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Verletzt ins Ziel: Post-SV-Athlet Dominic Wimmer schaffte, obwohl er beim Laufen umgeknickt war, als Vierter seiner Klasse ein starkes Ergebnis.
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Zufrieden: Verena Kopp belegte im Sprint einen sechsten Platz.
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Schnell auf dem Rad: Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) beim Wettkampf in Beilngries.

Triathlon

Dominic Wimmer voller Adrenalin: Mit gerissener Sehne auf Platz vier

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Beim Triathlon in Beilngries verpasste Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) knapp eine DM-Medaille. Wie sich herausstellte, war es ein Wunder, dass er überhaupt ins Ziel gekommen war.

Beilngries – Es passierte beim Laufen – gerade, als Dominic Wimmer einen anderen Athleten überholen wollte. Der Athlet des Post SV Weilheim rutschte auf einem Randstein ab und knickte um. Den stechenden Schmerz ignorierte der Dießener fürs Erste, es waren ja auch „nur“ noch rund vier Kilometer ins Ziel. Und das wollte Wimmer unbedingt erreichen. Tatsächlich schaffte er es, und mit 2:12:45 Stunden für die olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen/39,2 Kilometer Radfahren/10 Kilometer Laufen) gelang ihm eine beachtliche Zeit. „Das Adrenalin hat im Rennen die Schmerzen gut unterdrückt. Erst danach tat es richtig weh“, berichtete Wimmer. Wie sich hinterher bei einer ärztlichen Untersuchung herausstellte, war beim frisch gebackenen Vater auf der Laufstrecke eine Sehne im Knöchel gerissen.

Der 36-Jährige hatte im Vorfeld der Wettkämpfe in Beilngries (Landkreis Eichstätt) mit einer Medaille in seiner Altersklasse geliebäugelt. Daraus wurde es nichts, als Vierter verpasste er das Edelmetall nur knapp. „Klar habe ich davon geträumt, eine Medaille von der deutschen Meisterschaft mit nach Hause zu nehmen“, so Wimmer, der vom belgischen Ironman-Rekordsieger Marino Vanhoenacker trainiert wird. „Aber dass einem bei solch einem Rennen nichts geschenkt wird, ist logisch. Selbst wenn ich mich nicht verletzt hätte, wäre der dritte Platz nicht mehr erreichbar gewesen. Trotzdem bin ich unter diesen Umständen super-zufrieden und dankbar.“ Unter 419 Finishern auf der olympischen Distanz belegte Wimmer den 53. Rang.

Post SV Weilheim: Wimmer auch ohne Medaille „super-zufrieden“ 

Der amtierende oberbayerischer Meister der TM-35-Klasse absolvierte das Schwimmen im Main-Donau-Kanal in der ersten Startwelle, in der die Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft losgeschickt worden waren. Mit 24:12 Minuten lag er in den Top 30. Die knapp 40 Kilometer lange Radstrecke war heuer – für die DM – gegenüber den Vorjahren geändert worden und wies rund 500 Höhenmeter auf. Wimmer war mit ordentlich Tempo unterwegs, bergab erreichte er in der Spitze rund 90 km/h. Nach 1:07:13 Stunden hatte er die zweite Disziplin beendet. Beim Laufen geschah dann das erwähnte Missgeschick. Trotz des Handicaps erzielte Wimmer mit 39:07 Minuten über zehn Kilometer eine starke Zeit.

Post SV Weilheim: Kopp beim Schwimmen unter den Besten 

Vom Post SV Weilheim war neben Wimmer und dem Bayernliga-Team (wir berichteten) in Beilngries auch Verena Kopp am Start. Sie nahm die Sprint-Distanz (750 Meter Schwimmen/21,6 Kilometer Radfahren/5 Kilometer Laufen) in Angriff. Berufsbedingt kann Kopp heuer nur sehr eingeschränkt trainieren, mit ihrem Resultat war die Weilheimerin „schon sehr zufrieden“. Die Zeit von 1:38:29 Stunden bedeutete in der Klasse TW-30 den sechsten Platz. Unter 72 Finisherinnen landete Kopp auf dem 27. Platz. Für sie war es mittlerweile der dritte Start beim Triathlon in Beilngries.

Das Schwimmen absolvierte die Post-SV-Athletin in 19:04 Minuten – nur zehn Frauen waren schneller. Die erste Disziplin „lief echt super“, freute sich Kopp. Die (neue) Radstrecke empfand die Triathletin als „sehr berglastig“. Trotz Trainingsrückstands lieferte sie mit 47:07 Minuten eine respektable Zeit ab. Beim Laufen „habe ich das gemacht, was eben ging“, so Kopp mit einem Schmunzeln. Nach 28:25 Minuten erreichte sie das Ziel.

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