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Steffi Volke läuft bei Comeback auf Rang vier

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Von: Paul Hopp

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Gespanntes Warten auf den Startschuss: Die Topläufer bei der „24. Vattenfall City Nacht“ standen allesamt in der ersten Reihe, dazu gehörte auch die Huglfingerin Steffi Volke (blaues Trikot, 3.v.r.) und der spätere Gesamtsieger Philipp Pflieger (2.v.l.). foto: Kristian Volke
Gespanntes Warten auf den Startschuss: Die Topläufer bei der „24. Vattenfall City Nacht“ standen allesamt in der ersten Reihe, dazu gehörte auch die Huglfingerin Steffi Volke (blaues Trikot, 3.v.r.) und der spätere Gesamtsieger Philipp Pflieger (2.v.l.). © Kristian Volke

Huglfing/Berlin – Die vergangenen Monate waren wahrlich nicht einfach für Steffi Volke. Immer wieder wurde die Leistungssportlerin aus Huglfing von muskulären Problemen gebremst. Jetzt lief sie bei ihrem Comeback in Berlin auf Platz vier.

 „Verletzungspausen sind immer Mist“, sagt die 39-Jährige Sporttherapeutin. Diese Pause entwickelte sich auch noch zur längsten ihrer Karriere. Volke machte schließlich aus der Not eine Tugend: „Die letzten Wochen trainierte ich ausschließlich nach meinem Gefühl, ohne Planvorgabe, nahm wieder raus, wenn nötig“, berichtet die Läuferin der „LG Telis Finanz Regensburg“. Das Alternativprogramm zeigte Wirkung. Bei der „24. Vattenfall City Nacht“ in Berlin feierte Volke ein gelungenes Comeback. Die 10 Kilometer lief sie in 35:24 Minuten und war damit viertschnellste Frau hinter drei Profisportlerinnen. Den Sieg holte sich Eva Vrabcová-Nyvltová (33:22). Die Tschechin ist als Skilangläuferin bekannt; bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi wurde sie Fünfte im 30-Kilometer-Massenstartrennen.

Volke freute sich über ein „gelungenes Comeback und eine gute Ausgangsposition für die nun beginnende Vorbereitung auf die Marathon-DM“. Die deutschen Meisterschaften über die 42,195-Kilometer-Distanz gehen am 25. Oktober in Frankfurt über die Bühne. Volke hat den nationalen Marathon-Titel 2011 (in Hamburg/2:51:18) und 2014 (in München/2:44:37) gewonnen.

Aufgrund der Probleme im Vorfeld konnte Volke für ihren Auftritt in Berlin „gar keine Prognose abgeben“. Sie wollte eine 35er Zeit laufen – „und es wurde eine gute“, stellte die Huglfingerin (Bestzeit 34:25) zufrieden fest. Als unangenehm entpuppte sich der extreme Wind. Es gab Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h. Hie und da flogen sogar Absperrgatter um. Bis etwa Kilometer sechs lief Volke zusammen mit der späteren Dritten, Andrea Diethers (Marathon Hamburg/35:11). Diethers lief sich danach einen Vorsprung von gut zehn Metern heraus. Den Rest der Strecke über den Kurfürstendamm kämpfte sich Volke dann gegen den Wind allein ins Ziel.

Begeistert war die Huglfingerin von der perfekten Organisation und den rund 20 000 Zuschauern am Streckenrand. Den Sieg bei den Männern holte sich Volkes Vereinskollege Philipp Pflieger (29:39), der den Wettbewerb als Trainingseinheit für den Berlin-Marathon nutzte. 

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