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Premiere in Stuttgart: Christopher Roth und Moana Bauer zogen in die erste Zwischenrunde ein. 
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Der Aufstieg ist perfekt: Bernd und Angela Stühler tanzen künftig in der S-Klasse. 
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Bei den GOC unter den Top-100: Thomas Koterba & Renée Rothböck überzeugten bei den „Senioren III“.

Tanzen

Ehepaar Stühler tanzt in die Top-Klasse 

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Ferienzeit? Nicht bei den Tänzern des TSV Weilheim. Mehrere Turnierpaare waren beim größten Turnier der Welt in Aktion - und das erfolgreich.

WeilheimWenn in Tänzerkreisen von den „German Open“ oder „German Open Championships“ (GOC) gesprochen wird, „dann beginnen die Augen zu leuchten“, sagt Thomas Koterba, der Sportwart der Tanzsportabteilung (TSA) im TSV Weilheim. Denn der Wettbewerb ist das „mit weitem Abstand größte Tanzturnier der Welt. Ein GOC-Sieg wird in vielen Startklassen oft höher eingeschätzt als ein Weltmeistertitel“, erklärt Koterba.

Für drei Turnierpaare des TSV Weilheim erfüllte sich in diesem Jahr der Traum, an den GOC teilzunehmen, die seit 2004 alljährlich im Stuttgarter Maritim-Hotel-Komplex ausgetragen werden. Heuer waren 3000 Paare gekommen, die über 4100 Turnierstarts absolvierten – fast so viele wie im Rekordjahr 2011 (4209 Starts).

Die höchstklassigen Turniere während der fünf Wettkampftage sind diejenigen mit dem Zusatz „WDSF“ (das Kürzel für den internationalen Tanzsportverband „World Dance Sport Federation“). Dort starteten Thomas Koterba & Renée Rothböck, die der S-Klasse (der höchsten Leistungsklasse) angehören. In der Klasse „Open Senior III Standard“ hatten sich beide zum Ziel gesetzt, „wenn irgend möglich, unter den 230 Paaren die zweite Runde zu erreichen“. Das gelang souverän. In den fünf Tänzen (Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Tango, Slow-Fox und Quickstep) überzeugten Koterba/Rothböck die elf Wertungsrichter. Da das erste Ziel erreicht war, tanzte das Duo in der zweiten Runde „locker und vor allem entspannt“, wie der Sportwart berichtete. Das i-Tüpfelchen, den Einzug in die dritte Runde, verpasste das TSA-Paar dann hauchdünn: 97 Paare kamen weiter, Koterba/Rothböck landeten auf dem 98. Platz. Nach der ersten Enttäuschung waren beide dann aber doch zufrieden. Denn so gut hatte noch nie ein Weilheimer Paar bei den WDSF-Turnieren der GOC abgeschnitten. Im Turnier ließen Koterba/Rothböck mehrere deutsche Paare hinter sich, die bisher immer vor ihnen platziert waren. „Ein Aufwärtstrend ist unverkennbar“, stellte Koterba zufrieden fest.

In der zweithöchsten Kategorie der Meisterschaften, den GOC-Turnieren, wollten Bernd und Angela Stühler („Senior II A-Standard“) die letzten Punkte zum Aufstieg in die S-Klasse holen. Beide hatten den Sprung nach oben verletzungsbedingt im Frühjahr nicht geschafft. In Stuttgart lieferten die beiden TSA-Tänzer eine starke Leistung ab. Unter 74 Paaren aus zwölf Nationen schafften sie es als bestes deutsches Duo in die vierte von fünf Runden und landeten am Ende auf dem achten Platz. Beide waren „hochzufrieden und überglücklich“, so die TSA. Und obendrein hatten sie den ersehnten Aufstieg in die höchste Klasse geschafft.

Das dritte TSA-Duo, Christopher Roth und Moana Bauer, nahmen am Turnier „DTV Hauptgruppe C-Standard“ teil. Sie lieferten gute Auftritte ab und zogen in die erste Zwischenrunde ein. Fürs Halbfinale reichte es knapp nicht, aber der 16. Platz unter 28 Paaren war aller Ehren wert. Trainer Manfred Kober war „mit der Leistung sehr zufrieden“, so die TSA.

Eine Stufe tiefer, im Breitensport-Bereich, gab es für die Weilheimer Abteilung ebenfalls Grund zur Freude. Bei der „Bayerischen Breitensport-Basic-Tanzsport-Trophy“, heuer ausgetragen in Bad Tölz, überraschten Dr. Günter und Tina Ziegler bei ihrem ersten Turnierstart überhaupt mit mehreren Podestplätzen. In der Standard-Gesamtwertung wurden sie Dritte, darüber hinaus landeten sie in Rumba und Cha-Cha-Cha ebenfalls auf dem dritten Rang. Noch besser lief es für die beiden im Jive, den sie sogar gewannen. Günter und Gerlinde Zoubek kamen in drei Tänzen (Tango, Quickstep, Jive) in die Finals.

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