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Klare Verhältnisse im Verfolgerduell: Die Hohenpeißenberger (in roten Trikots, hier Sebastian Sander) behielten im Heimspiel gegen Murnau (hier Gerhard Gold) deutlich mit 9:2 die Oberhand.

Tischtennis

Hohenpeißenberg hat Abstieg gut verkraftet

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Die Voraussetzungen waren für die Tischtennisspieler des TSV Hohenpeißenberg nach dem Abstieg aus der Landesliga nicht die besten. Das Team schlägt sich eine Spielklasse tiefer bislang aber recht gut.

Hohenpeißenberg – Nachdem die Hohenpeißenberger in der Relegation nur den dritten und letzten Platz belegt hatten, war der Abstieg nach zwei Spielzeiten in der Landesliga Süd/West besiegelt. Das hatte laut Teamsprecher Martin Plörer den Effekt, dass die Mannschaft „mit hängenden Köpfen“ in die neu geschaffene Landesliga Südsüdwest startete, vom Leistungsvermögen in etwa vergleichbar mit der früheren Oberbayernliga. Erschwerend kam hinzu, dass Martin Rößle, bei den Hohenpeißenbergern an Nummer drei, den Verein verließ. Der Wechsel zum eine Klasse höher in der Verbandsliga spielenden SV Memmingerberg hatte laut Plörer aber keine sportlichen Gründe. Rößle wohnt in Kempten, „und da ist ihm die Fahrerei einfach zu viel geworden“.

Trotz dieser Schwächung läuft es für die Hohenpeißenberger Männer bislang mehr als ordentlich. Das hat auch damit zu tun, dass „wir gute, junge Spieler in der zweiten Mannschaft haben“, so Plörer. Einer von ihnen ist Martin Goldbrunner. „Der hat bis jetzt fast in jedem Spiel ausgeholfen“, so der TSV-Sprecher – und das mit durchschlagendem Erfolg, wie die Einzelbilanz zeigt (6:1). Nach einer 3:9-Schlappe zum Start bei TuS Fürstenfeldbruck II folgten fünf Siege am Stück. Die Serie wurde erst durch das 5:9 beim SV Helfendorf beendet. Die Helfendorfer sind im Moment Tabellenfünfter unmittelbar hinter den Hohenpeißenbergern, mit einem Punktverhältnis von 8:10 müssen sie sich aber eher nach unten denn nach nach oben orientieren. Von dieser eher bescheidenen Ausbeute hatten sich offensichtlich auch die TSV-Männer zu einem gewissen Leichtsinn verleiten lassen. „Aber die haben eine junge und gute Mannschaft“, so Plörer, „die Tabelle spiegelt nicht deren Leistungsvermögen wider“.

Negative Folgen hatte die Niederlage in Helfendorf jedoch nicht. Gleich im folgenden Heimspiel gegen den TSV Murnau fuhren die Hohenpeißenberger einen souveränen 9:2-Erfolg ein. Mit einem derartig deutlichen Erfolg war nicht zu rechnen, denn die Murnauer zählen diese Saison zu den Spitzenteams in dieser Liga. Spannend war dieses Duell nur zu Anfang. Nach den Doppeln und den beiden Einzeln im vorderen Paarkreuz führte der TSV lediglich mit 3:2. Mit sechs weiteren Erfolgen, drei davon im fünften Satz, machten die Gastgeber den Gesamtsieg gegen den Kontrahenten vom Staffelsee perfekt.

Ein Drittel der insgesamt 24 Partien hat das Rigi-Team jetzt absolviert. Teamsprecher Plörer empfindet die Liga als „ziemlich komisch“, denn „jeder kann jeden schlagen“. Zusammen mit Fürstenfeldbruck II und Murnau (jeweils 13:5 Punkte) sind die Hohenpeißenberger (12:4) derzeit einer der Kandidaten für den zweiten Platz, der zu Relegationsspielen für den Aufstieg in die Verbandsliga berechtigt. Damit sind die TSV-Männer ihrem Saisonziel, einem Platz unter den ersten Vier, sehr nahe. „Mit dem Saisonverlauf sind wir bislang total zufrieden“, so Plörers Zwischenbilanz.

Lediglich der TSV Gräfelfing (18:0) ist im Moment der Konkurrenz enteilt. Wie stark der Tabellenführer wirklich ist, davon können sie sich am Samstag, 1. Dezember, in der heimischen Schulturnhalle (12.30 Uhr) ein Bild machen. Die Hohenpeißenberger Männer tragen an diesem Tag noch eine weitere Partie aus, Gegner um 16.30 Uhr ist der TSV Poing, eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der Tabelle (7:9 Punkte).

Bilanzen der Hohenpeißenberger Männer nach acht Spielen: Michael Plörer 15:1, Georg Luschmann 9:7, Sebastian Sander 7:6, Florian Wasmeier 3:3, Daniel Vögl 0:4, Freddy Haberstock 8:4, Martin Goldbrunner 6:1, Daniel Bartl 0:1, David Assmann 0:1, Jürgen Bytomski 0:1, Doppel 13:11.

Spannender Kampf
um Platz zwei

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