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Zwei Zauberschläge ebnen Dafcik den Weg

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Von: Paul Hopp

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Tennis auf hohem Niveau war beim DTB-Ranglistenturnier des TC Penzberg geboten. In den Endspielen setzten sich zwei Bayernliga-Spieler durch.

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1 / 4Sie bestritten das Damen-Finale: Maria Schneider (links) und Ina Kaufinger lieferten sich drei umkämpfte Sätze. Am Ende siegte Kaufinger. © Emanuel Gronau
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2 / 4Solide und laufstark: Thomas Jan Dafcik (hier im Halbfinale) gewann die Herren-Konkurrenz im Finale gegen Stefan Peter Hampe. © Emanuel Gronau
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3 / 4Spielte ein gutes Turnier und schaffte es bis ins Viertelfinale: Lars Veldheer vom TC Penzberg. © EMANUEL GRONAU
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4 / 4Thomas Jan Dafcik (hier im Halbfinale) gewann die Herren-Konkurrenz im Finale gegen Stefan Peter Hampe. © EMANUEL GRONAU

Penzberg – Die ganze Zeit über hatte Thomas Jan Dafcik (TC Blutenburg München) im Herren-Finale stark gespielt. Auf der Zielgerade begann der 24-Jährige dann aber regelrecht zu zaubern. Beim Stand von 5:1 im zweiten Satz sorgte er mit einem feinen Passierball für das 30:15. Und gleich darauf gelang ihm aus der Bedrängnis heraus ein dermaßen überragender Crossball, dass sein Gegner, Stefan Peter Hampe (TEC Waldau), sich kurz ehrfurchtsvoll verneigte. Dafcik führte mit 40:15 und hatte somit Matchball. Den konnte der Neufahrner gleich nutzen, weil Hampe einen Flugball ins Netz schlug. Mit einem lauten „Yes“ bejubelte Dafcik seinen 6:3, 6:1-Sieg.

Das Endspiel der Herren beim DTB-Ranglistenturnier um den „4. Autohaus Hornung Cup, präsentiert von der Zimmerei Thomas“ bot noch einmal Tennis auf hohem Niveau. Gut eineinhalb Stunden hatten sich Dafcik und Hampe duelliert. Die rund 80 Zuschauer hätten gern noch ein bisserl mehr gesehen. Im zweiten Satz gab es für Hampe mehrmals anfeuernden Applaus. Der spielte mit Hochgeschwindigkeitsbällen bisweilen spektakulär, leistete sich aber auch viele Fehler. Dafcik glänzte läuferisch, mit solidem Spiel – und hatte auch bei dem ein oder anderen Netzkantenball das nötige Glück.

„Erhofft, aber nicht erwartet“ habe er sich den Turniersieg, sagte Dafcik, der in der deutschen Rangliste an 355. Stelle steht und in Penzberg an Position sechs gesetzt war. Vor zwei Wochen erst war er aus San Diego zurückgekehrt, an der dortigen „Point Loma Nazarene University“ strebt der Neufahrner seinen Master in Sportwissenschaften an und spielt für die Tennis-Mannschaft der Uni. Auch Hampe ist College-Spieler, er tritt für Tulsa an. Die Umstellung von Hartplatz auf Sand, seinen bevorzugten Belag, „war groß“, so Dafcik. „Physisch bin ich noch nicht so weit. ich spüre ziemlich meine Beine“, sagte er nach dem Finale. Den Sommer über weilt Dafcik in Deutschland, spielt beim TC Blutenburg im Bayernliga-Team an der Nummer eins. Über seinen Finalgegner sagte er: „Er spielt super-schnell. Aber ich wusste auch, er macht dadurch Fehler.“ Über das Tempo seines Kontrahenten war Dafcik sogar froh: „Die Intensität in den Ballwechseln war höher, aber dafür dauerten sie nicht so lang.“

Bei den Frauen setzte sich – wie im vergangenen Jahr – die topgesetzte Spielerin durch. Ina Kaufinger (TC Rot-Weiß Straubing) gewann ein spannendes Finale im Matchtiebreak mit 2:6, 6:1 und 10:7 gegen Maria Schneider (TC Schwaben Augsburg). Die 24-jährige Vilshofenerin war – wie Herren-Sieger Dafcik – das erste Mal in Penzberg am Start. „Die Anlage ist super. Die Organisatoren sind alle nett und hilfsbereit“, sagte sie. Mit ihrem Spiel war sie auch zufrieden. Das Finale hätte ihr zufolge aber auch anders ausgehen können. „Matchtiebreak ist immer auch Glückssache“, so Kaufinger. Sie und ihre Final-Kontrahentin kennen sich „schon ewig, aber bislang haben wir bei einem Turnier noch nie gegeneinander gespielt“. Kaufinger will heuer auch wieder bei ITF-Turnieren antreten, vorgesehen ist demnächst ein Start in Italien.

Die Organisatoren vom TC Penzberg waren mit dem verlauf des mit 2500 Euro dotierten Turniers absolut zufrieden. „Das Niveau des Teilnehmerfeldes ist noch ein Stück gestiegen“, sagte TC-Trainer Stefan Fuchs. Anders als in den vergangenen Jahren spielte auch das Wetter mit. „Wir hatten mal eine Regenpause, mussten aber nicht in die Halle ausweichen“, sagte Oberschiedsrichter Kai-Uwe Krönfeld.

Bei den Herren zeigte Lokalmatador Lars Veldheer eine starke Leistung. Im Achtelfinale besiegte der die Nummer acht der Setzliste, Nikola Boskov (Rot-Weiß Gersthofen), in einem Drei-Stunden-Match mit 6:4, 5:7, 10:8. Im Viertelfinale verlor Veldheer in einem knappen Spiel gegen Adrian Kohler (TC Blau-Weiß Weiher) mit 5:7 und 2:6. Luis Chab aus Oberhausen sorgte für einen Paukenschlag, als er im Achtefinale den an Nummer eins gesetzten Felix Wild mit 7:6, 2:6, 10:4 besiegte. Im Viertelfinale unterlag Chab (er spielt beim Landesligisten Rot-Blau Regensburg II) dann jedoch dem späteren Sieger Dafcik mit 1:6 und 3:6.

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