jährige  erneut  süddeutscher Bahnmeister. 

Weilheim Ein schwieriges Jahr findet für den Weilheimer Speedwayfahrer Dennis Helfer ein glückliches Ende. Nach einem Schlüsselbeinbruch, den er sich im vergangenen Sommer während eines Trainings in Werlte (Emsland) zugezogen hatte, musste der 27-Jährige lange pausieren und verpasste mehrere Rennen. Dennoch gewann Helfer die süddeutsche Bahnmeisterschaft (SBM) – zum dritten Mal in Folge.

Ehe es zu dem verhängnisvollen Sturz im Training kam, hatte der Weilheimer in diesem Wettbewerb Siege in Dingolfing, Altrip und Osnabrück sowie einen zweiten Platz in Herxheim eingefahren. Damit lag er mit 21 Wertungspunkten in der Meisterschaftsserie mit deutlichem Vorsprung an der Spitze. Sehr erfolgreich war Helfer auch bei einigen internationalen Rennen in Holland, Belgien und Italien, wo ihm einige Laufsiege gelangen. Bei der internationalen italienischen Speedway-Meisterschaft in Lonigo im April belegte er als bester der drei deutschen Teilnehmer Rang neun.

Da sein Heimatverein, der BBM (Bund Bayrischer Motorsportler) zusammen mit dem AMC Haunstetten auch für den Speedway-Team-Cup (2. Bundesliga) ein Team stellte, musste sich Dennis auch wieder mehr auf dieses Disziplin konzentrieren. Hierzu spulte er bei einem Trainingslager in Italien zahlreiche Runden ab. Zudem nahm er an der internationalen holländische Speedwaymeisterschaft teil, die ihm Platz sechs in der Gesamtwertung einbrachte.

Im BBM-Ligateam bestritt er als Teamkapitän seine Rennen auf Position eins. Das war eine anspruchsvolle Aufgabe, denn dort traf er „auf viele Fahrer, die als Speedwayprofis unterwegs sind und somit kaum zu schlagen waren“, so sein Vater Klaus Helfer. Dennoch gelang es seinem Sohn, einige Punkte für sein Team einzufahren. Schmerzvoll für den 27-Jährigen war, dass er ausgerechnet beim Fast-Heimrennen in Landshut verletzungsbedingt zuschauen musste.

Sein Ziel war es, schnellstmöglich wieder fit zu werden, um wenigstens beim letzten Wertungslauf zur SBM in Pfarrkirchen zwei Monate nach seinem Sturz wieder anzugreifen und den Titel zu sichern. Vier Rennen hatte er bereits verpasst. Doch da keiner seiner Konkurrenten kontinuierlich punktete, lag der Weilheimer weiter an der Spitze des Gesamtklassements. Für das Rennen in Pfarrkirchen erteilte jedoch der Arzt dem Weilheimer noch keine Freigabe, der 27-Jährige musste ein weiteres Mal zuschauen. Im Nachhinein war dieses Startverbot zu verkraften, denn auch diesmal gelang es der Konkurrenz nicht, Helfer von Platz eins zu verdrängen – der Titel-Hattrick war perfekt.

Seine Rückkehr in den Wettkampfbetrieb feierte Dennis Helfer zwei Wochen später beim Speedway-Team-Cup in Haunstetten. Sportlich lief es für Helfers Team alles andere als gut. Ein Fahrer seines Teams stürzte und verletzte sich, die anderen Teamkollegen hatten Probleme technischer Art. So mussten sich Helfer und seine Haunstettener vor heimischer Kulisse mit dem letzten Platz begnügen. „Für Dennis lief es von Lauf zu Lauf besser, obwohl die Schmerzen danach immer größer wurden“, so Klaus Helfer.

Am letzten Oktoberwochenende absolvierte sein Sohn einen Trainingstag in Mühldorf auf Sandbahn. Dort stellte er zu seiner Erleichterung fest, „dass die Verletzung nun zu hundert Prozentausgeheilt ist“, so Klaus Helfer. Somit könne der Filius onnte beruhigt in die Winterpause gehen und sich intensiv auf die neue Saison vorbereiten. Das Ziel für 2018: Dennis Helfer will verletzungsfrei bleiben und sich für für das Finale zur deutschen Meisterschaft qualifizieren. Dort will er den eigenen Worten nach „möglichst weit vorn dabeisein“. 

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