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Hatte im Endspiel zu kämpfen: Hannes Wagner (TC Schießgraben Augsburg) gewann gegen Thomas Dafcik mit 6:2, 4:6, 10:5.
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Erstmals in Seeshaupt erfolgreich: Alexa Pirok (Iphitos München) besiegte Natali Gumbrecht (TSV Altenfurt) mit 3:6, 7:6, 10:4. 
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Hatte im Endspiel zu kämpfen: Hannes Wagner (TC Schießgraben Augsburg) gewann gegen Thomas Dafcik mit 6:2, 4:6, 10:5.
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Erstmals in Seeshaupt erfolgreich: Alexa Pirok (Iphitos München) besiegte Natali Gumbrecht (TSV Altenfurt) mit 3:6, 7:6, 10:4. 
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Erstmals in Seeshaupt erfolgreich: Alexa Pirok (Iphitos München) besiegte Natali Gumbrecht (TSV Altenfurt) mit 3:6, 7:6, 10:4. 
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Hatte im Endspiel zu kämpfen: Hannes Wagner (TC Schießgraben Augsburg) gewann gegen Thomas Dafcik mit 6:2, 4:6, 10:5.

Tennis

Spannung in Seeshaupt: Final-Entscheidungen erst im Match-Tiebreak

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Die großen Überraschungen sind beim „6. Tennis-Cup Seeshaupt“ ausgeblieben: Für die Zuschauer war das kein Schaden – sie sahen am Finaltag hart umkämpfte Duelle der Favoriten.

Seeshaupt – Wilhelm Pihale hatte sich ziemlich verrechnet, aber für den neutralen Zuschauer war das ein regelrechter Segen. „Es wird wohl recht schnell gehen“, hatte der ehemalige Abteilungsleiter des FC Seeshaupt, jetzt im Organisationsteam fürs Ranglistenturnier aktiv, vor dem Herren-Finale gemutmaßt. Der bisherige Verlauf der Partien sprach auch dafür: Auf dem Weg ins Endspiel hatte Topfavorit Hannes Wagner (TC Schießgraben Augsburg) in vier Partien nur drei Spiele abgegeben. Sein Gegenüber, Thomas Jan Dafcik (Wiesbadener THC), erwies sich aber als kampfstarker Gegner. Und so kamen die rund 80 Zuschauer etwa eineinhalb Stunden lang in den Genuss zweier Sätze und eines Match-Tiebreaks auf beachtlichem Niveau.

Im ersten Durchgang hatte Wagner, aktuell die Nummer 82 der deutschen Rangliste und kürzlich Sieger des „Ruwu-Cup“ in Meitingen, das Geschehen weitgehend im Griff. Mit druckvollem Spiel führte der 23-Jährige schnell 3:0 und holte sich den Satz mit 6:2. Danach aber trat Dafcik, im vergangenen Jahr Sieger des Ranglistenturniers in Penzberg, mutiger auf – und wurde dafür belohnt.

Seeshaupt: Favorit Wagner tadelt sich selbst

Zweimal nahm die Nummer zwei der Setzliste dem Favoriten den Aufschlag ab und führte mit 3:0. In der Folge lieferten sich beide Kontrahenten lange Ballwechsel, garniert mit sehenswerten Winner-Schlägen. Die Zuschauer quittierten es mit Applaus und Anfeuerungsrufen. Wagner schaffte den 4:4-Ausgleich, verlor dann aber den eigenen Aufschlag. „Ich bin ein Geschenke-Geber“, tadelte sich der Favorit selbst. Dafcik machte bei eigenem Aufschlag den 6:4-Satzgewinn perfekt. Der Match-Tiebreak musste entscheiden – dort hatte schließlich Wagner das bessere Ende für sich. Mit einer knallharten Vorhand, die Dafcik nicht mehr zurückbrachte, machte er den entscheidenden Punkt zum 10:5.

Seeshaupt: Alexa Pirok siegt im Match-Tiebreak

Umkämpft war auch das Finale der Damen. Dort setzte sich die topgesetzte Alexa Pirok (Iphitos München), die Nummer 100 der deutschen Rangliste, nach Match-Tiebreak mit 3:6, 7:6, 10:4 gegen Natali Gumbrecht (TSV Altenfurt) durch. Gumbrecht hatte am Vormittag im Halbfinale schon drei Durchgänge absolvieren müssen und dabei die an Nummer zwei gesetzte Verena Gantschnig (Luitpoldpark München/deutschlandweit Nummer 136) aus dem Wettbewerb gekegelt (2:6, 6:4, 10:6). In Seeshaupt ist die Mittelfränkin Gumbrecht ein Stammgast, war bei allen Auflagen am Start. 2014 gewann sie bei der Premiere, in den Jahren 2016 und 2017 verlor sie jeweils im Endspiel.

Mit dem Verlauf der sechsten Auflage des mit knapp 3000 Euro dotierten DTB-Ranglistenturniers waren die Veranstalter vom FCS zufrieden. „Es lief alles sehr gut“, sagte Turnierchef Emil Lenart. „Mit dem Wetter hatten wir Glück.“ Am Donnerstag gab es Unterbrechungen wegen Regens, aber letztlich blieb alles im Zeitplan. Die Seeshaupter hätten zur Not auch in die Penzberger Tennis-Halle ausweichen können. „Den Schlüssel hatte ich in der Hosentasche“, sagte Pihale mit einem Schmunzeln.

Seeshaupt: Regen sorgt für Unterbrechungen 

Für das 48er-Feld bei den Herren lagen 60 Anmeldungen vor. „Der Cut lag bei der Leistungsklasse sieben“, sagte Pihale. Spieler darüber mussten auf eine Wildcard hoffen. Das 32er-Feld der Damen war auch voll, eine Spielerin musste verletzungsbedingt kurzfristig absagen. Angemeldet, aber dann doch nicht am Start war Isabella Pfennig (TC Großhesselohe), die deutsche Nummer 49.

Jeweils mit einer Wildcard waren einige Spieler des FC Seeshaupt ausgestattet. Routinier Christian Limpert (Leistungsklasse 8) traf in der ersten Runde auf einen ehemaligen Vereinskollegen, Oliver Lutz (TC Gräfelfing). Limpert setzte sich mit 6:4, 3:6, 10:8 durch; in der zweiten Runde war dann für ihn aber gegen den an Nummer zwölf gesetzten Constantin Kreuzer (Schwaben Augsburg) Endstation.

Seeshaupt: „Vereinsinternes“ Duell in Runde eins 

Youngster Alexander Brenner (20) lag gegen Nikolas Fritz (TC Thalkirchen) im ersten Satz mit 5:2 vorn. Nach einer Regenunterbrechung war dann der Gegner am Drücker; Brenner, der aus beruflichen Gründen nur sporadisch zum Trainieren kommt, verlor mit 5:7, 4:6. Den Sprung in die zweite Runde blieb auch dem dritten FC-Spieler, Cesar Carmona Arguello aus Mexiko, verwehrt. Er verlor mit 0:6, 1:6.

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