Bundesliga: Ist jetzt klar, wann die Saison weitergeht? Doch es gibt eine Bedingung

Bundesliga: Ist jetzt klar, wann die Saison weitergeht? Doch es gibt eine Bedingung
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Wenn Tennis zur Dauerbeschäftigung wird: Der Penzberger Maxi Ontiveros stand bei den bayerischen Meisterschaften seiner Altersklasse in Ingolstadt am Finaltag sieben Stunden auf dem Platz. Belohnt wurde er mit dem Vizetitel. 

Tennis: Bayerische Meisterschaften

„Marathonmann“ Ontiveros wird belohnt

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Wer Erfolg haben will, muss auch Durchhaltevermögen haben. Das war bei Maxi Ontiveros bei den bayerischen Meisterschaften durchaus der Fall. Das elfjährige Talent des TC Penzberg gewann nicht nur die Vizemeisterschaft, es bekam auch einen Spitznamen verpasst.

Penzberg – So richtig begann die Schinderei für Ontiveros bei den bayerischen Titelkämpfen der Altersklasse U 12 in Ingolstadt im Halbfinale. In der Runde der letzten Vier traf der an Nummer fünf gesetzte Penzberger auf Paul Janson (TC Sport Scheck München), gegen den der Penzberger aus den bisherigen Begegnungen eine positive Bilanz (2:1) vorzuweisen hatte. Dieses Spiel „entwickelte sich zu einem wahren Krimi“, wie der TC Penzberg in einer Mitteilung berichtet. Im ersten Satz war das Niveau „sehr hoch und die Spiele eng“. Beim Stand von 5:4 nutzte der Penzberger die erste kleine Schwäche seines Gegners zum 6:4. Anschließend stellte der Münchener sein Spiel um und setzte auf hohe Bälle und Netzangriffe. Das Match blieb aber genau so eng wie im ersten Satz. Diesmal hatte jedoch Jansen das bessere Ende für sich (6:4). Im dritten Satz verlor Ontiveros etwas die Geduld und lag schnell mit 0:3 zurück. Inzwischen waren bereits 2:45 Stunden gespielt, und „keiner glaubte noch richtig an einen Sieg“, wie die Penzberger Verantwortlichen berichten. Doch Ontiveros nahm das Spiel wieder in die Hand. Nach 3:20 Stunden hatte er seinen Gegner mit 6:4, 4:6, 6:4 niedergerungen.

So war die Freude bei Ontiveros über die erste Finalteilnahme bei einer bayerischen Meisterschaft groß. „Die Bedenken, dass die Kraft nicht reichen könnte, aber auch“, so die Penzberger in ihrer Mitteilung. Gegen die Nummer zwei der Setzliste, Patrick Link vom TC Friedberg, war Ontiveros im ersten Satz chancnelos. Im zweiten Satz erwachte bei ihm jedoch Kampfgeist. Was folgte, war ein dreistündiger Kampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. „Körperlich waren beide Spieler längst am Ende“, berichtet der Verein, als die Entscheidung fiel – und zwar zu Ungunsten von Ontiveros (1:6, 7:6, 4:6).

Insgesamt spielte der junge Penzberger von 9 bis 18 Uhr, unterbrochen lediglich von einer zweistündigen Pause. Folgerichtig verlieh ihm Turnierdirektor Christoph Poehlmann auch den Titel „Marathonmann“, denn noch nie sei ein Spieler am Finaltag so lange auf dem Platz gestanden wie der elfjährige Penzberger. Vor den Augen der Verbandstrainer bestätigte Ontiveros mit diesem Erfolg auch seine erst vor zwei Wochen erfolgte Aufnahme in den bayerischen Tenniskader. Und trotz der Finalniederlage feierte er den bis dato größten Erfolg seiner noch jungen Karriere.

Nach einem Freilos in der ersten Runde gab es im Achtelfinale ein oberbayerisches Duell gegen Ben Stecker vom TC Aschheim. Bereits vor kurzem waren beide bei den oberbayerischen Meisterschaften aufeinandergetroffen. Ontiveros hatte sich damals trotz eines Zwei-Satz-Sieges schwer getan. Diesmal allerdings ließ der Penzberger keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Er siegte souverän mit 6:1, 6:1.

Im Viertelfinale bereitete er sich geistig bereits auf den topgesetzten Deren Ylgin (TSV Pfuhl) vor, doch zu diesem Duell kam es nicht. Fünf Minuten vor Spielbeginn zog der Titelfavorit wegen einer Verletzung zurück.

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