Weiterhin Verbandsliga: Sebastian Sander, auch kommende Saison die Nummer zwei in seinem Team, und seine Hohenpeißenberger erhalten die Chance zu beweisen, dass sie mehr draufhaben als das, was sie vergangene Saison gezeigt haben. Ohne einen einzigen Sieg wurde der TSV abgeschlagener Letzter. 
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Weiterhin Verbandsliga: Sebastian Sander, auch kommende Saison die Nummer zwei in seinem Team, und seine Hohenpeißenberger erhalten die Chance zu beweisen, dass sie mehr draufhaben als das, was sie vergangene Saison gezeigt haben. Ohne einen einzigen Sieg wurde der TSV abgeschlagener Letzter. 

Tischtennis

Sieglos und abgeschlagen Letzter - Hohenpeißenberg freut sich trotzdem

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Schlimmer konnte die Saison für den TSV Hohenpeißenberg nicht laufen: kein Sieg, Tabellenletzter, Absteiger. Doch dann kam die unerwartete Wende.

Hohenpeißenberg  – Die vergangene Saison verlief für die Herren-Mannschaft des TSV Hohenpeißenberg einfach nur schauderhaft. In 14 Spielen in der Verbandsliga Südwest gelang dem Team vom bayerischen Rigi kein einziger Sieg. Zweimal holten sie ein Unentschieden, das war’s aber schon. Mit 2:26 Punkten zierte der TSV abgeschlagen das Tabellenende, der Abstieg in die Landesliga war beschlossene Sache. Doch dann kam Corona. Die Saison wurde umgehend abgebrochen – und die bisherigen Ergebnisse und Tabellenstände hatten mit einem Mal kaum noch Bedeutung. Die jeweiligen Meister hatten zwar das Recht zum Aufstieg, die Abstiegsentscheidungen wurden hingegen sehr flexibel gehandhabt. Und davon sollten die Hohenpeißenberger profitieren.

Tischtennis: Zwei Mannschaften steigen nicht auf, Hohenpeißenberg bleibt damit in der Verbandsliga 

Mannschaftssprecher Michael Plörer hatte beim Bayerischen Tischtennisverband (BTTV) angegeben, dass der TSV den Abstieg akzeptieren werde. Würde sich jedoch die Möglichkeit ergeben, in der Verbandsliga zu bleiben, würde der Verein diese auch wahrnehmen. Und tatsächlich kam es dann auch so, dass die Hohenpeißenberger den Gang eine Spielklasse runter nicht antreten mussten. Zu verdanken haben sie das der SpVgg Erdweg und dem SC Baldham-Vaterstetten, die als Meister und Vizemeister der Landesliga Südsüdwest hochgehen hätten dürfen. Beide Mannschaften machten von ihrem Aufsteigsrecht jedoch keinen Gebrauch. Somit verbleiben die sportlich abgestiegenen Hohenpeißenberger sowie der SC Siegertshofen in der Verbandsliga. „Wir sehen das als zweite Chance, auch wenn wir sie nicht verdient haben“, sagt Martin Goldbrunner, der neue TSV-Mannschaftssprecher.

Tischtennis: Hohenpeißenberg hat schon wieder Glück

Doch er und seine Mitstreiter scheinen das Glück gepachtet zu haben. Bereits in der Saison 2018/19 stand Fortuna den Hohenpeißenbergern tatkräftig zur Seite. Als Vizemeister der Landesliga mussten sie den Weg in die Relegation antreten. Als Zweiter von insgesamt drei Mannschaften waren die Rigi-Spieler eigentlich gescheitert. Dann aber zogen sich zwei Vereine aus der Verbandsliga zurück und Hohenpeißenberg rückte nach. „Das ist jetzt schon die zweite unverdiente Chance, die wir bekommen“, sagt Goldbrunner.

Dem TSV-Sprecher ist vollauf bewusst, dass sich sein Team erheblich steigern muss: „Das, was wir vergangene Saison abgeliefert haben, war gar nix. Da hatten wir uns schon mehr ausgerechnet.“ Die Serie an Misserfolgen hat laut Goldbrunner Spuren hinterlassen: „Das hat schon geschlaucht, dass wir derart vernichtet worden sind.“ Einer der Gründe, warum die vergangene Saison dermaßen schief ging, hat laut Hohenpeißenbergs Sprecher mit dem ständig wechselnden Personal zu tun: „Manchmal haben wir nicht gewusst, wer jetzt überhaupt spielt.“

Tischtennis: Auszeit von Georg Luschmann ist erhebliche Schwächung für Hohenpeißenberg

Diesbezüglich schaut es für die kommende Spielzeit besser aus: Es zeichnet sich ein Stamm von sechs Spielern ab, der kontinuierlich zum Einsatz kommen soll. In die Saison 2020/21, die für den TSV – sofern die Voraussetzungen gegeben sind – am 12. September mit dem Heimspiel gegen den TSV Königsbrunn startet, geht das Team mit einer großen Hypothek. Georg Luschmann nimmt aus privaten Gründen eine sportliche Auszeit. „Das ist schon eine arge Schwächung“, findet Goldbrunner. Auch wenn es nicht leichter werden dürfte, „ich gehe mit viel Optimismus in die Saison“, versichert Goldbrunner.

Nach monatelanger Pause haben die Hohenpeißenberger Tischtennisspieler am vergangenen Montag, 6. Juli, erstmals wieder gemeinsam in der Schulturnhalle trainiert. Langsam wollen sie das Pensum steigern, dass bis zum Saisonstart Mitte September alle fit sind. „Der Michael Plörer ist ein Naturtalent, der muss nicht so viel trianieren. Für die anderen heißt es jetzt aber, dass sie ackern“, so Goldbrunner. An der nötigen Motivation wird es seiner Ansicht nach nicht mangeln: „Die sind alle heiß auf Tischtennis und scharren schon mit den Hufen“, berichtet der TSV-Sprecher.

Folgende Spieler sollen in der Saison 20/21 für Hohenpeißenberg antreten: Michael Plörer (Nummer 1), Sebastian Sander (2), Martin Goldbrunner (3), Daniel Vögl (4), Daniel Bartl (5) und David Assmann (6).

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