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Erfolg macht locker: Bei Christian Fuchs lief es in diesem Jahr prächtig. Bei den Herren gewann er nach dem bayerischen Freiluft-Titel auch noch in der Halle.

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Christian Fuchs auch in der Halle Bayerns Bester

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Nach dem Gewinn der bayerischen Freiluft-Meisterschaften gewann Christian Fuchs vom TC Weilheim bei den Herren 40 auch noch den Freistaat-Titel in der Halle. Dabei hatte er sich auf diesen Wettbewerb kaum vorbereitet.

Weilheim– Christian Fuchs ist ein derart guter Tennisspieler, dass er auch mal ohne regelmäßiges Training bei einer Meisterschaft triumphiert. Nach den deutschen Senioren-Meisterschaften der Altersklasse „Herren 40“ in Bad Neuenahr, wo er im Halbfinale scheiterte, legte der 42-jährige Weilheimer vor allem wegen beruflicher Belastung eine Pause ein. „Ich habe zweieinhalb Monate überhaupt nicht mehr Tennis gespielt“, so Fuchs. Immerhin spielte er vor den bayerischen Hallen-Titelkämpfen in Nürnberg vor etwa zwei Wochen zuvor einmal in der Winterrunde des Bezirks Oberbayern für die Herren 30 des TC Weilheim beim Münchner Sportclub mit. „Und da habe ich eine Klatsche bekommen“, sagte Fuchs mit einem Lachen. Ganz so schlimm war es nicht, auch wenn er sein Duell gegen Christian Weiß (Leistungsklasse 4) mit 5:7, 3:6 verlor.

Einige Tage später ging’s dann zu den bayerischen Hallenmeisterschaften der Herren 40 in Nürnberg. Dort wurde der an Nummer 1 gesetzte Fuchs seiner Favoritenrolle gerecht. Der Weilheimer, der mittlerweile in die Leistungsklasse 2 eingestuft wird, holte sich ohne Satzverlust den Titel. „Es war ein sehr gut besetzter Wettkampf, von den 16 Teilnehmern waren über die Hälfte Ranglistenspieler“, so Fuchs. Im Achtelfinale durfte er sich noch ausruhen, da sein Gegner, Florian Harlass-Neuking (Regensburger Tennis-Klub), nicht antrat. Im Viertelfinale setzte sich Fuchs ungefährdet gegen Michael Hauser vom TC Pliening durch (6:4, 6:3). Im Halbfinale musste der Weilheimer nicht über die volle Distanz gehen, da sein Kontrahent, Fabian Hinkmann (TC Herzogenaurach) im zweiten Satz verletzungsbedingt aufgeben musste. Zu diesem Zeitpunkt führte Fuchs bereits deutlich mit 6:1, 3:0. Auch im Finale gegen Peter Sachs (TC Grün-Weiß Fürth), der zuvor den an Nummer 2 gesetzten Thomas Wittig (Nummer 9 der deutschen Rangliste bei den Herren 40) ausgeschaltet hatte, ließ der Weilheimer Spannung gar nicht erst aufkommen. Nach einem souveränen 6:3, 6:2 durfte er den bayerischen Hallentitel feiern.

Damit krönte der 42-Jährige ein herausragendes Wettkampfjahr. Zuvor hatte er zum dritten Mal in Folge den bayerischen Freiluft-Titel bei den Herren 40 gewonnen. Bei den oberbayerischen Titelkämpfen ging der 42-Jährige bei den Herren 30 an den Start. Dies war nötig, um die erforderlichen Punkte zum Erreichen der Leistungsklasse 2 zu erreichen. Fuchs triumphierte auf ganzer Linie und holte sich in dieser Altersklasse den Sieg und stieg damit in die Leistungsklasse 2 auf. Kurz danach triumphierte der Weilheimer als ungesetzter Spieler auch noch das hochkarätig besetzte ITF-Seniorenturnier in Ottersweier (Baden-Württemberg). „Da hatte ich einen richtigen Lauf“, so der 42-Jährige.

In der deutschen Rangliste ist Fuchs mittlerweile auch Rang acht geklettert. Damit hat er gute Chancen, erneut für die Team-Weltmeisterschaft 2019 nominiert zu werden. Im vergangenen Jahr errichte der Weilheimer bei den Titelkämpfen in Südafrika mit der deutschen Mannschaft den vierten Platz. Als weiteres Ziel hat er sich gesteckt, bei den deutschen Senioren-Meisterschaften in seiner Altersklasse wieder ins Finale vorzustoßen und – wie 2016 bereits geschehen – auch zu gewinnen.

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